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Dentitio difficilis

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
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K00.7 Dentitionskrankheit
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Die Dentitio difficilis (von {{#invoke:Vorlage:lang|full|CODE=la |SCRIPTING=Latn |SERVICE=lateinisch}} ‚Zahndurchbruch‘ und difficilis ‚beschwerlich, schwierig‘)<ref name="Stowasser">Joseph Maria Stowasser: Der Kleine Stowasser, Lateinisch-deutsches Schulwörterbuch. G. Freytag Verlag, München.</ref> ist ein erschwerter Zahndurchbruch.

Datei:Teething.jpg
Untere Milch­schneide­zähne, kurz vor dem Durchbruch

Dentitio difficilis im Milchgebiss

Der Durchbruch der Milchzähne (Erste (lacteale) Dentition, umgangssprachlich auch Zahnen) ist häufig mit einer schmerzhaften Entzündung der Schleimhaut und erhöhtem Speichelfluss verbunden.

Dentitio difficilis im bleibenden Gebiss

Datei:Lower mandibular third molar impaction pericoronitis diagram.jpg
Mögliche Folgen:
A = Retinierter Weisheitszahn 48 mit mesialer Karies;
B = distale Karies am Zahn 47, dazwischen Gingivitis;
C = entzündete, künstliche Zahnfleischtasche;
D = Elongierter Zahn 18
Datei:Impacted wisdom teeth.jpg
Orthopantomogramm eines voll bezahnten bleibenden Gebisses.
Zahn 28: Distale Zahnfleischtasche.
Zahn 38: Verlagerter Weisheitszahn mit „Schmutzwinkel“ zwischen den Zähnen.
Zahn 48: Ebenfalls distale Zahnfleischtasche.
Datei:Toothy2.jpg
Durchbrechender Weisheitszahn 48 bei einer 22 Jahre alten Frau
Datei:Extrahierter weisheitszahn.jpg
Wunde eines frisch extrahierten Weisheitszahns 48. Nebenbefund: Zungenpiercing

Synonym: Perikoronitis (von Vorlage:GrcS ‚um, drum herum‘<ref>Wilhelm Gemoll: Gemoll, Griechisch-deutsches Schul- und Handwörterbuch. G. Freytag Verlag, München.</ref> und {{#invoke:Vorlage:lang|full|CODE=la |SCRIPTING=Latn |SERVICE=lateinisch}} ‚Krone‘)<ref name="Stowasser" />

Ursache

Die Dentitio difficilis tritt als Dentitionsstörung im bleibenden Gebiss fast ausschließlich beim Durchbruch von Weisheitszähnen auf, vorwiegend im Unterkiefer. Die Ursache liegt im Platzmangel für diese (zuletzt durchbrechenden) Zähne. Der Platzmangel entstand in der menschlichen Evolution durch eine bei zahlreichen Menschen entstandene Verkürzung des Unterkieferkörpers. Im Unterkiefer kommt hinzu, dass durch den aufsteigenden Ast des Unterkiefers (Ramus mandibulae) an der distalen Fläche der Zahnkrone oft eine Zahnfleischtasche entsteht, die der Zahnreinigung nicht hinreichend zugänglich ist. In dieser künstlichen Zahnfleischtasche können sich Bakterien und Speisereste ansammeln, die zu einer eitrigen Entzündung führen. Besonders bei einem verlagerten oder teilretinierten Zahn ist diese Gefahr gegeben, wobei dann auch andere Zahnflächen als „Schmutzwinkel“ in Frage kommen. (Siehe nebenstehende Abbildung)

Symptome

Therapie

Die Therapie liegt je nach Ausprägung des Krankheitsbildes darin, die Zahnfleischtasche zu reinigen und durch Einlegen eines Gazestreifens für einen Abfluss des eitrigen Sekrets zu sorgen oder die Zahnfleischkapuze zu excidieren. Bei einem Abszess muss dieser eröffnet werden, damit das eitrige Sekret abfließen kann. In diesem Stadium kann die Indikation zur Verabreichung eines Antibiotikums gegeben sein, falls bereits eine Kieferklemme, eine Parulis (Dicke Backe) oder Fieber besteht. Bei einer Rezidivgefahr ist das Mittel der Wahl, den Zahn nach Abklingen des akuten Stadiums operativ zu entfernen (Zahnosteotomie).

Siehe auch

Literatur

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Hinweisbaustein