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Chara lingua da la mamma

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Datei:Chara lingua da la mamma.JPG
Gedenkinschrift an der Fassade des Ardezer Hauses eines befreundeten Lehrers, wo Robert Cantieni das Lied komponierte
Datei:Robert Cantieni.jpg
Robert Cantieni, der Komponist des Liedes
Datei:Gudench Barblan.jpg
Gudench Barblan, der Dichter der Hymne

Chara lingua da la mamma (rätoromanisch im Idiom Vallader für «Liebe(nswerte) Sprache der Mutter») ist die inoffizielle Hymne der Engadiner und Münstertaler Rätoromanen. Sie besingt das Ladin als die von der Wiege an vertraute Sprache und als identitätsstiftendes Gut. Das Lied ist auch unter dem offiziellen Titel Lingua materna („Muttersprache“) bekannt.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Musicanet, mit Hörbeispiel (Memento des Vorlage:IconExternal vom 4. März 2016 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.musicanet.org</ref>

Entstehung

Den Text dichtete Gudench Barblan (1860–1916).<ref>Lucia Walther: Gudench Barblan. In: Historisches Lexikon der Schweiz. 15. März 2017, abgerufen am 7. Juni 2019.</ref> Er wirkte als Lehrer in mehreren Unterengadiner Dörfern und später am Plantahof im Churer Rheintal. Später wurde er als Sammler der Übernamen der Engadiner Dörfer bekannt. Die Melodie stammt von Robert Cantieni (1873–1954), der sie 1913 im Haus eines befreundeten Lehrers im Unterengadiner Dorf Ardez komponierte.

Text

<poem><ref>Poesias ladinas da Gaud. Barblan. Samaden, 1908, S. 1 f. (Google-US)</ref>

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<poem>


Liebste Muttersprache, du klangvolles Rumantsch Ladin, du sanfte, weiche Sprache, o wie endlos liebe ich dich!

Zu deinen Klängen, noch in der Wiege, hat mich Mutter geliebkost und Lieder des Engadins mir ins Ohr gesungen.

Hast mir gezeigt in der Kindheit jedes Ding zu benennen, Furcht und Hoffnung auszudrücken, Klage und Glück.

Hast mir gezeigt mit Freude meine Heimat zu lieben, ihre Helden, ihre Schönheit in Liedern zu besingen.

Als in froher Jugend mit den Freunden mich vereint Hat erst das ladinische Lied uns den wahren Humor gegeben.

Die süsse Sehnsucht der Liebe hast du ausgedrückt und geleitet, hast die heilige Flamme genährt, die mich so glückselig machte.

Wie der Gesang der Nachtigall scheinst du zu klingen, wenn, in der Muttersprache, ich meine Kinder sprechen höre.

Tausende Erinnerungen weckt dein harmonischer Klang in mir, weckt immer alte Hoffnungen, die mir einst mein Herz zeigte.

Liebste Muttersprache, du klangvolles Rumantsch Ladin, du sanfte, weiche Sprache, o wie endlos liebe ich dich! </poem>

Weblinks

<templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Text mit Aussprachehinweisen und deutscher Übersetzung (Word-Dokument; 33 kB) (Memento vom 4. Februar 2016 im Internet Archive)

Einzelnachweise

<references/>