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Cer(IV)-sulfat

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Strukturformel
Cerion<math>\mathrm{ \ \Biggl[}</math>Sulfation<math>\mathrm{ \ \!\ \Biggr]_2}</math>
Allgemeines
Name Cer(IV)-sulfat
Andere Namen

Cerdisulfat

Summenformel Ce(SO4)2
Kurzbeschreibung

orangefarbener Feststoff (Tetrahydrat)<ref name="Merck"/>

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer
PubChem 159684
Wikidata [[:d:Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)|Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)]]
Eigenschaften
Molare Masse 332,23 g·mol−1 (wasserfrei)
Aggregatzustand

fest<ref name="Merck"/>

Dichte

5,02 g·cm−3 (20 °C)<ref name="Merck">Datenblatt Vorlage:Linktext-Check bei MerckVorlage:Abrufdatum</ref>

Schmelzpunkt

180–200 °C (Abgabe von Kristallwasser)<ref name="Merck"/>

Löslichkeit

mäßig in Wasser (38 g·l−1 bei 50 °C)<ref name="Merck"/>

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung<ref name="GESTIS">Eintrag zu Vorlage:Linktext-Check in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFAVorlage:Abrufdatum (JavaScript erforderlich)</ref>
Gefahrensymbol Gefahrensymbol

Gefahr

H- und P-Sätze H: 314​‐​410
P: 260​‐​273​‐​280​‐​301+330+331​‐​303+361+353​‐​305+351+338<ref name="GESTIS" />
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa).

Cer(IV)-sulfat oder Cerdisulfat ist ein Salz des Seltenerd-Metalls Cer mit Schwefelsäure.

Darstellung

Die Darstellung erfolgt durch die Umsetzung von Cerdioxid mit konz. Schwefelsäure unter Erhitzen:

<math>\mathrm{CeO_2 + 2 \ H_2SO_4 \longrightarrow Ce(SO_4)_2 + 2 \ H_2O}</math>

Eigenschaften

Datei:Cer(IV)-sulfat-2.JPG
Cer(IV)-sulfat-Tetrahydrat

Wie alle Cer(IV)-Salze ist Cer(IV)-sulfat insbesondere unter sauren Bedingungen ein starkes Oxidationsmittel. Aus verdünnter Salzsäure setzt Cer(IV)-sulfat unter diesen Bedingungen elementares Chlor frei; wenn auch die Reaktionsgeschwindigkeit niedrig ist. Mit starken Reduktionsmitteln reagiert es aber sehr viel schneller.

Cer-Verbindungen treten in den Oxidationsstufen +3 und +4 auf. Dieser Monovalenz folgend reagiert Cer(IV)-sulfat bei der Umsetzung mit Reduktionsmitteln unter Bildung von Ce(III):

<math>\mathrm{Ce^{4+} + e^- \longrightarrow Ce^{3+}}</math>

Verwendung

Auf Grund seiner oxidativen Eigenschaft in Kombination mit der Monovalenz und der dadurch bedingten Eindeutigkeit der Reaktion findet Cer(IV)-sulfat Verwendung in der Redoxtitrimetrie (Cerimetrie), z. B. zur Gehaltsbestimmung von Paracetamol nach dem Europäischen Arzneibuch. Für derartige Anwendungen sind Maßlösungen im Handel erhältlich.
Ferner wird es in der organischen Synthese, beispielsweise der Oxidation von 1,2-Glycolen oder der Chinonsynthese, eingesetzt.

Einzelnachweise

<references />