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Deblockieren

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Datei:Manuellterapi5.jpg
Handgrifftechniken werden nach exakter Befundung gezielt gegen Blockierungen eingesetzt, die sich nicht spontan lösen.

Als Deblockieren bezeichnet man in der Manuellen Medizin das Lösen von Blockierungen. Da es sich bei einer Blockierung um eine reversible, segmentale Bewegungsstörung handelt, ist das Ziel der Behandlung die vollständige Wiederherstellung der Beweglichkeit des betroffenen Gelenkes. Eine erfolgreiche Behandlung löst die Blockierung unverzüglich und stellt damit die physiologische Beweglichkeit des betroffenen Gelenkes sofort wieder her.<ref>R. Kittel et al.: Blockierung der Halswirbelsäule in den Segmenten C3 bis C5. In: Manuelle Medizin, 2002, S. 325–329, Verlag Springer, Berlin / Heidelberg, {{#invoke:URIutil|{{#ifeq:1|1|linkISSN|targetISSN}}|0025-2514|0}}{{#ifeq:1|0|[!] }}{{#ifeq:0|1

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Grundsätzliches

Blockierungen können sich spontan lösen oder durch einen therapeutischen Eingriff gelöst werden. Bei letzteren handelt es sich in der Regel um spezielle Handgrifftechniken, oder vom Patienten ausgeführte Bewegungen. Man unterscheidet dabei grundsätzlich in Mobilisation und Manipulation.

Mobilisation

Datei:Chiropractics Bed.JPG
Spezialliegen zur optimalen Lagerung der Patienten sind beim Deblockieren hilfreich.

Eine Mobilisation kann passiv oder aktiv erfolgen. Zu dieser Gruppe zählen alle Muskelenergietechniken einschließlich der postisometrischen Relaxation und die Längs- und Querdehnung der im Rahmen einer Blockierung betroffenen Muskulatur.

  • Bei der passiven Mobilisation wird eine Traktion senkrecht zur Tangentialebene eines Gelenkes ausgeführt. Dabei unterscheidet man das Lösen (leichte Traktion, ohne den Abstand der Gelenkflächen zu vergrößern), das Straffen (Anspannen des Kapselbandapparates, ohne ihn zu dehnen) und das Dehnen (moderates Dehnen des Kapselbandapparates). Im Rahmen der Behandlung eines Gelenkes werden die Stufen „Straffen“ und „Dehnen“ mehrfach unter permanenter Ausübung der Traktion wiederholt.
  • Bei der aktiven Mobilisation wird die Kraft zum Deblockieren eines Gelenkes vom Patienten selbst aufgebracht und nicht vom Therapeuten.

Manipulation

Sie wirkt direkt auf das blockierte Gelenk ein. Dabei wird ein mechanischer Impuls auf ein in moderater Endstellung (Grundspannung) befindliches Gelenk ausgeübt. Dabei darf es zu einem geringgradigen Überschreiten des bei passiver Bewegung vorher festgestellten Bewegungsausmaßes kommen. Häufig tritt dabei ein charakteristisches, kurz knackendes Geräusch auf. Eine Manipulation wird immer in eine freie Richtung des blockierten Gelenkes mit möglichst geringer Kraft ausgeübt. Dabei

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Nutzen des therapeutischen Deblockierens

Es existieren Studien, die zumindest für eine Teilgruppe der Patienten mit Rückenleiden von einer verbessernden Wirkung ausgehen. Allerdings wird die Datenlage als unzureichend als auch die Methodik der Studien kritisiert.

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Einzelnachweise und Anmerkungen

<references />

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