Clara von Sydow
Auguste Beda Clara von Sydow (* 17. Juni 1854 in Stettin; † 18. November 1928 in Stralsund) war eine deutsche Schriftstellerin und Erzählerin.
Clara von Sydow veröffentlichte Gedichte, Novellen und kürzere Arbeiten in auflagenstarken Zeitschriften wie Deutsche Rundschau, Westermanns Monatshefte und Die Gartenlaube und war seit 1879 Mitarbeiterin verschiedener Zeitungen.
Ihr bekanntestes Werk ist der Hiddensee-Roman Einsamkeiten (1911), der in zeitgenössischen Rezensionen überwiegend positiv aufgenommen wurde. Der Roman bildet das Hauptwerk und den Höhepunkt ihres literarischen Schaffens.
Leben
Herkunft und Jugend
Clara von Sydow war das älteste von sieben Kindern aus der zweiten Ehe ihres Vaters Oskar von Sydow (1811–1886) mit Ida Agnes (1821–1897), einer Tochter des königlich preußischen Forstmeisters Carl Ludwig von Hagen.<ref name=":0">{{#invoke:Vorlage:Literatur|f}}</ref>
Die ersten drei Jahre wuchs Clara von Sydow in Berlin auf.<ref name=":1">{{#invoke:Vorlage:Literatur|f}}</ref> Als ihr Vater, damals Militäroberpfarrer des II. (Pomm.) Armeekorps in Stettin, 1857 evangelischer Pfarrer der Pfarrkirche Altenkirchen auf Wittow und im folgenden Jahr dort als Superintendent eingesetzt wurde<ref>Hellmuth Heyden: Die Evangelischen Geistlichen des ehemaligen Regierungsbezirkes Stralsund. Teil 1: Insel Rügen. Als Manuskript gedruckt. [Die Evangelischen Geistlichen Pommerns von der Reformation bis zur Gegenwart. Teil III, 1.] Greifswald 1956, S. 33–34.</ref>, zog die Familie nach Altenkirchen.<ref name=":0" /> Hier verlebte Clara von Sydow, die seit ihrem vierten Lebensjahr von Erzieherinnen und Hauslehrern unterrichtet wurde, ihre Jugend.<ref name=":0" />
In den Jahren 1867 bis 1869 besuchte sie die Höhere Töchterschule in Frankfurt (Oder). Anschließend kehrte sie im Alter von 15 Jahren nach Hause zurück, um ihre jüngeren Geschwister zu unterrichten. Danach ging sie erneut nach Frankfurt (Oder) und besuchte dort 1872 das Lehrerinnenseminar.<ref name=":0" /> 1873 bestand sie ihr Examen. 1887 übersiedelte sie nach dem Tod ihres Vaters nach Berlin-Wilmersdorf, wo sie Lehrerin wurde. Später arbeitete sie als Lehrerin in Stralsund.<ref>{{#invoke:Vorlage:Literatur|f}}</ref>
Schriftstellerischer Werdegang
Bereits mit acht Jahren schrieb Clara von Sydow ihr erstes Gedicht. Später verfasste sie Artikel über ihre Heimatinsel Rügen, die anfangs in kleineren Jugendzeitungen veröffentlicht wurden.<ref name=":1" />
Im Alter von sechzehn Jahren begann sie mit dem Schreiben von Novellen und Romanen.<ref name=":0" /> Ihre literarische Passion förderte Ernst von Wildenbruch, den sie in Frankfurt kennengelernt hatte und mit dem sie in regem Kontakt stand.<ref name=":2">{{#invoke:Vorlage:Literatur|f}}</ref> Fortan veröffentlichte sie Gedichte, Novellen und kürzere Arbeiten in auflagenstarken Zeitschriften wie Deutsche Rundschau, Westermanns Monatshefte und Die Gartenlaube. Später erschienen diese kleineren Arbeiten in der Sammlung unter dem Titel Alte Gefährten (1887).<ref name=":2" />
Seit 1879 war Clara von Sydow Mitarbeiterin verschiedener Zeitungen.<ref>{{#invoke:Vorlage:Literatur|f}}</ref>
Nach Einschätzung des Stettiner Autors Eckhard Wendt (2004) war ihr Drama Die Tochter Pharaos (1887) Clara von Sydows Erstlingswerk von „wirklich lit[erarischer] Bedeutung“, das ihr eine „anerkannte Kritik“ ihres Förderers Ernst von Wildenbruch einbrachte.<ref name=":0" /> Ihr erster gesellschaftskritischer Roman war Der Ausweg (1893).<ref name=":1" /> Laut Wendt erzielte sie mit dem Hiddensee-Roman Einsamkeiten (1911) ihren größten literarischen Erfolg; dieser gehöre „unstreitig zu den besten seiner Zeit“.<ref name=":0" />
Lebensende
Im Jahr 1922 zog Clara von Sydow von Berlin nach Stralsund.<ref name=":3">{{#invoke:Vorlage:Literatur|f}}</ref> Im Berlin der 1920er-Jahre „brodelten“ nach Deya verschiedene Kulturrichtungen, sodass Clara von Sydow dort in der Folgezeit „nicht mehr die innere Ruhe“ fand und aus der Großstadt Berlins nach Stralsund zog.<ref>{{#invoke:Vorlage:Literatur|f}}</ref> In Stralsund setzte sie ihr schriftstellerisches Schaffen fort und verbrachte dort ihre letzten Lebensjahre.
