Deutscher Schmerzpreis
Der Deutsche Schmerzpreis (Deutscher Förderpreis für Schmerzforschung und Schmerztherapie) ist ein Förderpreis, welcher seit 1986 von der Deutschen Gesellschaft für Schmerzmedizin verliehen wird. Der Preis wurde von dem pharmazeutischen Forschungsunternehmen Mundipharma gestiftet und ist mit 10.000 € dotiert. Ab 2019 ist der Preis mit 5.000 € dotiert und wird erstmals ohne kommerzielle Unterstützung der pharmazeutischen Industrie gemeinsam von der Deutschen Gesellschaft für Schmerzmedizin (DGS) und der Deutschen Schmerzliga (DSL) gestiftet.<ref name="AZ">Preis für Forschung zu chronischen Schmerzen aerztezeitung.de</ref> Ein Ehrenpreis, der von Teva Pharmaceutical Industries gesponsert wird, ist mit 3.000 € dotiert.
Verleihung
Die Preisverleihung findet im Rahmen des alljährlichen Deutschen Schmerz- und Palliativtages in Frankfurt am Main in Zusammenarbeit mit der Deutschen Schmerzliga statt.
Dieser Preis wird an Persönlichkeiten oder Organisationen vergeben, die sich durch wissenschaftliche Arbeiten über Diagnostik und Therapie akuter und chronischer Schmerzzustände verdient gemacht oder die durch ihre Arbeit oder ihr öffentliches Wirken entscheidend zum Verständnis des Problemkreises Schmerz und der davon betroffenen Patienten beigetragen haben.<ref>Deutsche Gesellschaft für Schmerztherapie e. V.: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Deutscher Förderpreis für Schmerzforschung und Schmerztherapie ( vom 12. Mai 2013 im Internet Archive).</ref>
Ziel
Ziele sind die Förderung der Algesiologie als die Wissenschaft vom Schmerz, der Verbesserung der schmerztherapeutischen Versorgung, der Fort- und Weiterbildung. Des Weiteren soll das allgemeine Interesse und das Verständnis für die Schmerzkrankheit, für Schmerzpatienten und für die verschiedenen Methoden der Schmerztherapie geweckt werden.
Preisträger
- 2025 – Nathalie Malewicz-Oeck, Jana Aulenkamp, Christine Meyer-Frießem, Bochum
- 2024 – Thomas Herdegen, Kiel<ref>Monika Funck: Deutscher Schmerz- und Palliativtag 2024: Prof. Dr. Thomas Herdegen wird mit Deutschem Schmerzpreis 2024 ausgezeichnet. Deutsche Gesellschaft für Schmerzmedizin, Pressemitteilung vom 18. März 2024 beim Informationsdienst Wissenschaft (idw-online.de), abgerufen am 19. März 2024.</ref>
- 2023 – Giovanni Maio, Freiburg<ref>Monika Funck: Deutscher Schmerz- und Palliativtag 2023: Prof. Dr. Giovanni Maio erhält den Deutschen Schmerzpreis. Deutsche Gesellschaft für Schmerzmedizin, Pressemitteilung vom 20. März 2023 beim Informationsdienst Wissenschaft (idw-online.de), abgerufen am 20. März 2023.</ref>
- 2022 – Gideon Franck, Fulda<ref>Monika Funck: Psychotherapeut Gideon Franck erhält Deutschen Schmerzpreis für sein Programm „Schritt ins Leben“. Deutsche Gesellschaft für Schmerzmedizin, Pressemitteilung vom 23. März 2022 beim Informationsdienst Wissenschaft (idw-online.de), abgerufen am 23. März 2022.</ref>
- 2020 – Matthias Thöns, Witten
- 2019 – Jens Michael Heyn, München; Benjamin Luchting, Landsberg am Lech;<ref>Nicole Zeuner: Schmerzpreis für Forschung zur adaptiven Immunantwort bei chronischen Schmerzen. Deutsche Gesellschaft für Schmerzmedizin, Pressemitteilung vom 9. März 2019 beim Informationsdienst Wissenschaft (idw-online.de), abgerufen am 9. März 2019.</ref><ref name="AZ" /> Birgitta Gibson, Frankfurt am Main (Ehrenpreis)<ref>Nicole Zeuner: Ehrenpreis für DSL-Vizepräsidentin Birgitta Gibson. Deutsche Gesellschaft für Schmerzmedizin, Pressemitteilung vom 9. März 2019 beim Informationsdienst Wissenschaft (idw-online.de), abgerufen am 9. März 2019.</ref>
- 2018 – Gerhard H. H. Müller-Schwefe, Göppingen<ref>Nicole Zeuner: Deutscher Schmerz- und Palliativtag //Schmerzpreis für Dr. med. Gerhard H. H. Müller-Schwefe. Deutsche Gesellschaft für Schmerzmedizin, Pressemitteilung vom 9. März 2018 beim Informationsdienst Wissenschaft (idw-online.de), abgerufen am 9. März 2018.</ref>
- 2017 – Hanne B. Albert, Odense<ref>Nicole Zeuner: Antibiotika wirken gegen Rückenschmerzen - Dänische Wissenschaftlerin erhält Deutschen Schmerzpreis. Deutsche Gesellschaft für Schmerzmedizin, Pressemitteilung vom 25. März 2017 beim Informationsdienst Wissenschaft (idw-online.de), abgerufen am 25. März 2017.</ref>
