Clodinafop-propargyl
| Strukturformel | |||||||||||||||||||
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| Strukturformel von Clodinafop-propargyl | |||||||||||||||||||
| Allgemeines | |||||||||||||||||||
| Name | Clodinafop-propargyl | ||||||||||||||||||
| Andere Namen |
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| Summenformel | C17H13ClFNO4 | ||||||||||||||||||
| Kurzbeschreibung |
farb- und geruchloser Feststoff<ref name="GESTIS" /><ref name="HSDB">Eintrag zu Clodinafop-propargyl in der Hazardous Substances Data Bank (via PubChem)Vorlage:Abrufdatum</ref> | ||||||||||||||||||
| Externe Identifikatoren/Datenbanken | |||||||||||||||||||
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| Eigenschaften | |||||||||||||||||||
| Molare Masse | 349,74 g·mol−1 | ||||||||||||||||||
| Aggregatzustand |
fest<ref name="GESTIS" /> | ||||||||||||||||||
| Dichte |
1,37 g·cm−3<ref name="HSDB" /> | ||||||||||||||||||
| Schmelzpunkt |
59,6 °C<ref name="HSDB" /> | ||||||||||||||||||
| Siedepunkt |
100,6 °C bei 0,082 Pa<ref name="fao.org" /> | ||||||||||||||||||
| Dampfdruck |
3,19 × 10−6 hPa (25 °C)<ref name="fao.org" /> | ||||||||||||||||||
| Löslichkeit |
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| Sicherheitshinweise | |||||||||||||||||||
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| Toxikologische Daten | |||||||||||||||||||
| Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa). | |||||||||||||||||||
Clodinafop-propargyl ist eine chemische Verbindung aus der Gruppe der Aryloxyphenoxypropionate. Es ist der Propargyl-Ester von Clodinafop.
Gewinnung und Darstellung
Clodinafop-propargyl kann aus 3-Amino-2,5-dichlorpyridin gewonnen werden. Ein weiteres Schlüsseledukt in dieser Synthese ist das Tosylat der Milchsäure.<ref>Tomoya Fujiwara, David O’Hagan: Successful fluorine-containing herbicide agrochemicals. In: Journal of Fluorine Chemistry. Band 167, 2014, S. 16–29, doi:10.1016/j.jfluchem.2014.06.014.</ref>
Eigenschaften
Clodinafop-propargyl ist ein farb- und geruchloser Feststoff.<ref name="HSDB" /> Es hydrolysiert unter sauren Bedingungen nur langsam, jedoch rasch unter alkalischen Bedingungen. Photolyse erfolgt rasch unter Entstehung einer Fülle von anderen chemischen Verbindungen, aber nicht von Clodinafop (freie Säure). Ab einer Temperatur von 285 °C zersetzt sich die Verbindung.<ref name="fao.org">fao: Clodinafop (pdf; 168 kB)</ref>
Verwendung
Clodinafop-propargyl wird als Herbizid verwendet und wirkt gegen Gräser, aber nicht gegen breitblättrige Unkräuter.<ref name="Clodinafop-propargyl Suppliers">Clodinafop-propargyl Suppliers: Clodinafop-propargyl – aryloxyphenoxy propionate – Clodinafop</ref> Die Wirkung beruht auf der Hemmung der Fettsäuresynthese und der Hemmung der Acetyl-coenzym-A-carboxylase.<ref name="herts.ac.uk">Eintrag zu Vorlage:Linktext-Check in der Pesticide Properties DataBase (PPDB) der University of HertfordshireVorlage:Abrufdatum</ref> Es wird häufig mit dem Herbizid-Safener Cloquintocet-mexyl eingesetzt.<ref name="Bill Carlile">Bill Carlile: Pesticide Selectivity, Health and the Environment. Cambridge University Press, 2006, ISBN 0-521-81194-5, S. 52 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref>
Zulassungsstatus
In der Schweiz sind Pflanzenschutzmittel mit Clodinafop-propargyl als Wirkstoff zugelassen, in Deutschland und Österreich keine.<ref name="PSM-Clodinafop-propargyl">Generaldirektion Gesundheit und Lebensmittelsicherheit der Europäischen Kommission: EU-Pestiziddatenbank; Eintrag in den nationalen Pflanzenschutzmittelverzeichnissen der Schweiz, Österreichs und DeutschlandsVorlage:Abrufdatum</ref>
Clodinafop wurde mit Wirkung zum 1. Februar 2007 in der Europäischen Union für Anwendungen als Herbizid zugelassen.<ref>Richtlinie 2006/39/EG der Kommission vom 12. April 2006 zur Änderung der Richtlinie 91/414/EWG des Rates zwecks Aufnahme der Wirkstoffe Clodinafop, Pirimicarb, Rimsulfuron, Tolclofos-Methyl und Triticonazol (PDF)Vorlage:Abrufdatum.</ref> In Deutschland sind Pflanzenschutzmittel mit diesem Wirkstoff im Handel, in Österreich und der Schweiz dagegen nicht.<ref name="PSM-Clodinafop">Generaldirektion Gesundheit und Lebensmittelsicherheit der Europäischen Kommission: Eintrag zu Vorlage:Linktext-Check in der EU-Pestiziddatenbank; Eintrag in den nationalen Pflanzenschutzmittelverzeichnissen der Schweiz, Österreichs und DeutschlandsVorlage:Abrufdatum</ref>
Einzelnachweise
<references />
- Seiten mit Skriptfehlern
- Wikipedia:Defekter Dateilink
- Wikipedia:Wikidata-Wartung:EG-Nummer abweichend
- Wikipedia:Wikidata-Wartung:ECHA-InfoCard-ID abweichend
- Wikipedia:Wikidata-Wartung:PubChem abweichend
- Wikipedia:Wikidata-Wartung:ChemSpider abweichend
- Wikipedia:Wikidata-Wartung:DrugBank fehlt lokal
- Gefährlicher Stoff mit harmonisierter Einstufung (CLP-Verordnung)
- Gesundheitsschädlicher Stoff bei Verschlucken
- Sensibilisierender Stoff
- Gesundheitsschädlicher Stoff (Organschäden)
- Umweltgefährlicher Stoff (chronisch wassergefährdend)
- Wikipedia:Wikidata-Wartung:CAS-Nummer fehlt lokal
- Diarylether
- Ethoxybenzol
- Chlorpyridin
- Fluorsubstituierter Heteroaromat
- Alkin
- Propansäureester
- Pflanzenschutzmittel (Wirkstoff)
- Herbizid