Chlodwig I.
Chlodwig I. (auch Chlodowech, nach {{#invoke:Vorlage:lang|full|CODE=la |SCRIPTING=Latn |SERVICE=lateinisch}}, romanisiert aus altfränkisch *Hlūdawīg oder *Hlōdowig, {{#invoke:Vorlage:lang|full|CODE=fr|SCRIPTING=Latn|SERVICE=französisch}} und {{#invoke:Vorlage:lang|full|CODE=en|SCRIPTING=Latn|SERVICE=englisch}}; * 466; † 27. November 511 in Paris) war ein fränkischer König bzw. rex aus der Dynastie der Merowinger.
Er unterwarf alle anderen fränkischen reges sowie weitere germanische Gruppen gewaltsam und bezwang 486/487 den letzten römischen Herrscher in Gallien, Syagrius, in der Schlacht von Soissons. Daher wird er als Begründer des Frankenreichs angesehen, zu dessen Hauptstadt er Paris machte. Seinen Übertritt zum Christentum vollzog er wohl nach seinem Sieg über die Alamannen in der Schlacht von Zülpich. Dieser Schritt war eine wichtige Weichenstellung für den weiteren Verlauf der mittelalterlichen Geschichte.
Chlodwig war ein Herrscher in einer Umbruchszeit zwischen Antike und Mittelalter, dem es gelang, von einem „Warlord“<ref>So die Charakterisierung durch Bernhard Jussen: Chlodwig und die Eigentümlichkeiten Galliens. Ein Warlord im rechten Augenblick. In: Mischa Meier (Hrsg.): Sie schufen Europa. Historische Portraits von Konstantin bis Karl dem Großen. C. H. Beck, München 2007, ISBN 978-3-406-55500-8, S. 141–155.</ref> bzw. Heerkönig, der fränkische Söldner (foederati) kommandierte, zu einem faktisch unabhängigen Herrscher aufzusteigen. Chlodwig knüpfte einerseits an spätantike römische Traditionen an, in die er sich selbst einordnete, andererseits leitete er Entwicklungen ein, die zur Herausbildung der frühmittelalterlichen Verhältnisse beitrugen.
Leben
Aufstieg
Chlodwig war ein Sohn des fränkischen rex Childerich I. und dessen thüringischer Gemahlin Basena (Basina). Childerich hatte fränkische foederati befehligt und zumindest zeitweise in römischen Diensten gestanden.<ref>Matthias Becher: Chlodwig I. Der Aufstieg der Merowinger und das Ende der antiken Welt. München 2011, S. 123–138.</ref> Oft wird angenommen, dass er wenigstens bedingt mit den römischen Militärbefehlshabern Aegidius und Paulus im nördlichen Gallien kooperiert hatte. Die Details sind allerdings unklar und umstritten, zumal in den wenigen Quellen zugleich ein Rivalitätsverhältnis zwischen Childerich und Aegidius – der sich 461 mit dem weströmischen Kaiser überworfen hatte – erkennbar ist. Childerich scheint jedenfalls eine nicht unbedeutende Machtposition in Nordgallien errichtet zu haben, die die Grundlage für seinen Sohn Chlodwig darstellte.
Chlodwig folgte seinem Vater wahrscheinlich 481/82 als „Kleinkönig“ des Kriegerverbandes der Salfranken nach. Damals gab es noch andere fränkische regna (Herrschaftsgebiete) in diesem Raum, etwa in Cambrai und bei Köln. Chlodwig kontrollierte zu dieser Zeit ungefähr den Raum der (ehemaligen) weströmischen Provinz Belgica secunda in den heutigen südlichen Niederlanden und dem nördlichen Belgien (Toxandrien um die Provinzhauptstadt Tournai). Wie sein Vater war er offiziell nur der „Verwalter“ (administrator) der Provinz; als Heerführer bzw. „König“ (rex) hingegen dürfte er zunächst vor allem gegenüber seinen Soldaten aufgetreten sein. In der neueren Forschung wird Chlodwig ähnlich wie andere zeitgenössische Militärführer immer öfter als ein „warlord“ gesehen, also als ein Heerführer, der angesichts des faktischen Zusammenbruchs Westroms und nach dem Erlöschen der kaiserlichen Autorität in Gallien eine eigene Herrschaft etabliert hatte, die sich zunächst noch in den formal weiterhin bestehenden politischen Rahmen des Imperium Romanum einordnete. Als nahezu sicher gilt dabei heute, dass sein Geschlecht, die Merowinger, keineswegs eine alte Herrscherdynastie war; ihre herausragende Stellung erlangte die Familie höchstwahrscheinlich erst um die Mitte des 5. Jahrhunderts.
