Daniel Kahn & The Painted Bird
| Daniel Kahn & The Painted Bird | |
|---|---|
Die Band bei einem Auftritt auf dem Poesiefestival Berlin 2015 | |
| Allgemeine Informationen | |
| Herkunft | Berlin, Deutschland |
| Genre(s) | Klezmer, Punk, Folk |
| Gründung | 2005 |
| Website | paintedbird.net |
| Aktuelle Besetzung | |
| Daniel Kahn | |
| Hampus Melin | |
| Michael Tuttle | |
| Jake Shulman-Ment | |
| Christian Dawid | |
Posaune |
Dan Blacksberg |
| Ehemalige Mitglieder | |
Klarinette |
Michael Winograd |
Geige |
Johannes Paul Gräßer |
Schlagzeug, Flügelhorn, Mandoline |
Detlef Pegelow |
Klarinette |
Bert Hildebrandt |
Daniel Kahn & The Painted Bird ist eine international besetzte Klezmer-Band um den aus Detroit stammenden US-Amerikaner Daniel Kahn.<ref>Daniel Kahn, geboren 1978 in Detroit, siehe: Charlotte Misselwitz; Cornelia Siebeck (Hrsg.): Dissonant memories – fragmented present: exchanging young discourses between Israel and Germany. Transcript, Bielefeld 2009, ISBN 978-3-8376-1273-8, S. 225.</ref> Die Gruppe wurde 2005 in Berlin gegründet und hat seitdem fünf Alben beim renommierten Berliner Plattenlabel Oriente Musik veröffentlicht. Der Name der Band kommt von dem Titel des Romans Der bemalte Vogel von Jerzy Kosiński von 1965.<ref>Pressezitate auf der Homepage der Band (abgerufen am 3. Februar 2016).</ref>
Stil
Die Musik von Daniel Kahn & The Painted Bird, von Kahn als „Verfremdungsklezmer“ bezeichnet, ist eine Mischung aus Klezmer, Punk, Folk und Singer-Songwriter. Es wird gelegentlich auf Ähnlichkeiten zur Musik von Tom Waits sowie zu der Bewegung der Radical Jewish Culture hingewiesen.<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. taz.de, 26. Januar 2013, abgerufen am 13. April 2017.</ref>
Die Texte sind teils von Kahn, viele sind jedoch Adaptationen von Gedichten und Liedern jüdischer Autoren (z. B. Mordechaj Gebirtig), oft mit sozial-politischer Thematik. Auch singt Kahn Lieder von Franz Josef Degenhardt (Die alten Lieder), Heinrich Heine (Die alten bösen Lieder), Bertolt Brecht (Judenhure Marie Sanders und Denn wovon lebt der Mensch?) und Kurt Tucholsky (Rosen auf den Weg gestreut) sowie eine Jiddisch-Version des Klassikers Lili Marleen. 2016 übersetzte er Leonard Cohens Hallelujah ins Jiddische, das er seitdem gelegentlich bei Konzerten singt. Er singt auf Englisch, Deutsch und Jiddisch, häufig mehrere Sprachen in einem Lied vermischend. Auf früheren Alben wurde er auch von dem russisch singenden Vanya Zhuk begleitet.
Diskografie
Alben
- 2006: The Broken Tongue (Chamsa Records; 2009, Oriente Musik)
- 2009: Partisans & Parasites (Oriente Musik)
- 2010: Lost Causes (Oriente Musik)
- 2012: Bad Old Songs (Oriente Musik)
- 2017: The Butcher’s Share (Oriente Musik)
Auszeichnungen
Das Album Lost Causes gewann 2011 den Preis der deutschen Schallplattenkritik.<ref>Preis der deutschen Schallplattenkritik 2011: Daniel Kahn: Lost Causes</ref> Bad Old Songs wurde in die Bestenliste der Schallplattenkritik im ersten Quartal 2013 aufgenommen.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Archivierte Kopie ( des Vorlage:Referrer vom 2. April 2015 im Internet Archive)Vorlage:Webarchiv/archiv-bot</ref> The Butcher’s Share gelang dies im ersten Quartal 2018.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Bestenliste 1–2018 des Preises der deutschen Schallplattenkritik ( des Vorlage:Referrer vom 20. August 2018 im Internet Archive)Vorlage:Webarchiv/archiv-bot</ref>
Trivia
Die Zeichnungen auf dem Cover von The Butcher’s Share stammen von Eric Drooker.<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. t-online, 9. Dezember 2017, abgerufen am 31. Juli 2019.</ref>
Weblinks
- Website der Band
- FOLKER – Daniel Kahn
- Die Vergangenheit interessiert mich nicht, Interview in: www.taz.de, 9. Dezember 2017
Einzelnachweise
<references />