Cinnamon (Desktop-Umgebung)
| Cinnamon
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|---|---|
| colspan="2" class="notheme" style="text-align:center; background:#Vorlage:Standardfarbe; color:#202122;" | Logo | |
| Bildschirmfoto von Cinnamon 4.2.3 Cinnamon 5.2 unter Linux Mint 20.3 | |
| Basisdaten
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| Hauptentwickler | Linux Mint Entwickler |
| Entwickler | Linux Mint Entwickler |
| Erscheinungsjahr | 2011 |
| Aktuelle Version | Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) (Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) |
| Aktuelle Vorabversion | Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) (Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) |
| Betriebssystem | GNU/Linux |
| Programmiersprache | Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) |
| Kategorie | Desktop-Umgebung |
| Lizenz | GPL v2 |
| deutschsprachig | ja |
| github.com/linuxmint/Cinnamon | |
Cinnamon (englisch für „Zimt“) ist eine freie Desktop-Umgebung für Linux. Das Projekt startete als Fork der Gnome Shell, also als grafische Shell, um unter Linux Mint eine Benutzeroberfläche zu schaffen, die moderne Konzepte von Gnome 3 mit der traditionellen Bedienung von Gnome 2 verbindet. Inzwischen ist Cinnamon auch für andere Linux-Distributionen verfügbar.
Entwicklung
Mit Veröffentlichung der Desktop-Umgebung Gnome 3 wurde ein neues Design- und Bedienkonzept eingeführt, das nicht zu den Vorstellungen der Linux-Mint-Entwickler passte. Daher wurde der Gnome-2-Fork MATE unter dem Dach von Linux Mint entwickelt.<ref>Yannick Börner: Linux Mint Cinnamon vs. Mate - Linux-System im Vergleich. In: chip.de. 16. Juli 2024, abgerufen am 29. Juli 2025.</ref> Um den Benutzern dennoch die Möglichkeit zu geben, die Distribution mit modernen Gnome-3-Features zu benutzen, stand auch diese Oberfläche zur Verfügung, wurde aber durch die Mint Gnome Shell Extensions (MGSE) äußerlich angepasst.<ref>Oliver Diedrich: Cinnamon: Gnome Shell in Gnome-2-Optik. In: heise online. 22. Dezember 2011, abgerufen am 29. Juli 2025.</ref> Die Anpassungsfähigkeit der Gnome Shell durch Erweiterungen ist jedoch begrenzt, daher entschlossen sich die Entwickler schließlich, einen eigenen Gnome-3-Fork nach ihren Vorstellungen zu entwickeln, den sie Cinnamon nannten, nach dem englischen Wort für Zimt.<ref>Ulrich Bantle: Linux Mint: Lefebvre erläutert Cinnamon. In: Linux-Magazin. 3. Januar 2012, abgerufen am 29. Juli 2025.</ref> Die auffälligste Änderung ist die Wiedereinführung der Taskleiste.<ref>Thomas Rieske: Linux Mint: Task-Leiste individuell anpassen. In: Computerwoche. 30. März 2023, abgerufen am 29. Juli 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Ab Version 1.2 verwendet Cinnamon den Window Manager Muffin, eine Abspaltung von Mutter.<ref>Thorsten Leemhuis: Gnome-Shell-Fork Cinnamon 1.2 gilt als stabil. In: heise online. 24. Januar 2012, abgerufen am 29. Juli 2025.</ref> Auch der von Gnome bekannte Dateimanager Nautilus wurde geforkt und kommt ab Cinnamon 1.6 unter dem Namen Nemo zum Einsatz. Ebenfalls neu ab dieser Version ist der Darstellungsmodus Cinnamon 2D, mit dem die Desktopumgebung auch auf Systemen ohne 3D-Beschleunigung funktioniert.<ref>Thorsten Leemhuis: Cinnamon 1.6 ist fertig. In: heise online. 19. September 2012, abgerufen am 29. Juli 2025.</ref>
Ab Version 1.8 kommt das Cinnamon-Control-Center zum Einsatz, das die bis zu diesem Zeitpunkt „gedoppelten“ Einstellungsmanager des Gnome-Control-Centers mit den bis dato separierten Cinnamon-Settings zu einem Tool vereint. Auch die Verwaltung der Bildschirmschoner wird mit dieser Fassung in einen eigenständigen Fork der Gnome-Screensaver ausgelagert und Desklets eingeführt.<ref>Thorsten Leemhuis: Cinnamon 1.8 bringt Desklet-Unterstützung. In: heise online. 6. Mai 2013, abgerufen am 29. Juli 2025.</ref>