Um 486 besiegte Chlodwig bei Soissons trotz fehlender Unterstützung seines Vetters Chararich, dafür aber mit Hilfe seines Verwandten Ragnachar den Syagrius, den Sohn des Aegidius und letzten gallo-römischen Heerführer in Gallien. Dieser Sieg erweiterte seinen Machtbereich um den größten Teil des Gebietes nördlich der Loire, doch sind Einzelheiten nicht überliefert; es wird vermutet, dass die reges bzw. warlords Syagrius und Chlodwig vor allem um die Kontrolle der letzten weströmischen Heeresgruppe in Nordgallien rivalisiert hätten, doch lässt sich dies nicht beweisen. Chlodwig konnte jedenfalls die von seinem Vater übernommene Machtstellung im nördlichen Gallien erheblich ausbauen. Syagrius, der zunächst ins Westgotenreich geflüchtet war, wurde zu einem nicht genauer datierbaren Zeitpunkt an Chlodwig ausgeliefert und hingerichtet. Zu beachten ist dabei, dass Chlodwig keineswegs nur fränkische Kämpfer befehligte, sondern auch Soldaten anderer Herkunft, darunter nach Auskunft des Geschichtsschreibers Prokopios von Caesarea eben auch große Teile der einstigen römischen Grenzarmee Nordgalliens (Historien 5,12,12–19).
Viel Beachtung findet in der Forschung<ref>Eine knappe Forschungsübersicht bietet Werner Hechberger: Adel im fränkisch-deutschen Mittelalter, Ostfildern 2005, S. 115f. Siehe auch Heike Grahn-Hoek: Die fränkische Oberschicht im 6. Jahrhundert, Sigmaringen 1976, S. 141f.</ref> der ein Jahrhundert später verfasste Bericht des Geschichtsschreibers Gregor von Tours, die wichtigste erzählende Quelle zu Chlodwigs Regierungszeit, über die Beuteverteilung nach dem Sieg bei Soissons. Demnach hatten Chlodwigs Männer bei der Plünderung einer Kirche einen großen und kostbaren Krug erbeutet (Krug von Soissons). Der Bischof, dessen Kirche der Krug gehörte, bat Chlodwig um Rückgabe. Der König stimmte grundsätzlich zu, wies aber darauf hin, dass er dies nicht eigenmächtig entscheiden könne, da die Beute öffentlich durch das Los verteilt werden musste. Bei der Heeresversammlung bat er die versammelten Krieger, ihm den Krug zu überlassen, scheiterte aber am Widerstand eines einzigen einfachen Kriegers, der auf Verlosung bestand und den Krug demonstrativ zerschlug. Chlodwig musste dies, so Gregor, hinnehmen. Erst im folgenden Jahr rächte er sich, wiederum auf einer Heeresversammlung, indem er den Mann unter dem Vorwand, er habe seine Ausrüstung vernachlässigt, vor dem versammelten Heer erschlug. Der Vorfall zeigt nach Ansicht der älteren Forschung, dass sich damals noch jeder waffenfähige freie Franke dem König öffentlich mit Erfolg widersetzen konnte, indem er sich auf geltendes Recht berief (Widerstandsrecht). Andere Historiker sind hingegen skeptisch, was die Zuverlässigkeit von Gregors Bericht betrifft, und geben überdies zu bedenken, dass Chlodwigs Armee damals derart heterogen und romanisiert war, dass man nicht ohne weiteres annehmen kann, dass in ihr fränkisch-germanische Traditionen dominierten.
Zwischen 492 und 494 heiratete Chlodwig die burgundische Prinzessin Chrodechild.<ref>Der genaue Zeitpunkt ist unsicher, vgl. Sebastian Scholz: Die Merowinger. Stuttgart 2015, S. 40.</ref> Laut Gregor von Tours bemühte sie sich früh darum, ihren Mann zur katholischen römischen Reichskirche zu bekehren. Im engeren Umfeld Chlodwigs gab es Personen, die dem Arianismus anhingen;<ref>Vgl. Matthias Becher: Chlodwig I. München 2011, S. 191.</ref> für Chlodwig selbst galt dies aber anscheinend nicht, wenngleich er mit dem Gedanken gespielt haben mag. Sein Vater Childerich hing paganen Traditionen an, wie die Grabfunde belegen; das hinderte aber weder Childerich noch Chlodwig daran, gute Beziehungen zu katholischen Bischöfen zu pflegen.
In der Schlacht von Zülpich im Jahre 496 besiegte Chlodwig die Alamannen zum ersten Mal, 506 zum zweiten und entscheidenden Mal. Daneben vereinte er die Franken und Gallorömer schrittweise unter seiner Herrschaft. Er schaltete Sigibert von Köln, dessen Sohn Chloderich sowie seine Verwandten Chararich und Ragnachar aus und beseitigte sie. Die Chronologie dieser Vorgänge ist unsicher.