Clara von Sydow verstarb am 18. November 1928 im Alter von 74 Jahren in Stralsund.<ref name=":3" />
Werke (Auswahl)
- Was macht man auf Hohenstein? Berlin 1881. (Novellen)
- Das selbe Lied. Berlin 1884. (Novelle)
- Die Tochter Pharaos. Berlin 1887. (Drama)
- Annina von Murano. Trauerspiel in 5 Aufzügen. Berlin 1887.
- Alte Gefährten. Dresden und Leipzig 1887. (Der Novellenband enthält die Erzählungen Silhouette und Spätsommer.)
- Der Ausweg. 1893. (Erzählung)
- Salto mortale. 1899.
- Miteinander. Freiburg 1900. (Novelle)
- Fehsenfels. 1900. (Erzählung)
- Mutter Klausken. Berlin 1901. (Novelle)
- Einsamkeiten. München 1911 (Roman), Dresden 2014. (Novelle)
- Onkel Malte. 1918 (Roman).
Literatur
Wissenschaftliche Literatur:
- Detlef Krell: Leben, das große Geheimnis. Die pommersche Schriftstellerin Clara von Sydow und ihr Roman „Einsamkeiten“. In: Silesia Nova. Vierteljahresschrift für Kultur und Geschichte. Dresden, Wrocław, Heft 3/2014, S. 112–116.
- Marieta Nößler: Clara von Sydow. In: Hansestadt Stralsund (Hrsg.), Frauen in der Stralsunder Stadtgeschichte. Stralsund 1998, S. 103–104.
- Fritz Raeck: Pommersche Literatur. Proben und Daten. Pommerscher Zentralverband, Hamburg 1969, S. 359.
- Eckhard Wendt: Stettiner Lebensbilder (= Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Pommern. Reihe V, Band 40). Böhlau, Köln/Weimar/Wien 2004, ISBN 3-412-09404-8, S. 404–406.
Lexika und Nachschlagewerke (19. Jh.):
- Sophie Pataky: Lexikon deutscher Frauen der Feder. Eine Zusammenstellung der seit dem Jahre 1840 erschienenen Werke weiblicher Autoren nebst Biographien der lebenden und einem Verzeichnis der Pseudonyme. Band 2. Pataky, Berlin 1898. S. 352 (Digitalisat in der Digitalen Bibliothek von Austrian Literature Online).
Nachrufe und Gedenkschriften:
- Hannelore Deya: Kampf und Freiraum für Literatur. Zum 80. Todestag der Schriftstellerin Clara von Sydow. In: Heimatkurier. Regionalbeilage des Nordkurier, der Schweriner Volkszeitung und der Norddeutschen Neuesten Nachrichten. 17. November 2008, S. 28.
- Arnold Koeppen: Clara von Sydow. Zu ihrem 60. Geburtstag. In: Ludwig Hamann (Hrsg.): Unser Pommerland. Illustrierte Monatsschrift für Heimatpflege und Kultur, für Kunst und Geschichte sowie für die wirtschaftliche Entwicklung Pommerns. 2. Jahrgang 1913/1914. S. 279–282 (1. Teil, Digitalisat beim Pommerscher Greif. e. V.)
Weblinks
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- Literatur über {{#invoke:WLink|getArticleBase}} in der Landesbibliographie MV
- {{#if: Sydow, Clara von | Sydow, Clara von | Clara von Sydow }}. In: Ostdeutsche Biografie (Kulturportal West-Ost)
Einzelnachweise
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- Autor
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- Person (Pommern)
- Adliger
- Familienmitglied des deutschen Adelsgeschlechts Sydow
- Deutscher
- Preuße
- Geboren 1854
- Gestorben 1928
- Frau