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Diclofop-methyl

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Vorlage:Infobox Chemikalie

Diclofop-methyl ist selektives Nachlaufherbizid und wird beim Anbau von Weizen und Sommergerste gegen Flughafer und beim Anbau von Rüben ebenfalls zur Bekämpfung von Flughafer aber auch Hirsearten eingesetzt.<ref>Rudolf Heitefuss: In Pflanzenschutz: Grundlagen der praktischen Phytomedizin, 3. neubearbeitete und erweiterte Auflage, Georg Thieme Verlag Stuttgart, ISBN 3-13-513303-6.</ref><ref name="umweltlexikon">Müfit Bahadir, Harun Parlar, Michael Spiteller: In Springer Umweltlexikon, 2. Auflage, Springer Verlag Berlin Heidelberg New York, ISBN 3-540-63561-0.</ref> Es gehört zur Wirkstoffklasse der Aryloxyphenoxypropionate.

Geschichte

Die Markteinführung erfolgte in den späten 1970er Jahren durch die Hoechst AG, die im Chemiepark Knapsack 1979 die erste Produktionsanlage für das Herbizid unter dem Markennamen Illoxan in Betrieb nimmt.<ref>chemiepark-knapsack.de: Vorlage:Webarchiv.</ref>

Diclofop-methyl ist unter den Markennamen Illoxan, Hoelon und One Shot im Handel und war bis 31. Dezember 2001 unter einem Patentschutz auf die Firma Agrevo (später Bayer CropScience) registriert.

Mit der Entscheidung der Europäischen Kommission vom 5. Dezember 2008 sollte Diclofop-methyl spätestens bis 31. Dezember 2010 die Zulassung als Pestizid für die Europäische Gemeinschaft entzogen werden.<ref>Vorlage:EUR-Lex-Rechtsakt.</ref>

In der Schweiz, Österreich und Deutschland ist Diclofop-methyl mittlerweile nicht oder nicht mehr als Pflanzenschutzmittel zugelassen.<ref name="PSM">Vorlage:PSM-Verz</ref> In Südtirol darf es verwendet werden.<ref>Autonome Provinz Bozen Südtirol: Erlaubte Pflanzenschutzmittel, Beschluss vom 1. Juli 2014.</ref>

Wirkung

Durch Hydrolyse des Esters wird der eigentlich herbizide Wirkstoff, die Carbonsäure Diclofop, nach der Anwendung freigesetzt.<ref name="umweltlexikon" /> Es ist ein Inhibitor des Enzyms ACCase (Acetyl-CoA-Carboxylase).<ref>Hans-Walter Heldt: Plant biochemistry. Elsevier Academic Press 2005, ISBN 0-12-088391-0.</ref>

Analyse

Diclofop-methyl kann mit Hilfe der Gaschromatographie nachgewiesen werden.<ref>Depository Services Program der Kanadischen Regierung (PDF; 14 kB).</ref>

Einzelnachweise

<references />