Christianisierung
Nach dem Sieg in der Schlacht von Zülpich konvertierte Chlodwig zum römisch(-katholisch)en Christentum. Zu Weihnachten wurde er von Bischof Remigius in Reims getauft. Das Jahr der Taufe ist bis heute in der Forschung umstritten, da die Quellenaussagen nicht genau sind; am wahrscheinlichsten sind die Jahre 497, 498 oder 499, aber auch 507 wurde in Betracht gezogen.
Die Taufe wird in drei Quellen erwähnt: in einem Glückwunschschreiben des Bischofs Avitus von Vienne, in einem Brief des Bischofs Remigius von Reims und in dem (allerdings erst Ende des 6. Jahrhunderts entstandenen) Geschichtswerk des Gregor von Tours. In den Quellen werden zwei Motive für den Übertritt Chlodwigs zum Christentum genannt. Das eine war der christliche Königsgedanke. Die germanischen Könige waren in ihrem Amt auch durch ihre vermeintliche Abstammung von den heidnischen Göttern legitimiert. Diese Abstammungslegitimation und damit die Verbindung zu seinen heidnischen Vorfahren musste Chlodwig aufgeben, als er Christ wurde. Stattdessen wurde dem König verheißen, er werde einst im Himmel mit seinen Nachkommen herrschen. Dadurch wurde ein christliches Königtum begründet, das auch die Pflicht des Königs zur Mission einschloss. Das zweite Motiv war dasjenige des stärkeren Gottes (Sieghelfermotiv). Das Bekenntnis zum Christentum sollte dem König den Beistand Gottes in der Schlacht sichern. In diesem Sinne berichtet Gregor von Tours, dass Chlodwig sich für das Christentum entschied, nachdem der christliche Gott ihm in der Schlacht von Zülpich die erbetene Hilfe gewährt hatte, während er von seinen bisherigen Göttern solchen Beistand vergeblich erhoffte. Eine Rolle spielte wohl auch der Einfluss seiner Frau Chrodechild. Gregor von Tours überträgt hier das Motiv des göttlichen Zeichens in einer Schlacht von Konstantin dem Großen auf Chlodwig (siehe in hoc signo vinces). Hinzu tritt noch eine „Saulus-Paulus-Wende“ des Verfolgers zum Bekehrten („verehre, was du verfolgtest“). Bernhard Jussen hält die Episode für eine literarische Konstruktion, die sich bis heute in den historischen Handbüchern erhalten habe.<ref name=":0">{{#invoke:Vorlage:Literatur|f}}</ref>
Chlodwig verlangte vom Bischof von Rom angeblich einen Preis für seine Bekehrung. Es soll vertraglich festgelegt worden sein, dass die Besetzung aller geistlichen Ämter von einer fränkischen Synode unter dem Vorsitz des Königs bestimmt werden sollte und die Geistlichen dem König steuerpflichtig waren. Dabei handelte es sich um eine Kirchenordnung in der Art des germanischen Eigenkirchenwesens, also eine stark vom Willen des Königs abhängige Kirche mit einer gewissen Eigenständigkeit gegenüber Rom. Auf diese Tradition beriefen sich die französischen Könige im Spätmittelalter, wenn sie eine Sonderstellung für die katholische Kirche Frankreichs im Sinne des Gallikanismus forderten. Daher nehmen viele Gelehrte an, dass es sich bei der angeblichen Einigung zwischen Chlodwig und dem Papst um eine spätere Erfindung im Interesse des Gallikanismus handelt. Ebenso ist die bei Gregor von Tours beschriebene anti-arianische Haltung des Königs wohl übertrieben dargestellt. Es wird, wie erwähnt, sogar vermutet, dass es bei Chlodwig zunächst eine vielleicht politisch motivierte arianische Phase gegeben habe, welche nach seiner „katholischen“ Taufe stillschweigend übergangen worden sei.<ref>Friedrich Prinz: Grundlagen deutscher Geschichte (4.–8. Jahrhundert). Gebhardt: Handbuch der Deutschen Geschichte. Band 1, zehnte Auflage, Stuttgart 2001, S. 296; Allain Dierkens: Die Taufe Chlodwigs. In: Die Franken – Wegbereiter Europas. Vor 1500 Jahren: König Chlodwig und seine Erben. Mainz 1996, S. 188. Einen knappen Überblick bezüglich der Forschung gibt Reinhold Kaiser: Das Römische Erbe und das Merowingerreich. München 2004, S. 89 f.</ref> Chlodwig kooperierte bereits vor seiner Taufe mit den römischen Bischöfen Galliens.