- 2016 – Günther Bittel, Duisburg<ref>Dr. Günther Bittel mit Schmerzpreis der DGS und DSL ausgezeichnet / Bittel stiftet das Preisgeld für Gesundheitszentrum im syrischen Kobane. In: presseportal.de. Abgerufen am 4. März 2016.</ref>
- 2015 – Ralph Spintge, Lüdenscheid;<ref>Nicole Zeuner: Professor Dr. Ralph Spintge erhält Schmerzpreis 2015. Deutsche Gesellschaft für Schmerzmedizin, Pressemitteilung vom 6. März 2015 beim Informationsdienst Wissenschaft (idw-online.de), abgerufen am 6. März 2015.</ref> Oliver M. D. Emrich, Ludwigshafen (Ehrenpreis)<ref>Nicole Zeuner: Dr. Oliver Emrich erhält Ehrenpreis des Schmerzpreises. Deutsche Gesellschaft für Schmerzmedizin, Pressemitteilung vom 7. März 2015 beim Informationsdienst Wissenschaft (idw-online.de), abgerufen am 7. März 2015.</ref>
- 2014 – Hartmut Göbel, Kiel;<ref>Deutsche Gesellschaft für Schmerzmedizin: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Professor Dr. Hartmut Göbel mit Schmerzpreis ausgezeichnet – Deutscher Förderpreis für Schmerzmedizin geht nach Kiel ( vom 22. März 2014 im Internet Archive). Pressemeldung vom 21. März 2014 (PDF, 86 kB); abgerufen am 22. März 2014.</ref> Johannes Horlemann, Kevelaer (Ehrenpreis)<ref>Deutsche Gesellschaft für Schmerzmedizin: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />„Engagement für Patienten mit chronischen Schmerzen“ – Dr. Johannes Horlemann erhält den Ehrenpreis des Deutschen Schmerzpreises ( vom 22. März 2014 im Internet Archive). Pressemeldung vom 21. März 2014 (PDF, 86 kB); abgerufen am 22. März 2014.</ref>
- 2013 – Reinhard Sittl, Erlangen;<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Pressestelle Deutscher Schmerz- und Palliativtag 2013, ( des Vorlage:IconExternal vom 14. März 2013 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. abgerufen am 6. April 2013.</ref> Rolf Detlev Treede, Mannheim (Ehrenpreis)
- 2012 – Kati Thieme, Marburg<ref>Schmerzpreis 2012 für Forschungen zu Fibromyalgie – Artikel in der Ärzte-Zeitung, 21. März 2012.</ref>, Henning Blume, Oberursel (Ehrenpreis)<ref>Ehrenpreis für Professor Henning Blume. In: deutsche-apotheker-zeitung.de. 18. Juli 2015, abgerufen am 10. Oktober 2016.</ref>
- 2011 – Thomas Sitte, Deutsche PalliativStiftung, Fulda; Michael A. Überall, Nürnberg (Ehrenpreis)
- 2010 – Thomas Nolte, Wiesbaden; Ruth Drdla, Wien (Ehrenpreis), Matthias Gassner, Wien (Ehrenpreis), Jürgen Sandkühler, Wien (Ehrenpreis)
- 2009 – Günther Sprotte, Würzburg; Wolfgang Bartel, Halberstadt (Ehrenpreis)
- 2008 – Ulrike Stamer, Bonn; Eberhard Klaschik, Bonn (Ehrenpreis)
- 2007 – Tony Yaksh, San Diego (USA); Danilo Jankovic, Köln-Hürth (Ehrenpreis)
- 2006 – Deutsche Schmerzliga, Frankfurt am Main; Siegfried Mense, Heidelberg (Ehrenpreis)
- 2005 – Gerald M. Aronoff, Charlotte NC (USA); Jürgen Sandkühler, Wien (Ehrenpreis)
- 2004 – Eberhard Klaschik, Bonn; Gerd Giesslinger, Frankfurt am Main (Ehrenpreis)
- 2003 – Ralf Baron, Kiel; Marianne Koch, Tutzing (Ehrenpreis)
- 2002 – Dietrich Jungck, Hamburg und Thomas Flöter, Frankfurt am Main; Roland Wörz, Bad Schönborn (Ehrenpreis)
- 2001 – Wolfgang Bartel, Halberstadt; Peter Schöps, München (Ehrenpreis)
- 2000 – Stein Husebø, Bergen (Norwegen); Johannes Kornhuber, Göttingen (Ehrenpreis)
- 1999 – Burkhart Bromm, Hamburg, Walter Zieglgänsberger, München (Ehrenpreis)
- 1998 – Heinz-Dieter Basler, Marburg
- 1997 – Ulrich Drechsel, Wiesbaden
- 1996 – Kay Brune, Erlangen
- 1995 – Felix Mann, London
- 1994 – Robert F. Schmidt, Würzburg
- 1993 – Horst Ferdinand Herget, Gießen
- 1992 – Pekka J. Pöntinen, Tampere (Finnland)
- 1991 – Albrecht Struppler, München
- 1990 – Walter Zieglgänsberger, München und Thomas Tölle, München; Donald Bruce Scott, Edinburgh (Ehrenpreis)
- 1989 – Peter Wehling, Düsseldorf; Daniel C. Moore, Seattle (USA) (Ehrenpreis)
- 1988 – Helmut Blumberg, Freiburg; Manfred Zimmermann, Heidelberg (Ehrenpreis), Hanne Seemann, Heidelberg (Ehrenpreis)
- 1987 – Michael Eisenhut, Heidelberg
- 1986 – Hans-Georg Schaible, Würzburg
Weblinks
Einzelnachweise
<references />