Zum Inhalt springen

Covas do Barroso

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Covas do Barroso
Wappen Karte
Datei:Brasão de Covas do Barroso.jpg
Basisdaten
Staat: PortugalDatei:Flag of Portugal.svg Portugal
Region: Norte
Unterregion: Alto Tâmega
Distrikt: Vila Real
Concelho: Boticas
Koordinaten: 41° 38′ N, 7° 47′ WKoordinaten: 41° 38′ N, 7° 47′ W
 {{#coordinates:41,635555555556|−7,7833333333333|primary
dim= globe= name= region=PT-17 type=city
  }}
Einwohner: 262 (Stand: 30. Juni 2011)<ref name="Metadaten Einwohnerzahl PT 170208">www.ine.pt – Indikator Resident population by Place of residence, Sex and Age; Decennial in der Datenbank des Instituto Nacional de Estatística</ref>
Fläche: 29,58 km² (Stand: 1. Januar 2010)<ref name="Fläche">Übersicht über Code-Zuordnungen von Freguesias auf epp.eurostat.ec.europa.eu</ref>
Bevölkerungsdichte: 8,9 Einwohner pro km²
Postleitzahl: 5460-381
Politik
Bürgermeister: Lúcia Martins Dias Mó (PSD)
Adresse der Gemeindeverwaltung: Junta de Freguesia de Covas do Barroso
Largo Cruzeiro
5460-381 Covas do Barroso
Website: cbarroso.jfreguesia.com

Covas do Barroso ist eine Ortschaft und Gemeinde im Norden Portugals. Sie liegt in der als besonders abgelegen und strukturschwach geltenden Region Trás-os-Montes und ist von Landflucht und Auswanderung geprägt. Die Welternährungs-Organisation erklärte die Region, zu der Covas do Barroso gehört, auf Grund seiner traditionell nachhaltigen Landwirtschaft und der Qualität der landwirtschaftlichen Produkte zum Landwirtschaftlichen Welterbe.<ref name="Tagesschau">Der Aufstand gegen das "Weiße Gold", Artikel vom 19. September 2019 auf www.tagesschau.de, abgerufen am 28. Februar 2020</ref>

Die Gemeinde erregte die Aufmerksamkeit internationaler Berichterstattung im Jahr 2019 durch den unbeugsamen Widerstand der lokalen Bevölkerung gegen den wirtschaftlich verlockenden, aber ökologisch problematischen Abbau des hier gefundenen Lithiums, eines begehrten Metalls, das für die Produktion von Akkus und Batterien von hoher Bedeutung ist. Es werden hier die größten Lithium-Vorkommen Europas vermutet, die das multinationale Lithiumabbau-Konsortium Savannah Resources mit Sitz in London hier fördern möchte. Im deutschsprachigen Raum berichteten u. a. das ARD-Fernsehen, der Deutschlandfunk, der Fernsehsender arte, die Zeitung TAZ und die Zeitschrift auto motor und sport über den Widerstand von Covas do Barroso.<ref name="Tagesschau" /><ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Re: Lithium-Abbau in Portugal - Ein Dorf auf den Barrikaden (Memento des Vorlage:IconExternal vom 28. Februar 2020 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.arte.tv, Reportage auf arte, abgerufen am 28. Februar 2020</ref><ref>Lithiumabbau in Portugal: Böse Minen zum guten Spiel, Artikel vom 21. Januar 2020 der TAZ, abgerufen am 28. Februar 2020</ref><ref>Lithium Abbau: E-Autohersteller in der Zwickmühle, Artikel der Zeitschrift auto motor und sport, abgerufen am 28. Februar 2020</ref> Seit dem Beginn der COVID-19-Pandemie in Spanien ist die wirtschaftliche Lage durch weniger Touristen schwieriger geworden und der Lithium-Abbau wegen des gestiegenen Weltmarktpreises attraktiver.<ref>Hans-Christian Rößler: Das weiße Gold, das keiner will (FAZ / faz.net 6. Januar 2022)</ref>

Geschichte

Funde belegen eine vorgeschichtliche Besiedlung mindestens seit der Eisenzeit, wie Funde aus der Castrokultur zeigen. Münzen und andere Funde belegen danach eine römische Besiedlung, während der Fund einer byzantinischen Münze mit einem Bild Kaiser Dukas noch eine Besiedlung im frühen 10. Jh. vermuten lässt. Die ersten Dokumente zum heutigen Ort Covas do Barroso stammen jedoch erst aus dem 12. Jh.<ref name="freguesia">Webseite zur Geschichte von Covas do Barroso auf der Gemeindewebsite, abgerufen am 28. Februar 2020</ref>

Im 13. Jahrhundert wurde der Ort eine eigenständige Gemeinde.<ref>Eintrag der Kirche Santa Maria (unter Cronologia) in der portugiesischen Denkmalliste SIPA, abgerufen am 28. Februar 2020</ref>

Es blieb eine Gemeinde des Kreises Montalegre, bis 1836, als in den Verwaltungsreformen nach der Liberalen Revolution ab 1821 und dem folgenden Miguelistenkrieg (Bürgerkrieg 1832–1834) der eigenständige Kreis von Boticas geschaffen wurde, zu dem Covas do Barroso seither gehört.<ref name="freguesia" />

1839 erhielt die Gemeinde ihre erste eigene Schule. Seit 1946 versorgte ein Elektrischer Generator einige Haushalte bereits mit elektrischem Licht, der Anschluss an das Stromnetz erfolgte 1966.<ref name="freguesia" />

Bis 1967 war Covas do Barroso die flächenmäßig größte Gemeinde im Kreis Boticas, dann wurde die Gemeinde São Salvador de Viveiro durch Ausgliederung aus der Gemeinde Covas do Barroso neu geschaffen.

Sehenswürdigkeiten

Datei:Covas do Barroso Santa Maria 335.jpg
Die Gemeindekirche Santa Maria

Eine Reihe Baudenkmäler und archäologischer Fundplätze liegen im Gemeindegebiet:

Datei:Boticas 34.PNG
Bevölkerungsentwicklung der Gemeinde Covas do Barroso (1864–2011)

Verwaltung

Covas do Barroso ist Sitz einer gleichnamigen Gemeinde (Freguesia) im Kreis (Concelho) von Boticas im Distrikt Vila Real. In ihr leben 262 Einwohner auf einer Fläche von 30 km² (Stand 30. Juni 2011).<ref name="Metadaten Einwohnerzahl PT 170208">www.ine.pt – Indikator Resident population by Place of residence, Sex and Age; Decennial in der Datenbank des Instituto Nacional de Estatística</ref>

Folgende Ortschaften liegen im Gemeindegebiet:

  • Covas do Barroso
  • Muro
  • Romainho

Weblinks

Commons: Covas do Barroso – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Klappleiste/Anfang

Vorlage:Klappleiste/Ende