Auch innenpolitische Erwägungen sprachen für den Übertritt, da damit Spannungen zwischen der christlich-romanischen Mehrheitsbevölkerung und den bis dahin heidnischen Franken verringert wurden. Große Bedeutung hatte die Taufe Chlodwigs auch für die weitere Geschichte Europas, da das Fränkische Reich, aus dem Jahrhunderte später Frankreich und Deutschland hervorgingen, mit seinem Übertritt christianisiert wurde. Anders als in der römischen Antike, wo die Taufe die Zuwendung eines Einzelnen zum Christentum bedeutete, fanden im germanischen Bereich sowie später im Frühmittelalter Taufen oft im Stammesverband, also kollektiv statt. Nach dem Bericht Gregors von Tours befragte Chlodwig vor seiner Taufe die Großen und das Volk. Als diese zustimmten, ließ er sich mit angeblich 3000 Franken taufen. Allerdings wird sich der Christianisierungsprozess der Franken tatsächlich erst allmählich vollzogen haben. Zahlreiche heidnische Bräuche hielten sich noch längere Zeit; so berichtet etwa der zeitgenössische oströmische Geschichtsschreiber Prokopios (Historien 6,25) von heidnischen Menschenopfern der Franken bei einem Kriegszug nach Italien 539. Chlodwigs Vater Childerich war 481 oder 482 noch umgeben von 21 geopferten Pferden bestattet worden, wie bei Ausgrabungen in den 1980er Jahren festgestellt wurde.<ref>Joachim Werner: Childerichs Pferde. In: Heinrich Beck, Detlev Ellmers, Kurt Schier (Hrsg.): Germanische Religionsgeschichte. Berlin/New York 1992, S. 145 ff., hier S. 154.</ref> Dies wird als Beleg dafür interpretiert, dass Childerich noch nicht christianisiert war, worauf auch die anderen Grabbeigaben hindeuten.<ref>Vgl. Joachim Werner: Childerichs Pferde, S. 145 ff.</ref>
Folgenreich war auch Chlodwigs Entscheidung, das Christentum in der vom römischen Bischof vertretenen „katholischen“ Lehre anzunehmen: Anders als die Könige der allermeisten anderen germanischen Nachfolgereiche auf dem Boden des früheren Weströmischen Reiches, insbesondere der West- und Ostgoten, aber auch der Burgunder und Vandalen, die den christlichen Glauben in der Form des Arianismus angenommen hatten, bekannte sich Chlodwig zur Reichskirche des Römischen Reichs, das heißt zum athanasischen Glauben der römischen Kirche, die den Glauben der Arianer in den Jahren 325 und 381 verworfen hatte. Dies war von entscheidender Bedeutung, da im Merowingerreich fortan auch keine konfessionelle Barriere zwischen den neugetauften Franken und der gallorömischen Bevölkerungsmehrheit bestand, was mittelfristig eine Vermischung von Franken und Romanen ermöglichte. Allerdings war in der Glaubenspraxis der Unterschied nicht spürbar, während der christologische Unterschied wohl nur Theologen wichtig war.<ref name=":0" /> Und als 519 das erste Schisma zwischen Konstantinopel und Rom beigelegt wurde, befanden sich Chlodwigs Erben zudem in Kommunion mit dem oströmischen Kaiser, was erhebliche außenpolitische Vorteile mit sich brachte. Kirchengeschichtlich war dies, rückblickend betrachtet, der Anfang vom Ende des Arianismus im Westen. Die arianischen Westgotenkönige konvertierten gegen Ende des 6. Jahrhunderts zum römischen Christentum, nachdem die Reiche der arianischen Vandalen und Ostgoten um die Mitte des Jahrhunderts im Kampf gegen den oströmischen Kaiser Justinian untergegangen waren und die Franken das Burgunderreich erobert hatten.
Spätzeit
Chlodwigs Sieg über den westgotischen rex Alarich II. von Tolosa (Toulouse) in der Schlacht von Vouillé (507) brachte den größten Teil Galliens unter seine Herrschaft. Sein weiterer Vorstoß ans Mittelmeer wurde jedoch 508 von den Ostgoten unter Theoderich dem Großen vereitelt. Daher blieb die heutige Provence noch bis in die 530er Jahre gotisch, und Septimanien, ein Küstenstreifen in Südwestfrankreich um Narbonne, blieb sogar noch deutlich länger unter gotischer Herrschaft. 509 eroberte Chlodwig dafür das rheinfränkische Reich und vereinigte damit die bislang getrennten größten Einzelgruppen der Franken.
