Chilenische Steineibe
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| Chilenische Steineibe | ||||||||||||
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| Datei:Podocarpus nubigena-flores.JPG
Zweige mit Blättern und männlichen Zapfen von Podocarpus nubigenus | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Podocarpus nubigenus | ||||||||||||
| Lindl. |
Die Chilenische Steineibe (Podocarpus nubigenus), auch Küsten-Steineibe genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung Steineiben (Podocarpus) in der Familie der Steineibengewächse (Podocarpaceae).
Beschreibung
Vegetative Merkmale
Die Chilenische Steineibe ist ein immergrüner, langsam wachsender Strauch oder Baum, der Wuchshöhen von bis zu 25 Metern oder mehr und Brusthöhendurchmesser (DBH) von bis zu 2 Metern erreicht.<ref name="Farjon2017" /> Der aufrechte Stamm ist gerade, zylindrisch und kann bis zu einer Höhe von 15 Metern astfrei sein.<ref name="TemperatePlantsDb" /> Die zimtfarbene oder purpurfarben-braune Borke ist an jungen Exemplaren glatt; sie wird später grau.<ref name="Farjon2017" /> An jungen Exemplaren sind die Zweige aufsteigend und bilden eine pyramidale Baumkrone. An alten Exemplaren bilden die relativ wenigen Äste eine offenere und unregelmäßige Baumkrone. Die beblätterten Zweige sind kräftig bis schlank und bleistiftförmig.<ref name="Farjon2017" /><ref name="Gut2008" />
Die Endknospen sind mit einer Länge von etwa 6 Millimetern relativ klein. Die aufrechten oder etwas ausgebreiteten, freien Knospenschuppen sind lanzettlich mit spitzen oberen Enden.<ref name="Farjon2017" />
Die wechselständig und spiralig an kräftigen Zweigen ausgewachsener Exemplare angeordneten, steif ledrigen Laubblätter sind bei einer Länge von 1,5 bis 3 Zentimetern sowie einer Breite von 2 bis 4 Millimetern linealisch-lanzettlich, gerade oder wenig sichelförmig gebogen und verschmälern sich zu einem scharf zugespitzten oberen Ende.<ref name="Farjon2017" /><ref name="Gut2008" />
Generative Merkmale
Die Chilenische Steineibe ist zweihäusig getrenntgeschlechtig (diözisch). Die Blütezeit reicht in Patagonien von Dezember bis Januar.<ref name="Gut2008" />
Die männlichen Zapfen stehen zu zweit bis viert je Blatt im oberen Bereich der beblätterten Zweige. Die männlichen Zapfen sind cremefarben und bei einer Länge von 10 bis 20, selten bis 25 Millimetern sowie einem Durchmesser von 2,5 bis 3,5 Millimetern zylindrisch. Die Mikrosporophylle sind deltoid mit zwei kugeligen Pollensäcken.<ref name="Farjon2017" />
Die weiblichen Zapfen stehen seitenständig auf relativ kurzen Stielen.<ref name="Farjon2017" /> Das Podocarpium verdickt sich auf eine Länge von 7 bis 8 Millimetern sowie einen Durchmesser von 6 bis 8 Millimetern und ist rot und färbt sich zur Reifezeit dunkel-purpurfarben. Der Samen ist zusammen mit dem dunkel-purpurfarbengrünen und bei Reife purpurfarbenen Epimatium bei einer Länge von 8 bis 9 Millimetern sowie einem Durchmesser von 6 bis 7 Millimetern eiförmig.<ref name="Farjon2017" /> Die Samen reifen in Patagonien von Mai bis August.<ref name="Gut2008" />
Vorkommen und Gefährdung
Podocarpus nubigenus kommt in den südlichen chilenischen Regionen im nördlichen Magallanes, Aisén del General Carlos Ibañez del Campo und Los Lagos (= Region IX bis XII)<ref name="ChilefloraCom" /> bis Patagonien vor sowie auch in angrenzenden Gebieten in den argentinischen Provinzen Chubut, Neuquén, Río Negro.<ref name="GRIN" /><ref name="GymnospermDb" /><ref name="Gut2008" />
Podocarpus nubigenus gedeiht in sehr feuchten, wolkenverhangenen Gebieten. Sie gedeiht in gemischten gemäßigten Regenwäldern.<ref name="Farjon2017" /> Ein Beispiel für ein Ökosystem, in dem sie vorkommt, ist der Valdivianischen Regenwald. Podocarpus nubigenus gedeiht in Höhenlagen von 430 ± 380 (0 bis 1000<ref name="Farjon2017" />) Metern. Im Verbreitungsgebiet herrschen Jahresdurchschnittstemperaturen von 8,5 °C, mit einem durchschnittlichen Minimum im kältesten Monat von 1,8 °C und einem Jahresdurchschnittsniederschlag von 2160 Millimetern.<ref name="GymnospermDb" />
In der Roten Liste gefährdeter Arten der IUCN wurde Podocarpus nubigenus 2011 als „Near Threatened“ = „potenziell gefährdet“ bewertet.<ref name="IUCN" />
Systematik
