Caxambu (Minas Gerais)
| Município de Caxambu Cidade das Águas Caxambu
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| Datei:Caxambu2002.jpg Zentrum Caxambu gesehen vom Berg Teleferico | ||||||
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| Koordinaten | 21° 59′ S, 44° 56′ W
{{#coordinates:−21,976944444444|−44,932777777778|primary
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dim=11000 | globe= | name=Caxambu | region=BR-MG | type=city
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| Datei:MinasGerais Municip Caxambu.svgLage von Caxambu im Bundesstaat Minas Gerais | ||||||
| Symbole | ||||||
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| Wahlspruch „Medicina entre flores“ Medizin zwischen Blumen | ||||||
| Gründung | 16. September 1901 (124 Jahre) | |||||
| Basisdaten | ||||||
| Staat | Brasilien | |||||
| Vorlage:Info ISO-3166-2/admtypelink | Minas Gerais | |||||
| ISO 3166-2 | BR-MG | |||||
| Região intermediária | Pouso Alegre | |||||
| Região imediata | Caxambu - Baependi | |||||
| Mesoregion | Sul e Sudoeste de Minas (1989 bis 2017) | |||||
| Mikroregion | São Lourenço (1989 bis 2017) | |||||
| Höhe | 895 m | |||||
| Klima | tropisch, gemäßigt, Cwb<ref>Klima Caxambu: Wetter, Klimatabelle & Klimadiagramm für Caxambu. In: de.climate-data.org. Abgerufen am 1. Oktober 2019.</ref> | |||||
| Fläche | 100,5 km² | |||||
| Einwohner | 21.056 (IBGE/2022<ref name=":0" />) | |||||
| Dichte | 209,5 Ew./km² | |||||
| Schätzung | 21.412 (IBGE/2025)<ref name=":0" /> | |||||
| Gemeindecode | IBGE: 3115508 | |||||
| Postleitzahl | 37440-000 bis 37442-999<ref>Busca Faixa CEP. In: Portal Correios. Empresa Brasileira de Correios e Telégrafos, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 29. Oktober 2021; abgerufen im Jahr 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> | |||||
| Telefonvorwahl | (+55) 35 | |||||
| Zeitzone | UTC−3 | |||||
| Website | caxambu.mg (brasilianisches Portugiesisch) | |||||
| Kultur | ||||||
| Schutzpatron | Maria als Unsere Frau der Heilmittel (Nossa Senhora dos Remédios)<ref>Lista por santos padroeiros. In: Descubra Minas. Serviço Nacional de Aprendizagem Comercial (SENAC), archiviert vom Vorlage:IconExternal am 22. Februar 2019; abgerufen im Jahr 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> | |||||
| Wirtschaft | ||||||
| BIP | 310.109 Tsd. R$ 13.957 R$ pro Kopf (2016) | |||||
| HDI | 0,743 (hoch) ((UNDP/2010)<ref>Ranking decrescente do IDH-M dos municípios do Brasil. In: Atlas do Desenvolvimento Humano. Programa das Nações Unidas para o Desenvolvimento (PNUD), 2010, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 5. Juli 2016; abgerufen am 23. Juli 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>) | |||||
Caxambu, amtlich {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value), ist ein brasilianisches Município im Bundesstaat Minas Gerais. Es liegt in den Mantiqueria-Bergen in einer Höhe um 900 Meter über Meer. Die Hauptstadt Belo Horizonte ist 384 km entfernt.
Die Einwohner – Caxambuenser – werden auf Portugiesisch als caxambuense bezeichnet.<ref>Caxambu - Panorama. In: IBGE. Abgerufen am 23. November 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Etymologie
Die Etymologie des Wortes „Caxambu“ ist umstritten. Es gibt mehrere Interpretationen:
- Es stammt vom Begriff catã-mbu ab, der Sprache der Tupi der alten Bewohner Cataguás, die in dieser Region lebten, „sprudelndes Wasser“ und „kochende Blasen“ oder „Wasser mit Blasen“ bedeutet.<ref>Eduardo de Almeida Navarro: Dicionário tupi antigo. A língua indígena clássica do Brasil. Global, São Paulo 2007, ISBN 978-85-260-1933-1, S. 556.</ref>
- Es stammt vom Tupi-Begriff kaxabu ab, der „Mandacaru“ bedeutet.<ref>NAVARRO, E. A. Dicionário de tupia antigo: a língua indígena clássica do Brasil, Global, São Paulo 2013. S. 556.</ref>
- Es stammt vom Begriff „caxambu“ afrikanischer Herkunft ab, der Folgendes bezeichnet: eine große Trommel; ein Musikgenre; ein Tanzgenre; Karten, die beim Mischen mit der Bildseite nach unten liegen;<ref>FERREIRA, A. B. H. Novo dicionário da língua portuguesa, 2 Edition, Nova Fronteira, Rio de Janeiro 1986. S. 375.</ref> ein trommelförmiger Hügel.<ref>CUNHA, A. G. Dicionário etimológico Nova Fronteira da língua portuguesa, Nova Fronteira, Rio de Janeiro, S. 168.</ref>
