Zum Inhalt springen

Daniela Dröscher

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Datei:Daniela Dröscher (1).jpg
Daniela Dröscher 2022

Daniela Dröscher (* 4. Juni 1977 in München) ist eine deutsche Schriftstellerin.

Leben

Daniela Dröscher wurde am 4. Juni 1977 in München geboren und wuchs mit ihrer jüngeren Schwester Stefanie im Dorf Becherbach am Fuße des Hunsrück in eher bescheidenen Verhältnissen auf. Die Mutter, Tochter schlesischer Aussiedler, war Fremdsprachenkorrespondentin und später Hausfrau, ihr aus bäuerlichem Umfeld stammender Vater Konstruktionsleiter in einer Firma für Antriebstechnik. Die Eltern ließen sich später scheiden. Nach ihrem Studium der Germanistik, Philosophie und Anglistik in Trier und London promovierte sie im Fach Medienwissenschaft an der Universität Potsdam mit einer Arbeit zur Poetologie Yōko Tawadas. Sie veröffentlichte in Zeitschriften und Anthologien. Von 2008 bis 2010 studierte sie Szenisches Schreiben bei UniT Graz.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Autorenprofil beim Verlag (Memento des Vorlage:IconExternal vom 14. September 2018 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.hoffmann-und-campe.de Hoffmann und Campe, abgerufen am 14. September 2018</ref>

Ihren ersten Roman Die Lichter des George Psalmanazar, eine Romandoppelbiografie über Samuel Johnson und den „Orientbetrüger“ George Psalmanazar, nannte Martin Halter in der FAZ vom 18. September 2009 eine „barocke Wunderkammer voll wunderlicher Fata, herzzerreißender Melancholie und Klugheit.“ Sie ist Mitglied im PEN-Zentrum Deutschland.

Im Jahr 2022 gelangte sie mit ihrem Roman Lügen über meine Mutter auf die Shortlist des Deutschen Buchpreises.<ref>2022 Shortlist. In: deutsch-buchpreis.de. Abgerufen am 20. September 2022.</ref>

Im Frühjahr 2025 wurde Lügen über meine Mutter von der Tobis Filmproduktion als Kinofilm verfilmt. Regie führte Aron Lehmann.<ref>Daniela Dröschers „Lügen über meine Mutter“ bald auf der Leinwand – BuchMarkt. Abgerufen am 22. März 2025.</ref>

Seit Dezember 2022 ist sie Mitglied im PEN Berlin.<ref>Mitglieder. PEN Berlin, abgerufen am 16. Dezember 2022.</ref>

Dröscher lebt mit ihrer Familie in Berlin.

Auszeichnungen

Veröffentlichungen

Stücke

  • Hundert Blumen (UA in der Regie von Eva-Maria Baumeister; Staatstheater Mainz 2009)
  • H I M M E L A N G S T (UA in der Regie von Lilli Hoepner; Schauspielhaus Bochum 2009)
  • „Als wäre ich Papier“ (UA in der Regie von Matthias Folz; Kinder- und Jugendtheater Speyer 2010)
  • „Wer aus mir trinkt, wird ein Reh. Ein Wagner-Projekt nach Tristan und Isolde“ (UA in der Regie von Eva-Maria Baumeister; Theater der Keller, 2011)
  • „Madame Bovary“ (UA in der Regie von Christian Weise, Ballhaus Ost Berlin 2011)
  • „Eheleute und Ehelose“ (UA in der Regie von Hannes Hametner, Theater Koblenz 2013)
  • „Gespenster in Göttingen“ (UA in der Regie von Eva-Maria Baumeister, Junges Theater Göttingen 2014)
  • „Parsifal – einer von uns, mit uns, unter uns“ (ein Projekt von kidnap someone and make him happy, Junges Theater Göttingen 2014)

Romane

  • Die Lichter des George Psalmanazar, Berlin Verlag, Berlin 2009, ISBN 978-3-8270-0873-2.
  • Pola, Berlin Verlag, Berlin 2012, ISBN 978-3-8270-1106-0.
  • Zeige deine Klasse: Die Geschichte meiner sozialen Herkunft, Hoffmann und Campe Verlag, Hamburg 2018, ISBN 978-3-455-00431-1.
  • Lügen über meine Mutter, Kiepenheuer & Witsch, Köln 2022, ISBN 978-3-462-00199-0.
  • Junge Frau mit Katze, Kiepenheuer & Witsch, Köln 2025, ISBN 978-3-462-00761-9.<ref>deutschlandfunkkultur.de: D. Dröscher: "Junge Frau mit Katze" – Von der Hypochondrie zur Selbsterkenntnis. 23. August 2025, abgerufen am 2. Januar 2026.</ref>

Erzählungen

  • Gloria. Erzählungen. Berlin Verlag, Berlin 2010, ISBN 978-3-8270-0907-4.

Sonstiges

Einzelnachweise

<references />

Weblinks

Commons: Daniela Dröscher – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Vorlage:Hinweisbaustein