Die im November 2013 veröffentlichte Version 2.0 gilt allgemein als der große Schritt zur eigenständigen Desktop-Umgebung. Zwar basiert sie immer noch auf Gnome-Technologie, benötigt ab diesem Zeitpunkt aber keine Installation des Grundsystems von Gnome mehr.<ref>Thorsten Leemhuis: Cinnamon 2.0 wird eigenständiger. In: c't Magazin. 11. Oktober 2013, abgerufen am 29. Juli 2025.</ref>
Die Version 4.0 vom Dezember 2018 brachte unter anderem neben der „klassischen Ansicht“ die sogenannte „moderne Ansicht“, die sich mehr an der bekannten Taskleiste von Windows 7 bzw. 10 orientiert und mehr auf Symbole statt Texte sowie einer Gruppierung mehrerer gleichzeitig geöffneter Fenster desselben Programms setzt. Durch die vollständige Migration auf Python 3 wurde der Cinnamon-eigene Nautilus-Fork Nemo erheblich beschleunigt.<ref>Jürgen Donauer: Linux Mint 19.1 Tessa (Beta) mit Cinnamon 4.0 - die Neuerungen. Abgerufen am 31. Dezember 2018 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Cinnamon 5.0 wurde am 1. Juni 2021 veröffentlicht.<ref>Martin Loschwitz: Debian GNU/Linux: Zukunft des Cinnamon-Desktops (vorerst) gesichert. In: heise online. 18. Juni 2021, abgerufen am 29. Juli 2025.</ref>
Ende November 2023 wurde Version 6.0.0 des Cinnamon-Desktops veröffentlicht. Dies war die erste Version von Cinnamon mit einer experimentellen Wayland-Sitzungsimplementierung sowie Unterstützung für fraktionale Skalierung und AVIF-Hintergrundbilder.<ref>Ferdinand Thommes: Cinnamon 6.0 mit ersten Schritten Richtung Wayland. In: LinuxNews.de. 1. Dezember 2023, abgerufen am 21. Dezember 2025.</ref>
Im Sommer 2024 wurde Version 6.2.0 von Cinnamon veröffentlicht. Diese Version führte die Möglichkeit ein, das Benutzerprofilbild zum Panel hinzuzufügen, sowie weitere Verbesserungen.<ref>Michael Krümpel: Cinnamon 6.2 ist fertig. In: fosstopia. 21. Juni 2024, abgerufen am 21. Dezember 2025.</ref> Und gegen Ende 2024 wurde die Version 6.4.0 veröffentlicht. Diese Version führte neu gestaltete Dialogaufforderungen ein, die das Clutter-Toolkit anstelle von GTK verwendet. Zusätzlich wurde ein Blaulichtfilter namens „Nachtlicht“ eingeführt, um die Augenbelastung zu reduzieren und die Schlafqualität zu verbessern, wenn ein Endbenutzer Cinnamon nachts verwendet.<ref>Tim Schürmann: Linux Mint 22.1 "Xia" wird dunkler und spart Energie. 17. Januar 2025, abgerufen am 21. Dezember 2025.</ref>
Funktionen
Cinnamon bietet viele Funktionen:
- Desktop-Effekte, einschließlich Animationen und Übergangseffekte
- Panels mit Hauptmenü, Programmlauncher, Fensterliste und Taskleiste, die links, rechts, oben oder unten angebracht werden können
- Applets in der Taskleiste
- Übersicht mit Funktionen ähnlich wie in der GNOME Shell
- Konfigurations-Editor für die einfache Anpassung von Panel, Kalender, Themes, Desktop-Effekten, Applets und Extensions
- Eine Hi-DPI-Einstellung im Display-Dialog erlaubt eine Skalierung auf das Doppelte, z. B. für Bildschirme mit hoher Auflösung
- Einstellung von Lautstärke und Helligkeit mittels Scrollrad, während der Mauszeiger auf entsprechende Symbole in der Taskleiste gerichtet ist
Konfigurierbarkeit
Cinnamon bietet viele Einstellungen, um das Aussehen der Oberfläche anzupassen. Außerdem erbt es von Gnome 3 die Fähigkeit, Erweiterungen und Themes einzurichten, verliert aber die Kompatibilität zu bereits bestehenden GNOME Shell Extensions.
