Chiasma-Syndrom
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Das Chiasma-Syndrom ({{#invoke:Vorlage:lang|full|CODE=en|SCRIPTING=Latn|SERVICE=englisch}}, auch bitemporale Hemianopsie) tritt bei einer Schädigung des Chiasma opticum (Überkreuzung der Sehnervenstränge im Bereich der Hypophyse<ref>M. Schünke, E. Schulte, U. Schumacher, M. Voll, K. Wesker: 4.12 Nervus olfactorius (I) und Nervus opticus (II). In: M. Schünke, E. Schulte, U. Schumacher, M. Voll, K. Wesker (Hrsg.): Prometheus LernAtlas - Kopf, Hals und Neuroanatomie. 5. Auflage. Thieme, Stuttgart 2018. doi:10.1055/b-006-149644</ref>) auf.<ref>R. Trevino: Chiasmal syndrome. In: J Am Optom Assoc. Band 66, Nr. 9, Sep 1995, S. 559–575. PMID 7490416.</ref>
Im Chiasma opticum kreuzen jeweils die Fasern der nasalen Netzhaut, welche das jeweils temporale (äußere) Gesichtsfeld repräsentieren. Wenn also nur die kreuzenden Fasern geschädigt werden und der Rest intakt bleibt, dann hat der Patient ausschließlich Ausfälle im jeweils temporalen Gesichtsfeld (bitemporale Hemianopsie), sieht den Rest aber einwandfrei.<ref>U. Eysel: Auge und optische Abbildung auf der Netzhaut. In: H. Pape, A. Kurtz, S. Silbernagl (Hrsg.): Physiologie. 9., vollständig überarbeitete Auflage. Thieme, Stuttgart 2019.</ref> Er sieht also die Mitte seines Gesichtsfeldes, aber nicht die Seiten (wie ein Tunnelblick).
Eine solche Schädigung kann zum Beispiel durch Verletzungen<ref>S. Mohindra, M. Sharma, S. Mohindra: Traumatic chiasmal syndrome. In: Br J Neurosurg. Band 26, Nr. 6, Dez 2012, S. 872–874. doi:10.3109/02688697.2012.674576. Epub 2012 Apr 23. PMID 22524411.</ref>, Hypophysentumoren, Chiasmatumoren, Meningiome in diesem Bereich und andere Hirntumoren zu Stande kommen.
Einzelnachweise
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