Chlodwig legte größten Wert auf die Anerkennung seiner Position durch den oströmischen Kaiser, der noch immer als nomineller Oberherr auch des Westens galt. Sie wurde ihm 508 von Kaiser Anastasius gewährt, laut Gregor (Historien 2,38) durch die Ernennung zum „Konsul“; doch spricht vieles dafür, dass der Franke in Wahrheit zum patricius erhoben wurde.<ref>Vgl. Matthias Becher: Chlodwig I. München 2011, S. 236f.</ref> Trifft dies zu, so wurde der Merowinger damit rangmäßig den Ostgotenkönigen gleichgestellt und erhielt quasi die Vollmachten eines kaiserlichen Stellvertreters. Chlodwig und seine Nachfolger übernahmen jedenfalls bewusst zentrale Elemente der spätrömischen Verwaltung – so gab es im 6. Jahrhundert am Merowingerhof noch immer das römische Amt des magister officiorum – und Herrschaftsrepräsentation, wobei sie sich der alten gallorömischen Eliten bedienten. Sie traten gegenüber der romanisierten Bevölkerung, vor allem gegenüber den Aristokraten im 507 eroberten Südgallien, noch lange als Repräsentanten des Kaisers auf. In der neueren Forschung (Patrick J. Geary, Guy Halsall u. a. m.) wird sogar vermutet, dass es 506/7 zu einem regelrechten Kampfbündnis zwischen Chlodwig und Anastasius gekommen war: Der Franke sei vielleicht erst in diesem Zusammenhang zum römischen Glauben übergetreten und habe jedenfalls oströmische Unterstützung beim Angriff auf die arianischen Westgoten erhalten, indem eine kaiserliche Flotte das ostgotische Italien angegriffen und so Theoderich an wirkungsvoller Unterstützung für Alarich II. gehindert habe. Die Quellenlage macht es zwar unmöglich, diese Hypothese weiter zu untermauern, doch dass die Beziehungen zwischen den Merowingern und Ostrom sehr gut waren, ist kaum zu bestreiten. Erst um 540, dreißig Jahre nach Chlodwigs Tod, hörte man damit auf, das Bild des Kaisers auf die Goldmünzen zu setzen, und noch um 580 schilderte der oströmische Geschichtsschreiber Agathias die Franken sehr positiv: Sie würden sich im Grunde nur durch ihre Sprache und einige Besonderheiten ihrer Tracht von den Römern unterscheiden (Historien 1,2,4).
Tod und Nachfolge
Chlodwig starb 511 im Alter von 45 Jahren nach einer 3-wöchigen akuten Infektion. Er wurde im sacrarium der Basilika der Heiligen Apostel (Peter und Paul) in Paris, der späteren Kirche Sainte-Geneviève, begraben. Die Apostelkirche hatte er selbst über dem Grab der Genoveva (Geneviève) errichten lassen, die 502 gestorben war und später heiliggesprochen und zur Schutzpatronin von Paris ernannt wurde.
Nach seinem Tod teilten seine vier Söhne, wie er es verfügt hatte, die Herrschaft untereinander auf, ohne damit allerdings formal unabhängige Reiche zu gründen. Es waren Theuderich, der Sohn seiner ersten Ehefrau, einer vornehmen Fränkin, sowie Chlodomer, Childebert und Chlothar, die drei Söhne Chrodechilds. Sie gründeten vier eigene Königshöfe in Metz/Reims, Orléans, Paris und Soissons. Die neuere Forschung (Patrick J. Geary u. a.) hat betont, dass diese administrative Aufteilung der Herrschaft auf mehrere Höfe innerhalb eines formal weiterhin ungeteilten Reiches nicht etwa, wie man noch immer oft liest, an germanisch-fränkische, sondern vielmehr an spätantike römische Vorbilder anknüpfte: Seit Konstantin dem Großen waren Kaiser, die mehr als einen Sohn hatten, analog verfahren, während die Existenz entsprechender germanischer Traditionen nicht zuverlässig belegt ist.
Die alte Abteikirche Sainte-Geneviève wurde um 1180 durch eine neue Stiftskirche ersetzt, die später verfiel und schließlich abgerissen wurde. Niemand weiß, was mit den Gräbern des Königspaares Chlodwig und Chrodechild geschehen ist, neben denen auch noch ihre einzige Tochter Chlodechild beigesetzt war sowie ihre ermordeten Enkel, der zehnjährige Theudoald und der siebenjährige Gunthar, Söhne Chlodomers, die nach dessen Tod 524 von seinen Brüdern Childebert und Chlothar ihrer Erbansprüche wegen beseitigt worden waren, welche sich auf das Gebiet südlich von Paris um die Loire bis an die Atlantikküste erstreckt hatten. Chlodwigs ältester Sohn aus erster Ehe, Theuderich, wollte seinem Sohn Theudebert I. dieses Schicksal ersparen und ihn deshalb noch zu Lebzeiten als Nachfolger für seine beiden Reichsteile im Nordosten und Südwesten einsetzen, starb jedoch noch vor der Ankunft seines Sohnes, der dann nur durch einen Aufstand seiner Krieger gerettet wurde.
