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Deutsche Zeitung (New York)

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Deutsche Zeitung

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Beschreibung NSDAP-nahe Zeitung in New York
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Verlag DZ Publishing Corp.<ref name="kipphan-69" />
Erstausgabe 1934
Einstellung 1939
Erscheinungsweise wöchentlich
Verkaufte Auflage 30.000 Exemplare
(1934<ref>Klaus Kipphan: Deutsche Propaganda in den Vereinigten Staaten. Heidelberg 1971, S. 62.</ref>)
Chefredakteur Walter Kappe
Herausgeber W.L. McLaughlin
ZDB 1074831-3

Die Deutsche Zeitung in New York war eine Zeitung in deutscher Sprache, die von 1934 bis 1939 in New York erschien. Die Publikation unterstützte die Politik des nationalsozialistischen Deutschen Reichs und war Verbandsorgan der im Juli 1933 gegründeten Friends of New Germany,<ref name="nyt-1934-11-14">Pleas Save Editor from Prison Term. In: „New York Times“ vom 14. November 1934.</ref> einer Vorläuferorganisation des Amerikadeutschen Bunds.

Geschichte

Die Zeitung galt zusammen mit der Publikation German Outlook als Sprachrohr der Nationalsozialisten in den Vereinigten Staaten, auch wenn Herausgeber W.L. McLaughlin, zugleich Vizepräsident der DZ Publishing Corporation,<ref name="kipphan-69">Klaus Kipphan: Deutsche Propaganda in den Vereinigten Staaten. Heidelberg 1971, S. 69.
Die DZ Publishing Corporation wird in der Literatur auch als DZ Publishing Company oder D-Z Publishing Company bezeichnet, das DZ/D-Z steht für Deutsche Zeitung. Der volle Name von W.L. McLaughlin, der nur so genannt wird, ist William Lyon McLaughlin.</ref> 1934 während einer Kongress-Untersuchung (Investigation of Nazi Propaganda Activities…, 73. Kongress, 2. Sitzung.<ref>Investigation of Nazi propaganda activities and investigations of certain other propaganda activities: Public hearings before the Special committee on un-American activities, House of representatives, Seventy-third Congress, second session. Band 12, United States Congress, Special Committee on Un-American Activities. United States Government Printing Office, Washington DC 1934, S. 323.</ref>) beteuerte, dass die Deutsche Zeitung sich selbst trage und nicht durch Deutschland finanziert werde.<ref>Nazi Papers Here Deny Official Aid. In: „New York Times“ vom 15. März 1934.</ref> Auch der Chefredakteur Walter Kappe musste als Zeuge vor dem House Committee on Un-American Activities (HUAC) aussagen, und wurde vom jüdischen HUAC-Vorsitzenden Samuel Dickstein befragt.<ref>Jeffrey Scott Demsky: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Going Public in Support: American Discursive Opposition to Nazi Anti-Semitism, 1933–1944 (Memento des Vorlage:IconExternal vom 19. Juni 2010 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/etd.fcla.edu (PDF; 703 kB), University of Florida 2007, S. 40. (Dissertation)</ref> Im November 1934 entging McLaughlin einer einjährigen Freiheitsstrafe wegen Verleumdung, musste sich aber dazu verpflichten, in der Deutschen Zeitung keine Hetzartikel gegen Juden mehr zu veröffentlichen.<ref name="nyt-1934-11-14" />

Literatur

  • Klaus Kipphan: Deutsche Propaganda in den Vereinigten Staaten, 1933–1941. Winter, Heidelberg 1971, ISBN 3-533-02158-0.
  • Stephen Economides: Der Nationalsozialismus und die deutschsprachige Presse in New York 1933–1941. Lang, Frankfurt am Main 1982, ISBN 3-8204-5750-X.
  • Cornelia Wilhelm: Bewegung oder Verein? Nationalsozialistische Volkstumspolitik in den USA. Steiner, Stuttgart 1998, ISBN 3-515-06805-8. (Transatlantische historische Studien. Band 9)

Einzelnachweise

<references />