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Chudoni-Talsperre

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Koordinaten: 42° 57′ 17″ N, 42° 11′ 38″ O

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Die Chudoni-Talsperre ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) ist ein geplantes, bisher nicht ausgeführtes Wasserkraftwerksprojekt am Enguri in Ober-Swanetien, Georgien. Der Standort liegt 32 km oberhalb der existierenden Enguri-Staumauer.

Beim Chudoni-Wasserkraftwerk waren ursprünglich 10 Turbinen mit einer Nennleistung von je 74 MW vorgesehen, woraus sich eine Gesamtleistung von 740 MW ergibt.<ref>Projects: Khudoni, aufgerufen am 24. September 2011</ref> Als Talsperrenbauwerk war zuerst eine 200 m hohe Beton-Bogengewichtsmauer geplant, neuerdings 170 m. Die Verkleinerung des Projektes bedingt auch die Reduzierung auf 638 bis 650 MW Kraftwerksleistung. Der Stausee wird ein Volumen von 230 Millionen Kubikmetern und eine Fläche von 4 km² (statt 5,2 km²) haben.<ref name="bankwatch" /><ref name="worldbank" />

Die Planungen zum Bau der Talsperre begannen 1979, erste Bauarbeiten 1986,<ref name="worldbank" /> wurden aber im Juni 1989 nach Protesten aus Umweltgründen und wegen der Erdbebengefahr beendet.<ref name="civil21-04-11">Government to Sign Khudoni HPP Deal, Civil Georgia, aufgerufen am 24. September 2011</ref><ref name="bankwatch" /> In den Jahren 2005/2006 begann die georgische Regierung, Investoren zu suchen, um das Projekt fortzusetzen.<ref name="bankwatch">Manana Kochladze, Rezo Getiashvili: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />The Khudoni dam: a necessary solution to the Georgian energy crisis? (Memento des Vorlage:IconExternal vom 14. Februar 2012 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/bankwatch.org (PDF; 1,05 MB) Enguri Hydro power Plant Rehabilitation project, CEE Bankwatch Network, 2007; abgerufen am 24. September 2011</ref> Nach einer Studie der Regierung und der Weltbank sind der Bau der Wasserkraftwerke Namochwani, Parawani und Chudoni die attraktivsten Projekte für die Entwicklung Georgiens auf dem Energiesektor.<ref name="civil21-04-11" /><ref name="worldbank" /> Wäre der gesamte Enguri mit Wasserkraftwerken ausgebaut, könnte mehr als ganz Georgien mit Strom versorgt werden.<ref name="worldbank" /> Die Weltbank betrachtet den Einfluss der Talsperre auf das Mikroklima als „sehr lokal“.<ref name="worldbank">Khudoni Hydropower Project Questions and Answers. Weltbank; abgerufen am 24. September 2011</ref>

Der Stausee würde den Ort Chaischi überfluten und eine Umsiedlung der Bewohner erforderlich machen.<ref name="civil21-04-11" /><ref name="bankwatch" />

In den 1980er Jahren im Zuge der Bauarbeiten an der Talsperre in die Region gebrachte Radionuklidbatterien führten 2001 zum Radiologischen Unfall von Lia.<ref>Internationale Atomenergie-Organisation: The Radiological Accident in Lia, Georgia. 2014, S. 4–5.</ref>

Siehe auch

Einzelnachweise

<references />