Angehörige des Königshauses der Merowinger wurden häufig in steinernen Sarkophagen, bisweilen antiken, bisweilen auch in bleiernen, innerhalb von Kirchen bestattet, während hochrangige Krieger des Stammesverbandes meist in Erd-Reihengräberfeldern nahe an Kirchen, oft mit Beigaben, beerdigt wurden.<ref>Archäologen rätseln über Gräber aus Zeit der Merowinger und Karolinger, 23. Juli 2015, Der Standard</ref> Die erwähnte Beisetzung im sacrarium der Klosterkirche deutet auf eine Sargbestattung hin, wobei der Sarg vermutlich nicht − wie bei prominenten Römern − als Hochgrab in einem Mausoleum aufgestellt, sondern in eine Grube unter dem Kirchfußboden oder in eine Stollenkrypta eingelassen wurde. Mit dem erwähnten sacrarium könnte die Sakristei (mit der Piscina) gemeint gewesen sein, möglicherweise aber auch die Chorapsis der Basilika. Eventuelle Grabmale könnten dann im Zuge einer Erweiterung der alten Kirche oder im Zuge des Neubaus von 1180 eingeebnet worden sein, falls sie nicht bereits zuvor während der Einfälle der Normannen in Paris (845, 850 und 885) geplündert oder zerstört worden waren. In diesem Falle könnten sich Spuren oder Überreste ihrer Gräber bis heute am Standort der alten Kirche (unter dem Straßenpflaster der heutigen Rue Clovis) befinden, genau zwischen der Pfarrkirche St-Étienne-du-Mont, die 1492 neben der Abteikirche neu erbaut worden war und in die die Gebeine der Genoveva überführt wurden, und dem Lycée Henri-IV, in dem noch Mauern der alten Klausurgebäude der Abtei Sainte-Geneviève integriert sind. So wurde etwa das Grab von Chlodwigs Vater Childerich I. 1653 bei Ausschachtungsarbeiten zum Bau eines Hospizes in der Nähe der Kirche Saint-Brice in Tournai in den damaligen Spanischen Niederlanden (heute Belgien) von einem Arbeiter entdeckt. Es befand sich in einem Reihengrabfeld, daneben die Knochen 21 geopferter Pferde, und enthielt reiche Grabbeigaben, darunter einen beschrifteten Siegelring. 1959 wurden unter dem Kölner Dom merowingische Gräber aus der Zeit um 540 ergraben, von denen eines vermutlich das Grab der Wisigarde ist, der langobardischen Gemahlin von Chlodwigs Enkel Theudebert I. Auch die Gebeine des englischen Königs Richard III. wurden 2012 am Standort einer verschwundenen Klosterkirche unter dem Asphalt eines Parkplatzes ausgegraben.
Rezeption
Im Spätmittelalter wurde Chlodwig in einigen französischen Kirchen als Heiliger verehrt (Saint Clovis), obwohl eine offizielle Heiligsprechung nie erfolgte. Zugleich wurden seine militärischen Erfolge gepriesen und teils phantasievoll ausgeschmückt. Französische Geschichtsschreiber betonten, dass er für den christlichen Glauben gekämpft habe; daher habe er seine Siege mit Gottes Hilfe errungen. Im 14. und 15. Jahrhundert zeichnete die französische Geschichtsschreibung von ihm das Bild eines idealen Königs und vorbildlichen Christen. Man beschrieb ihn als ehrlich, gütig und keusch und verglich ihn mit Karl dem Großen, der ein zweiter Chlodwig gewesen sei. Weit verbreitet war die Legende, der zufolge er als erster europäischer König die Herrschersalbung empfing; die Ampulle mit dem heiligen Salböl sei vom Himmel herabgesandt worden. Angeblich trug sein Schild bereits die Lilien des späteren (kapetingischen) Königswappens.<ref>Zur mittelalterlichen Chlodwig-Rezeption siehe Colette Beaune: The Birth of an Ideology, Berkeley 1991, S. 70–89; Carlrichard Brühl: Deutschland – Frankreich. Die Geburt zweier Völker. Böhlau, Köln u. a.1990, ISBN 978-3-412-08295-6, S. 58.</ref> Einen Gipfel der Chlodwig-Verehrung erklommen die französischen Könige seit dem 14. Jahrhundert, als sie sich selbst unter historisch-genealogischem Bezug auf Chlodwig und dessen Konversion zum Katholizismus den Ehrentitel „Allerchristlichster König“ gaben.