Die Erstbeschreibung von Podocarpus nubigenus erfolgte 1851 durch John Lindley in Journal of the Horticultural Society London, Band 6, Seite 264.<ref name="Tropicos" /> Das Artepitheton nubigenus bedeutet „aus den Wolken stammend“ und bezieht sich auf den Standort.<ref name="Farjon2017" /> Synonyme für Podocarpus nubigenus <templatestyles src="Person/styles.css" />Lindl. sind: Nageia nubigena <templatestyles src="Person/styles.css" />(Lindl.) F.Muell., Podocarpus nubicola <templatestyles src="Person/styles.css" />Makoy ex Henk & Hochst., Podocarpus nubigena <templatestyles src="Person/styles.css" />Lindl. und Saxegothaea gracilis <templatestyles src="Person/styles.css" />Gordon & Glend.<ref name="GRIN" /><ref name="GymnospermDb" /><ref name="Tropicos" />
Verwendung
Das Holz ist von guter Qualität. Das Kernholz ist meist hell-gelb bis gelblich-braun.<ref name="TemperatePlantsDb" /> Das rötliche Holz besitzt gerade Fasern.<ref name="PFAF" /> Das Holz ist sehr wasserbeständig. Es wird beim Hausbau und für Wandverkleidungen verwendet.<ref name="PFAF" /> Die Verwendung dieses schön gefärbten Holzes reicht auch von Möbeln bis zu Sportgeräten.<ref name="TemperatePlantsDb" /><ref name="Gut2008" />
Das Podocarpium und Epimatium (oft als „Frucht“ bezeichnet) sind essbar.<ref name="PFAF" /><ref name="TemperatePlantsDb" />
Podocarpus nubigenus wird als Zierpflanze verwendet.<ref name="GRIN" /><ref name="TemperatePlantsDb" /> Sie gedeiht am besten mit etwas Beschattung durch höhere Bäume. Sie kann als niedrigste Temperaturen etwa −8° und einige Wochen unter Schnee aushalten, dies entspricht der USDA-Klimazone 8.<ref name="ChilefloraCom" />
Trivialnamen in anderen Sprachen
Trivialnamen in spanischer Sprache sind: Huililahuani, Mañio, Mañio Hembra, Mañio Macho, Mañiu de la Costa, Mañío de Hojas Punzantes, Pino Amarillo.<ref name="IUCN" />
Quellen
- Christopher J. Earle: Podocarpus nubigenus. In: The Gymnosperm Database. 28. Februar 2019, abgerufen am 23. Mai 2019 (englisch).
- <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Podocarpus nubigenus bei Enciclopedia de la Flora Chilena ( vom 7. Juli 2013 im Internet Archive)
Literatur
- Aljos Farjon: A Handbook of the World's Conifers. Revised and Updated Edition Auflage. Band 2. BRILL, 2017, ISBN 978-90-04-32451-0, S. 900–901 (Podocarpus nubigenus auf S. 900–901 in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).
- Bernardo Gut: Trees in Patagonia. Springer Science & Business Media, 2008, ISBN 978-3-7643-8838-6, S. 96 (Podocarpus nubigenus auf S. 96 in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).
Einzelnachweise
<references> <ref name="GRIN"> Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GRIN“ ist nicht vorhanden. im Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland. Abgerufen am Vorlage:FormatDateSimple. </ref> <ref name="Tropicos"> Podocarpus nubigenus bei Tropicos.org. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum </ref> <ref name="PFAF"> Podocarpus nubigenus bei Plants For A Future, abgerufen am Vorlage:FormatDateSimple. </ref> <ref name="IUCN"> [[[:Vorlage:IUCN/Weblink]] Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:IUCN“ ist nicht vorhanden.] in der Roten Liste gefährdeter Arten der IUCN 2019.1. Eingestellt von: M. Gardner, 2011. Abgerufen am Vorlage:FormatDateSimple. </ref> <ref name="GymnospermDb"> Christopher J. Earle: Podocarpus nubigenus. In: The Gymnosperm Database. 28. Februar 2019, abgerufen am 23. Mai 2019 (englisch). </ref> <ref name="ChilefloraCom"> Datenblatt bei chileflora.com. </ref> <ref name="TemperatePlantsDb"> Datenblatt bei Temperate Plants Database, Ken Fern – temperate.theferns.info. </ref> <ref name="Gut2008"> Bernardo Gut: Trees in Patagonia. Springer Science & Business Media, 2008, ISBN 978-3-7643-8838-6, S. 96 (Podocarpus nubigenus auf S. 96 in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.). </ref> <ref name="Farjon2017"> Aljos Farjon: A Handbook of the World's Conifers. Revised and Updated Edition Auflage. Band 2. BRILL, 2017, ISBN 978-90-04-32451-0, S. 900–901 (Podocarpus nubigenus auf S. 900–901 in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.). </ref> </references>
Weblinks
- Vascular Plants of the Americas: Podocarpus nubigenus bei Tropicos.org. In: Vascular Plants of the Americas. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum
- Simon Haberle, Keith Bennett, 1999: Late Quaternary Environmental Dynamics of Southwestern Chile. online.