- Nach anderen Autoren hat der Name Caxambu afrikanische Wurzeln und leitet sich aus der Verbindung der Wörter cacha (Trommel) und mumbu (Musik) ab.<ref name=":0">Caxambu - História. In: IBGE. Abgerufen am 23. November 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
- Andere Wissenschaftler sind der Meinung, dass der Name von caa (Wald), xa (sehen) und umbu riacho (Bach) stammt, was so viel bedeutet wie „Wald, der den Bach sieht“.<ref name=":0" />
Geschichte
Seit den ersten Aufzeichnungen über die Region bezeichneten die Routen der Flaggen einen bestimmten Berg mit dem Namen Caxambu, dessen charakteristischer Stumpfkegel einen leicht zu erkennenden Orientierungspunkt darstellte.<ref name=":0" />
Es wird angenommen, dass Carlos Pedroso da Silveira aufgrund der Verfügung von D. Fernando Martins Mascarenhas vom 30. September 1706 zusammen mit seinem Schwiegersohn Francisco Alves Correia eine Landzuweisung in der Region erhalten habe, wodurch die Besiedlung begann.<ref name=":0" />
Trotz der Fruchtbarkeit des Bodens verging jedoch viel Zeit, ohne dass der Ort eine größere Entwicklung erfuhr, die erst mit der Entdeckung der Mineralwasserquellen einsetzte.<ref name=":0" />
Obwohl nichts über die Authentizität der gängigen Versionen darüber gesagt werden kann, wie die Mineralwasserquellen entdeckt wurden, scheint es sicher zu sein, dass die Anfänge des Munizips im Jahr 1748 liegen, als Estácio da Silva beim Bistum Mariana die Genehmigung für den Bau einer Kapelle auf dem Grundstück, auf dem er lebte, beantragte. Was die Daten angeht, so gibt es Stimmen, die davon ausgehen, dass die Quellen bereits seit 1762 oder 1772 bekannt waren. Unbestritten scheint jedoch, dass es 1814, als sich die Nachricht von der Existenz der Quellen verbreitete, noch keine Häuser in ihrer Nähe gab, die erst 1844 dank der Arbeit von Felício de Oliveira Mafra entstanden.<ref name=":0" />
Am 16. November 1844 wurde die Freguesia de Nossa Senhora dos Remédios de Caxambu in dem Gebiet von Baependi gegründet.<ref name=":1">Instituto Brasileiro de Geografia e Estatística (IBGE): Cidades Minas Gerais: Caxambu - Histórico. Abgerufen am 25. Juli 2015 (brasilianisches Portugiesisch).</ref><ref name=":0" /> Erst 1901 wurden das Munizip (Municipio) und die Stadt (Vila) Caxambu gegründet, deren Gebiet von Baependi abgetrennt wurde.<ref name=":1" /><ref name=":0" />
Nachdem die heilenden Eigenschaften der Wasser von Caxambu anerkannt worden waren, vergab die Regierung der damaligen Provinz Minas Gerais 1875 die Nutzung an Privatpersonen.<ref name=":0" />
Seitdem entwickelte sich Caxambu kontinuierlich weiter, vor allem dank der hervorragenden Qualität seines Mineralwassers. Gemäß der am 31. Juli 1956 geltenden Verwaltungsgliederung besteht die Gemeinde Caxambu aus nur einem Bezirk gleichen Namens.<ref name=":0" />
Demographie
Laut der Volkszählung 2010 hatte das Munizip 21.705 Einwohner, geschätzt zum 1. Juli 2019 auf 21.656 Einwohner.<ref>Cidades Minas Gerais: Caxambu – Panorama. IBGE, abgerufen am 1. Oktober 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Nach der Volkszählung 2022 hatte Caxambu 21.056 Einwohner.<ref name=":02">Tiradentes - Panorama. In: IBGE. Abgerufen am 18. November 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Nach der Schätzung des IBGE 2025 hat das Municipio 21.412 Einwohner.<ref name=":02" />
Geographie
Es liegt in den Mantiqueria-Bergen in einer Höhe um 900 Meter über Meer. Sie steht an 163. Stelle der 853 Munizips des Bundesstaats. Die Gemeindefläche beträgt rund 100,5 km². Die Hauptstadt Belo Horizonte ist 384 km entfernt.
Umliegende Orte sind Baependi, Pouso Alto, Soledade de Minas und Conceição do Rio Verde.
Tourismus
Heilquellen
Die Stadt ist bekannt für ihre Heilwasserquellen und Mineralbäder, woraus sich ihr Städtespitzname Stadt der Wasser ableitet. Das Mineralwasser wird in ganz Brasilien und bis nach Florida verkauft.<ref name=":2" />
Die kleine Stadt beherbergt den größten Hydromineralkomplex der Welt mit zwölf Mineralwasserquellen mit unterschiedlichen Eigenschaften, von denen sich die meisten im Parque das Águas Doutor Lisandro Carneiro Guimarães befinden, der vom Instituto Estadual do Patrimônio Histórico e Artístico de Minas Gerais (Staatliches Institut für historisches und künstlerisches Erbe von Minas Gerais) unter Denkmalschutz gestellt wurde.