Seit dem Mittelalter wird Chlodwig in Frankreich in weiten Kreisen als früher französischer König, ja, als Begründer der französischen Nation betrachtet. Man bezeichnet ihn traditionell als den ersten französischen König der première race (‚erstes Geschlecht‘), also der Merowinger. Als zweites französisches Königsgeschlecht gelten die Karolinger, als drittes die Kapetinger.<ref>Carlrichard Brühl: Deutschland – Frankreich. Die Geburt zweier Völker, Köln 1990, S. 18.</ref> Dabei wird übersehen, dass Frankreich und Deutschland erst viel später durch die Trennung in West- und Ostfränkisches Reich entstanden sind.
In Deutschland gab es in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts eine analoge Tendenz, aus Chlodwig einen deutschen Herrscher auf gallischem Boden zu machen, was im Rahmen einer schon im 19. Jahrhundert verbreiteten Gleichsetzung von ‚germanisch‘ mit ‚deutsch‘ geschah. So veröffentlichte 1933 der prominente Mediävist Bruno Krusch eine Arbeit mit dem Titel Die erste deutsche Kaiserkrönung in Tours Weihnachten 508, womit er auf die Ernennung Chlodwigs zum römischen Ehrenkonsul bzw. patricius Bezug nahm, die als Verleihung eines quasi-kaiserlichen Ranges zu deuten sei, da Gregor von Tours (nach Ansicht der meisten heutigen Forscher allerdings irrtümlich) behauptet, der Franke habe sich seither Augustus nennen lassen.<ref>Siehe dazu Carlrichard Brühl: Deutschland – Frankreich. Die Geburt zweier Völker, Köln 1990, S. 20.</ref>
Eine Gedenktafel für Chlodwig fand Aufnahme in die Walhalla bei Regensburg. Der Komponist Antonio Caldara widmete Chlodwigs Bekehrung zum Christentum die Oper La Conversione di Clodoveo, Rè di Francia. In Reims finden sich mehrere Hinweise auf Chlodwig, vor allem in den Kirchen. Neben der Basilika Saint Remi befindet sich eine Statue, welche das Taufereignis darstellt.
Quellen
- Gregor von Tours, Historiae II 9, 12, 27–32, 35–42; III 1, 31 (Hauptquelle, allerdings nicht unproblematisch)
- Fredegar, Chronica II 58; III 12, 15, 18–29
- Liber Historiae Francorum 6, 7, 9–12, 14–19
- Anonymus Valesianus 12, 63
- Marius von Avenches, Chronica, Jahr 500
- Auctarium Prosperi Havniense, Jahr 498
- Chronica Caesaraugustana, Jahr 507
- Cassiodor, Variae II 40, 41; III 1–4
- Avitus von Vienne, Epistulae 46
- Epistulae Austrasiacae 1 and 2
- Anastasius II., Epistulae 2 (hrsg. von Andreas Thiel<ref>Andreas Thiel: Epistolae Romanorum Pontificum genuinae et quae ad eos scriptae sunt a S. Hilaro usque ad Pelagium II. Teil 1. Braunsberg 1868 ({{#if: |{{#if:||{{#if:|{{{LT}}}|Digitalisat}}}}|{{#if: epistolaeromano00unkngoog|{{#if:|[https://www.archive.org/details/epistolaeromano00unkngoog}} {{#if:||{{#if:|{{{LT}}}|Digitalisat}}}}|{{#if:
|{{#if:||{{#if:|{{{LT}}}|Digitalisat}}}}|[{{{1}}} {{#if:||{{#if:|{{{LT}}}|Digitalisat}}}}]}}}}}}Vorlage:WartungsURL).</ref>)
- Agathias, Historiae I 2
- Prokopios von Caesarea, Bellum Gothicum I 12
Sammlung:
- Reinhold Kaiser, Sebastian Scholz: Quellen zur Geschichte der Franken und der Merowinger. Vom 3. Jahrhundert bis 751. Kohlhammer, Stuttgart 2012, ISBN 3-17-022008-X.
Literatur
Überblicksdarstellungen
- Matthias Becher: Merowinger und Karolinger. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 2009, ISBN 978-3-534-15209-4 (Rezension bei H/Soz/Kult).
- Patrick J. Geary: Die Merowinger. Europa vor Karl dem Großen (= Beck’sche Reihe. Bd. 1507). Zweite Auflage. C. H. Beck, München 2004, ISBN 3-406-49426-9.
- Dieter Geuenich (Hrsg.): Die Franken und die Alemannen bis zur „Schlacht bei Zülpich“ (496/497) (= Reallexikon der Germanischen Altertumskunde. Ergänzungsband 19). de Gruyter, Berlin und New York 1998, ISBN 3-11-015826-4.
