Notice: Unexpected clearActionName after getActionName already called in /var/www/html/includes/context/RequestContext.php on line 338
Chlorbenzoesäuren – Wikipedia Zum Inhalt springen

Chlorbenzoesäuren

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
(Weitergeleitet von Chlorbenzoesäure)

Die Chlorbenzoesäuren bilden in der Chemie eine Stoffgruppe, die sich sowohl von der Benzoesäure als auch vom Chlorbenzol ableitet. Die Struktur besteht aus einem Benzolring mit angefügter Carboxygruppe (–COOH) und Chlor (–Cl) als Substituenten. Durch deren unterschiedliche Anordnung ergeben sich drei Konstitutionsisomere mit der Summenformel C7H5ClO2.

Vertreter

Chlorbenzoesäuren
Name 2-Chlorbenzoesäure 3-Chlorbenzoesäure 4-Chlorbenzoesäure
Andere Namen o-Chlorbenzoesäure m-Chlorbenzoesäure p-Chlorbenzoesäure
Strukturformel Struktur von 2-Chlorbenzoesäure Struktur von 3-Chlorbenzoesäure Struktur von 4-Chlorbenzoesäure
CAS-Nummer Vorlage:CASRN Vorlage:CASRN Vorlage:CASRN
PubChem 8374 447 6318
Summenformel C7H5ClO2
Molare Masse 156,57 g·mol−1
Aggregatzustand fest
Kurzbeschreibung farbloses Pulver beiges kristallines Pulver weißes kristallines Pulver
Schmelzpunkt 139–142 °C<ref name="GESTIS_o"/> 153–156 °C<ref name="GESTIS_m"/> 237–240 °C<ref name="GESTIS_p"/>
Siedepunkt 285 °C<ref name="GESTIS_o"/> 274–276 °C<ref name="GESTIS_m"/> 274–276 °C<ref name="GESTIS_p"/>
pKs-Wert<ref name="CRC">CRC Handbook of Tables for Organic Compound Identification, Third Edition, 1984, ISBN 0-8493-0303-6.</ref> 2,92 3,82 3,98
Löslichkeit 2,1 g/l (25 °C)<ref name="GESTIS_o"/> 0,45 g/l (20 °C)<ref name="GESTIS_m"/> 0,08 g/l (20 °C)<ref name="GESTIS_p"/>
GHS-
Kennzeichnung
Gefahrensymbol
Achtung<ref name="GESTIS_o"/>
Gefahrensymbol
Achtung<ref name="GESTIS_m"/>
Gefahrensymbol
Achtung<ref name="GESTIS_p"/>
H- und P-Sätze 315​‐​319 315​‐​319 302​‐​315​‐​319​‐​335
keine EUH-Sätze keine EUH-Sätze keine EUH-Sätze
302+352​‐​305+351+338 264​‐​280​‐​302+352​‐​305+351+338​‐​332+313​‐​337+313 261​‐​305+351+338

Darstellung

4-Chlorbenzoesäure wird aus 4-Chlortoluol durch Oxidation der Methylgruppe mit Kaliumpermanganat in alkalischer Lösung dargestellt (in Gegenwart eines Phasentransferkatalysators).<ref>Autorengemeinschaft: Organikum, 19. Auflage, Johann Ambrosius Barth, Leipzig · Berlin · Heidelberg 1993, ISBN 3-335-00343-8, S. 367–368.</ref> Die Darstellung von 2-Chlorbenzoesäure ist aus der Umsetzung einer Diazoniumsalzlösung (welche zuvor aus 2-Aminobenzoesäure und Salpetriger Säure [ihrerseits in situ hergestellt aus Natriumnitrit und einer starken Säure, z. B. Salzsäure] frisch bei <5 °C hergestellt wurde) mit Salzsäure und Kupfer(I)-chlorid als Katalysator möglich (Sandmeyer-Reaktion).

Eigenschaften

Die Chlorbenzoesäuren sind farblose bis beige kristalline Feststoffe. Die Schmelzpunkte unterscheiden sich deutlich. Die 4-Chlorbenzoesäure, die die höchste Symmetrie aufweist, besitzt den höchsten Schmelzpunkt. Die Chlorbenzoesäuren weisen aufgrund des −I-Effekts des Chlorsubstituenten eine höhere Acidität im Vergleich zur Benzoesäure auf. Die pKs-Werte sind daher entsprechend niedriger (Benzoesäure: 4,20<ref name="CRC"/>).

Einzelnachweise

<references> <ref name="GESTIS_o">Eintrag zu Vorlage:Linktext-Check in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFAVorlage:Abrufdatum (JavaScript erforderlich)</ref> <ref name="GESTIS_m">Eintrag zu Vorlage:Linktext-Check in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFAVorlage:Abrufdatum (JavaScript erforderlich)</ref> <ref name="GESTIS_p">Eintrag zu Vorlage:Linktext-Check in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFAVorlage:Abrufdatum (JavaScript erforderlich)</ref> </references>

Vorlage:Klappleiste/Anfang Fluorbenzoesäuren | Chlorbenzoesäuren | Brombenzoesäuren | Iodbenzoesäuren Vorlage:Klappleiste/Ende

Vorlage:Hinweisbaustein