Zusätzlich führt Cinnamon das in ähnlicher Weise von Gnome 2 bekannte Konzept der Applets ein. So ist jede Komponente der Taskleiste ein Applet, das vom Benutzer hinzugefügt oder entfernt werden kann.<ref>Hermann Apfelböck: Linux Mint: Tuning für den Cinnamon-Desktop. In: PC-Welt. 4. Juli 2023, abgerufen am 29. Juli 2025.</ref> Im Gegensatz zu herkömmlichen Erweiterungen profitieren sie von einer API, um die Taskleiste unkompliziert um weitere Funktionalität zu erweitern und mit zukünftigen Versionen von Cinnamon kompatibel zu bleiben.<ref>Hans-Joachim Baader: Linux Mint veröffentlicht Cinnamon 1.2. In: Pro-Linux. 24. Januar 2012, abgerufen am 29. Juli 2025.</ref>
Distributionen
Cinnamon ist die Standard-Desktop-Umgebung von Linux Mint. Unter anderem auch als offizielles Derivat von Ubuntu.<ref>Tim Schürmann: Ubuntu Cinnamon Remix wird offizielles Derivat. In: LinuxCommunity. 29. März 2023, abgerufen am 29. Juli 2025.</ref> Für Fedora existiert eine alternative Variante mit vorinstalliertem Cinnamon-Desktop.<ref>Angela Minosi, Thomas Leichtenstern: Fedora-25-Spins im Vergleich. In: LinuxUser 02/2017. 11. Juli 2025, abgerufen am 29. Juli 2025.</ref> EndeavourOS erlaubt dem Nutzer bei der Installation die Wahl, Cinnamon als offiziell unterstützten Desktop auszuwählen.<ref>Anna Simon: EndeavourOS im Test. In: LinuxUser 07/2022. 11. Juli 2025, abgerufen am 29. Juli 2025.</ref> Daneben stehen installierbare Pakete für weitere Linux-Distributionen bereit.<ref>cinnamon packages dissection. In: Repology. Abgerufen am 29. Juli 2025.</ref>
Versionsgeschichte
| Version | Veröffentlichung | Linux Mint Version | Neuerungen/Anmerkungen |
|---|---|---|---|
| 1.0 | 20.12.2011 | ||
| 1.1 | 21.12.2011 | ||
| 1.2 | 23.01.2012 | ||
| 1.3 | 17.02.2012 | ||
| 1.4 | 13.03.2012 | Linux Mint 13 | |
| 1.5 | 24.07.2012 | ||
| 1.6 | 17.09.2012 | Linux Mint 14 | |
| 1.7 | 21.02.2013 | ||
| 1.8 | 05.05.2013 | Linux Mint 15 | |
| 1.9 | 01.06.2013 | ||
| 2.0 | 09.10.2013 | Linux Mint 16 | |
| 2.2 | 12.04.2014 | Linux Mint 17 | |
| 2.4 | 31.10.2014 | Linux Mint 17.1 | |
| 2.6 | 19.05.2015 | Linux Mint 17.2 | |
| 2.8 | 20.10.2015 | Linux Mint 17.3 | |
| 3.0 | 24.04.2016 | Linux Mint 18 | |
| 3.2 | 07.11.2016 | Linux Mint 18.1 | |
| 3.4 | 04.05.2017 | Linux Mint 18.2 | |
| 3.6 | 24.10.2017 | Linux Mint 18.3 | |
| 3.8 | 24.4.2018 | Linux Mint 19 | |
| 4.0 | 04.11.2018 | Linux Mint 19.1 | |
| 4.2 | 29.06.2019 | Linux Mint 19.2 | |
| 4.4 | 22.11.2019 | Linux Mint 19.3 | |
| 4.6 | 13.05.2020 | Linux Mint 20 | |
| 4.8 | 26.11.2020 | Linux Mint 20.1 | |
| 5.0 | 01.06.2021 | Linux Mint 20.2 | Nemo mit Suche in Dateien, Performance und Ressourcen-Verbesserungen, Spice Manager mit neuer Oberfläche und Python 3 im Backend, Sound Applet zeigt nun Informationen zur aktuell abgespielten Audio-Ressource und kann diese über Schaltflächen kontrollieren |
| 5.2 | 17.11.2021 | Linux Mint 20.3 | Kalender Integration |
| 5.4 | 10.06.2022 | Linux Mint 21 | Verbesserte Animationen |
| 5.6 | 18.11.2022 | Linux Mint 21.1 | Ordner-Icons mit Accent-Streifen, Maus-Pointer neu designed, verbesserte Sounds, neue Icon Themes wie „Papirus“ oder „Breeze“, UI-Verbesserungen des Software-Managers, Update-Manager aktualisiert nun auch Flatpak-Programme |
| 5.8 | 07.06.2023 | Linux Mint 21.2 | Einheitliche Tooltips, Benachrichtigungen in Themenfarbe, Vereinfachung des Themen-Managers, Log-Screen Verbesserungen |
| 6.0 | 30.11.2023 | Linux Mint 21.3 | Experimentelle Wayland-Session-Implementierung, fraktionierten Skalierung, AVIF-Hintergrundbild-Unterstützung |
| 6.2 | 16.06.2024 | Linux Mint 22 | Möglichkeit, das Profilbild des Benutzers in das Panel einzufügen |
| 6.4 | 28.11.2024 | Linux Mint 22.1 | Neu gestaltete Dialogfenster (verwenden Clutter-Toolkit anstelle von GTK), Blaulichtfilter „Night Light“ |
Weblinks
Einzelnachweise
<references />