- Mischa Meier, Steffen Patzold (Hrsg.): Chlodwigs Welt. Organisation von Herrschaft um 500. Steiner, Stuttgart 2014, ISBN 978-3-515-10853-9 (umfangreiche Sammlung von Fachbeiträgen).
- Sebastian Scholz: Die Merowinger. Kohlhammer, Stuttgart 2015, ISBN 978-3-17-022507-7.
- Erich Zöllner: Geschichte der Franken bis zur Mitte des sechsten Jahrhunderts. Auf der Grundlage des Werkes von Ludwig Schmidt unter Mitwirkung von Joachim Werner neu bearbeitet. C. H. Beck, München 1970, ISBN 3-406-02211-1 (älteres Standardwerk zur fränkischen Frühgeschichte).
Biographien
- Matthias Becher: Chlodwig I. Der Aufstieg der Merowinger und das Ende der antiken Welt. C. H. Beck, München 2011, ISBN 978-3-406-61370-8 (erste deutschsprachige Chlodwig-„Biographie“; Rezension bei H-Soz-Kult).
- Béatrice Chevallier: Clovis. Un roi européen (= Perspectives européenes d’histoire). Brepols, Paris 1996, ISBN 2-503-83101-X.
- Godefroid Kurth: Clovis. Zwei Bände. Dritte Auflage, Dewit, Brüssel 1923.
- {{ #if:Adolf Lippold|Adolf Lippold: |}}{{ #if:RE:Chlodovechus|{{ #if:Chlodovechus|Chlodovechus|Chlodwig I. }}.|{{ #if:Chlodovechus|Chlodovechus|Chlodwig I. }}.}} In: Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft (RE). {{#switch: Suppl. XIII
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- Michel Rouche (Hrsg.): Clovis. Histoire et mémoire. Actes du Colloque International d’Histoire de Reims. Zwei Bände. Presses de l’Université de Paris-Sorbonne, Paris 1997, ISBN 2-84050-079-5.
- Jean Verseuil: Clovis ou la naissance des rois (= L’histoire en tête – Les grandes familles). Critérion, Paris 1992, ISBN 2-7413-0046-1.
Lexikonartikel und biographische Skizzen
- {{ #if:Hans Hubert Anton, Wolfgang Jungandreas|Hans Hubert Anton, Wolfgang Jungandreas: |}}{{ #if:Chlodwig|Chlodwig|Chlodwig I. }}. In: Reallexikon der Germanischen Altertumskunde (RGA). 2. Auflage. Band 4, Walter de Gruyter, Berlin / New York {{#switch: 4
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- Frank Martin Ausbüttel: Germanische Herrscher. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 2007, ISBN 978-3-89678-603-6, S. 121–136.
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- Bernhard Jussen: Chlodwig und die Eigentümlichkeiten Galliens. Ein Warlord im rechten Augenblick. In: Mischa Meier (Hrsg.): Sie schufen Europa. Historische Portraits von Konstantin bis Karl dem Großen. C. H. Beck, München 2007, ISBN 978-3-406-55500-8, S. 141–155. (Jussen versteht Chlodwig in erster Linie als spätrömischen warlord, der sich im Kampf mit anderen Militärführern gewaltsam einen eigenen Machtbereich schuf.)
Spezialliteratur
- William M. Daly: Clovis: How Barbaric, How Pagan? In: Speculum. Band 69, 1994, S. 619–664.
- Guy Halsall: Childeric’s grave, Clovis’ succession, and the origins of the Merovingian kingdom. In: Ralph W. Mathisen, Danuta Shanzer (Hrsg.): Society and Culture in Late Antique Gaul. Revisiting the Sources. Ashgate, Aldershot 2001, ISBN 0-7546-0624-4, S. 116–133.
- Ralph Whitney Mathisen: Clovis, Anastasius, and Political Status in 508 C.E. The Frankish Aftermath of the Battle of Vouillé. In: Ralph Whitney Mathisen (Hrsg.): The Battle of Vouille, 507 CE. Where France began (= Millennium-Studien zu Kultur und Geschichte des ersten Jahrtausends n. Chr., Bd. 37). De Gruyter, Boston und Berlin 2012, ISBN 978-1-61451-127-4, S. 79–110.
- Wolfram von den Steinen: Chlodwigs Übergang zum Christentum. Eine quellenkritische Studie. In: Mitteilungen des Österreichischen Instituts für Geschichtsforschung. Ergänzungsbände 12, 1932, S. 417–501. Separatdruck: dritte unveränderte Auflage, Darmstadt 1969.
Weblinks
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Anmerkungen
<references />
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