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Cerstin Richter-Kotowski

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Datei:2025-12-18 Sitzung des Abgeordnetenhauses von Berlin by Sandro Halank–016.jpg
Cerstin Richter-Kotowski, 2025
Datei:Cerstin Richter-Kotowski.JPG
Cerstin Richter-Kotowski, 2016

Cerstin-Ullrike Richter-Kotowski (* 14. April 1962 in West-Berlin) ist eine deutsche Politikerin (CDU). Sie ist seit Juni 2025 Staatssekretärin für Kultur der Berliner Senatsverwaltung für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt. Von Dezember 2021 bis Juni 2025 war sie stellvertretende Bezirksbürgermeisterin und Bezirksstadträtin für Bildung, Kultur und Sport des Berliner Bezirks Steglitz-Zehlendorf. Zuvor war sie von 1992 bis 2001, von 2005 bis 2006 und 2011 Mitglied des Abgeordnetenhauses von Berlin sowie von 2016 bis 2021 Bezirksbürgermeisterin von Steglitz-Zehlendorf.

Biografie

Cerstin Richter-Kotowski wurde in Berlin-Zehlendorf geboren. Nach dem Abitur 1981 am Droste-Hülshoff-Gymnasium in Zehlendorf<ref name=":0">„Mein Appell wurde nicht ernst genommen“. Abgerufen am 13. November 2020.</ref> studierte sie von 1981 bis 1988 an der Freien Universität Berlin Rechtswissenschaft und legte 1988 das erste und 1991 das zweite juristische Staatsexamen ab. 1991 trat sie in den Öffentlichen Dienst des Landes Berlin ein und war zuletzt Magistratsrätin im Bezirksamt Neukölln. Seit 2006 war sie Bezirksstadträtin für Bildung, Kultur und Bürgerdienste im Bezirk Steglitz-Zehlendorf. Nach der Bezirksverordnetenwahl 2011 wurde sie erneut als Stadträtin gewählt und erhielt zusätzlich das Sport- und Schulamt in ihren Verantwortungsbereich hinzu.<ref name=":1" />

Richter-Kotowski ist verheiratet und hat einen Sohn.<ref name=":0" /> Sie war die Schwiegertochter des Hochschullehrers und CDU-Politikers Georg Kotowski (1920–1999).<ref>Annika Middeldorf: Nächster Halt: Freie Universität. In: Der Tagesspiegel. 8. Dezember 2015, abgerufen am 13. November 2020.</ref>

Politik

Richter-Kotowski trat 1978 in die Junge Union und 1979 in die CDU wie auch die Frauenunion ein.<ref name=":1" /> Von 1985 bis 1992 war sie Bezirksverordnete im Bezirk Steglitz und von 1988 bis 1991 Mitglied des Bundesvorstandes der Jungen Union.<ref name=":1" /> Sie gehörte von 1992 bis 2001, 2005 bis 2006 und 2011 dem Abgeordnetenhaus von Berlin an.<ref name=":1" />

Im Oktober 2006 wurde sie erneut gewählt, schied aber schon nach einem Monat am 17. November wieder aus, weil sie in Steglitz-Zehlendorf Bezirksstadträtin geworden war. Außerdem ist sie seit 2009 Vorsitzende des CDU-Ortsverbandes Steglitz-Zentrum.<ref>Berlin Steglitz-Zehlendorf: CDU Ortsverband Steglitz-Zentrum - Cerstin Richter-Kotowski | Vorsitzende und Bezirksbürgermeisterin von Steglitz-Zehlendorf. Abgerufen am 13. November 2020.</ref> Bei der Abgeordnetenhauswahl 2011 gewann sie das Direktmandat für den Wahlkreis Steglitz-Zehlendorf 1, gab es aber im November 2011 zu Gunsten ihrer erneuten Wahl zur Bezirksstadträtin in Steglitz-Zehlendorf auf. Ins Abgeordnetenhaus von Berlin ist für Cerstin Richter-Kotowski von der Bezirksliste Steglitz-Zehlendorf Stefan Schlede nachgerückt.

Am 9. November 2016 wurde Richter-Kotowski als Nachfolgerin von Norbert Kopp im ersten Wahlgang von der Bezirksverordnetenversammlung zur Bezirksbürgermeisterin von Steglitz-Zehlendorf gewählt und ist damit zugleich Leiterin der Abteilung Finanzen, Personal, Stadtentwicklung und Wirtschaftsförderung des Bezirksamts Steglitz-Zehlendorf geworden.<ref>Hasan Gökkaya: BVV wählt neue Rathauschefin. In: Der Tagesspiegel, 9. November 2016, abgerufen am 13. November 2020.</ref><ref name=":1" /><ref>Veröffentlicht von eb | Nov 10, 2016 | 0: Steglitz-Zehlendorf hat eine neue Bürgermeisterin und eine Stadtratstelle blieb unbesetzt | StadtrandNachrichten. Abgerufen am 13. November 2020 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Zudem ist sie seit 2015 stellvertretende Landesvorsitzende der Berliner CDU.<ref>CDU Landesverband Berlin - Landesvorstand -. Abgerufen am 13. November 2020.</ref><ref name=":1" /> Bis dahin war sie seit 2013 Mitglied des Landesvorstandes der CDU Berlin gewesen.<ref name=":1" />

Durch die Gründung einer Zählgemeinschaft aus Grünen, SPD und FDP im Jahr 2021 wurde sie als Bürgermeisterin nicht wiedergewählt. Sie wurde im Dezember 2021 zur stellvertretenden Bezirksbürgermeisterin und Bezirksstadträtin für Bildung, Kultur und Sport gewählt.<ref>Die Bezirksverordnetenversammlung (BVV) hat gewählt: Steglitz-Zehlendorf bekommt ein neues Bezirksamt! 8. Dezember 2021, abgerufen am 9. Dezember 2021.</ref>

Am 11. Juni 2025 wurde Richter-Kotowski zur Staatssekretärin für Kultur der Senatsverwaltung für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt ernannt.<ref>Katrin Lange: Berlin: Cerstin Richter-Kotowski wird neue Staatssekretärin für Kultur. In: morgenpost.de. 20. Mai 2025, abgerufen am 10. Juni 2025.</ref><ref>Boris Buchholz: „Genau die richtige Person“: Cerstin Richter-Kotowski ist neue Staatssekretärin für Kultur. In: tagesspiegel.de. 12. Juni 2025, abgerufen am 12. Juni 2025.</ref>

Mitgliedschaften

Cerstin Richter-Kotowski ist Mitglied unter anderen folgender Organisationen (Stand 2020):<ref name=":1">Biographie. 18. Juni 2018, abgerufen am 13. November 2020.</ref>

Literatur

  • Werner Breunig, Andreas Herbst (Hrsg.): Biografisches Handbuch der Berliner Abgeordneten 1963–1995 und Stadtverordneten 1990/1991 (= Schriftenreihe des Landesarchivs Berlin. Band 19). Landesarchiv Berlin, Berlin 2016, ISBN 978-3-9803303-5-0, S. 308.

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

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Herbert Weber (2001–2006) | Norbert Kopp (2006–2016) | Cerstin Richter-Kotowski (2016–2021) | Maren Schellenberg (seit 2021)

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