Der Mineralwasser-Park von Caxambu (Parque das Águas de Caxambu) zählt zu den größten der Welt. Von den zwölf Mineralwasser-Brunnen mit medizinischer Wirkung liefern elf gashaltiges Wasser. Hier befindet sich auch der Kaltwassergeysir Gêiser Floriano de Lemos.<ref name=":2">Gêiser Floriano de Lemos, Parque das Águas Caxambu MG. In: com.br. Descubra Caxambu, abgerufen am 1. Oktober 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Rundweg
Mit anderen Städten der Region bildet sie den Circuito das Águas (Straße der Wasser), einen touristischen Rundweg.<ref>Circuito das Águas de Minas Gerais: Caxambu – MG. In: com.br. Associação Circuito Turístico das Águas, abgerufen am 1. Oktober 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Infrastruktur
Das Munizip ist durch den Flughafen Aeroporto Fernando Levenhagem de Mello und den Busbahnhof von Caxambu erreichbar. Es ist über die Autobahnen BR-267 (Rod. Vital Brasil) und BR-354 anzufahren.
Caxambu wurde zwischen 1891 und 1972 auch per Eisenbahn bedient, als es von der Linha da Barra der Rede Mineira de Viação durchquert wurde, die es mit den Städten (cidades) Soledade de Minas, Aiuruoca (bis 1972), Santa Rita de Jacutinga (bis 1970) und dem Munizip Barra do Piraí im Bundesstaat Rio de Janeiro (bis 1961) verband.
Die Eisenbahnlinie wurde 1972 stillgelegt und lokal abgeschafft, was bis heute zu Kontroversen führt, da es sich um eine für die Stadt wirtschaftlich wichtige Verbindung handelte, insbesondere für den Tourismus.<ref>Caxambu -- Estações Ferroviárias do Estado de Minas Gerais. Archiviert vom Vorlage:IconExternal am 7. Mai 2022; abgerufen am 23. November 2025.</ref>
Derzeit beherbergt der ehemalige Bahnhof von Caxambu das Kultur- und Berufsbildungszentrum Estação Ferroviária, das nach seiner Renovierung im Jahr 2019 eröffnet wurde und auch eine Touristenattraktion der Stadt ist.<ref>Portal Minas Gerais: Turismo em Minas Gerais | Antiga Estação Ferroviária. Abgerufen am 23. November 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Politik
Von 2017 bis 2020 war Diogo Curi Hauegen (PSDB) der Stadtpräfekt (Prefeito) des Municipios.<ref>Diogo Curi 45 (Prefeito). In: todapolitica.com. Eleições 2016, abgerufen am 1. Oktober 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Er wurde für 2021 bis 2024 wiedergewählt.<ref>EXECUTIVO MUNICIPAL RECEBE VISITA DA NOVA MESA DIRETORA D... Abgerufen am 23. November 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Von 2025 bis 2028 ist Luiz Henrique Diorio De Souza (PSDB) der Prefeito des Munizips.<ref>Eleições 2024 – Perfil do Prefeito Eleito Luiz Henrique. In: O Tempo. Abgerufen im Jahr 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>Eleições 2024: Luiz Henrique (PSDB) | Candidato(a) a prefeito(a) de Caxambu-MG | Folha. 30. November 2024, abgerufen am 23. November 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>Luiz Henrique é eleito prefeito de Caxambu (MG). 7. Oktober 2024, abgerufen am 23. November 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Söhne und Töchter der Stadt
- José Linhares (1886–1957), Präsident Brasiliens von 1945 bis 1946
- Ivon Curi (1928–1995), Sänger, Komponist und Schauspieler
Bildergalerie
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Igreja Nossa Senhora dos Remédios em Caxambu
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Staatspark von Caxambu
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Park
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Veranstaltung
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Kutsche
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Mineralbad im Wasserpark
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Escola Municipal Padre Correia de Almeida
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Der berühmte Brunnen D. Pedro im Wasserpark, dessen Architektur verschiedene Stile vereint, insbesondere den neoklassizistischen, beherbergt in seinem Inneren eine Säule mit einer riesigen Nachbildung der Krone von D. Pedro II.
Siehe auch
- Liste der Municípios in Minas Gerais
- Liste der Municípios in Minas Gerais nach Einwohnerzahl
- Liste der Municípios in Minas Gerais nach Fläche
Weblinks
- Website der Stadtpräfektur, Prefeitura Municipal (brasilianisches Portugiesisch)
- Website des Stadtrats, Câmara Municipal (brasilianisches Portugiesisch)
Einzelnachweise
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