Cuil
Cuil (ausgesprochen wie cool, der Name ist gälischen Ursprungs)<ref>Die von den Betreibern angegebene Bedeutung des Wortes cuil mit Wissen bzw. "Haselstrauch" ist nicht richtig und beruht auf einer Fehlinterpretation eines Familiennamens aufgrund einer Geschichte aus der irischen Mythologie: Der Lachs des Wissens (en:Salmon of Knowledge) lebte in einem Teich, der von Haselnuss-Sträuchern umgeben war. Dieser Lachs aß neun Haselnüsse, die in den Teich gefallen waren und erlangte damit das Wissen der gesamten Welt. Der irische Held Fionn mac Cumhaill sollte diesen Lachs nun für jemanden kochen und erlangte dabei durch einen Zwischenfall das Wissen der Welt. Der Name Cumhaill wurde von den Suchmaschinenbetreibern irrtümlicherweise mit Cuill bzw. cuil gleichgesetzt, da die Aussprache der Wörter sich kaum unterscheidet. Im heutigen Irisch bedeutet das Wort cuil einfach nur Fliege.</ref> war eine Suchmaschine, die am 28. Juli 2008 öffentlich zugänglich wurde.<ref>Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Neue Suchmaschine Cuil will Google übertrumpfen.] www.heise.de, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 28. Juni 2010.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref>
Die Webseite der Suchmaschine wurde am 17. September 2010 abgeschaltet, nachdem das Risikokapital von 33 Millionen Dollar vollständig aufgebraucht war.<ref>Willi Bredemeier: Cuil geht offline. PASSWORD online, 22. September 2010, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 26. September 2011; abgerufen am 12. März 2024.</ref><ref>Techcrunch: Cuil fails to be acquired, 20. September 2010</ref> Das Unternehmen soll bis zuletzt in Verkaufsverhandlungen gestanden haben.
Gegründet wurde Cuil unter anderem vom ehemaligen IBM-Manager Tom Costello und von Anna Patterson, die einst für die Architektur von Googles großem Suchindex „TeraGoogle“ verantwortlich war, der 2006 in Betrieb genommen wurde. Die Entwickler beabsichtigten mit Cuil eine ausgefeiltere Suchmaschine anzubieten, deren Ergebnisse deutlich relevanter als die anderer etablierter Suchmaschinen sein sollten. Die Webseiten wurden nach Inhalten katalogisiert, und die Treffer waren im Vergleich zu anderen Suchmaschinen ausführlicher dargestellt. Daten über die Nutzeraktivitäten wurden von Cuil nach eigenen Angaben nicht gesammelt.
Laut Cuil verfügte man über den mit rund 120 Milliarden erfassten Seiten deutlich größten Suchindex aller bekannten Suchmaschinen, Google habe nur 40 Milliarden. Google selbst gibt seinen eigenen Index hingegen mit 1 Billion an.<ref>Spiegel online, Rubrik "Netzwelt", 28. Juli 2008</ref> Die Suchmaschine hatte zu Beginn schwere technische Probleme und lieferte teilweise merkwürdige Suchergebnisse.<ref>taz: Suchmaschinen fehlt der Tiefgang, 24. Februar 2009</ref>
Einzelnachweise
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