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Dietmar Schwarz (Intendant)

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Dietmar Schwarz (* 14. November 1957 in Biberach an der Riß) ist ein deutscher Dramaturg und Intendant.

Leben

Nach dem Abitur am Wieland-Gymnasium Biberach<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Früher – Heute – Morgen (Memento des Vorlage:IconExternal vom 1. Februar 2016 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.wieland-gymnasium.de (PDF; 1,1 MB), in: WG aktuell, Schuljahr 2009/10, Ausgabe Nr. 2 / Mai 2010, S. 7</ref> studierte Schwarz Literatur- und Theaterwissenschaft an der Ludwig-Maximilians-Universität München und an der Pariser Sorbonne.

Nach dem Studium arbeitete Schwarz als Dramaturg am Stadttheater Freiburg, am Theater Bremen sowie an der Oper Frankfurt.

1994 kehrte er als leitender Dramaturg an das Bremer Theater zurück. Ab 1998 war er Operndirektor am Nationaltheater Mannheim, von wo er in gleicher Funktion 2006 an das Theater Basel wechselte. Unter seiner Leitung wurde das Theater Basel 2009 und 2010 zum Opernhaus des Jahres gewählt.

Vom 1. August 2012<ref name="BZ2012">Dirk Krampitz: Das wichtigste Pult der Deutschen Oper. In: B.Z. 31. Juli 2012, abgerufen am 1. August 2012.</ref> bis zum 31. Juli 2025<ref>Jobs – buehnenjobs.de. Abgerufen am 18. September 2022.</ref><ref>Vertragsverlängerungen Leitungsspitze Deutsche Oper Berlin. 2. November 2020, abgerufen am 18. September 2022.</ref> war Schwarz Intendant der Deutschen Oper Berlin, die er programmatisch mit Helmut Lachenmanns Mädchen mit den Schwefelhölzern eröffnete.<ref>Frederik Hanssen: Lachenmanns „Mädchen mit den Schwefelhölzern“: Durchs tönende Universum. In: Tagesspiegel Online. 17. September 2012, abgerufen am 25. September 2017.</ref> Seinen Abschied gab er mit einer konzertanten Aufführung von Massenets Oper Werther am 25. Juli 2025.<ref>Corina Kolbe: Intendant Schwarz verabschiedet sich aus Berlins „Bürgeroper“. In: MUSIK HEUTE. 23. Juli 2025, abgerufen am 2. März 2026.</ref> Die Präsentation zeitgenössischen Musiktheaters war ihm ein Anliegen: Jedes Jahr stand eine Uraufführung auf dem Spielplan, so u. a. Andrea Lorenzo Scartazzinis Edward II.<ref>Musik: Scartazzinis Oper „Edward II.“ in Berlin. In: Zeit Online. 20. Februar 2017, abgerufen am 25. September 2017.</ref> und Aribert Reimanns L'Invisible.<ref>Kompositionsauftrag an Aribert Reimann: L'Invisible. In: evs-musikstiftung.ch. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 26. September 2017; abgerufen am 25. September 2017.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.evs-musikstiftung.ch</ref>

Neben der Erneuerung des klassischen Repertoires durch Regisseure wie Christof Loy, Robert Carsen, Christian Spuck und Benedikt von Peter bildete die französische Grand opéra einen Programmschwerpunkt: mit Vasco Da Gama, Les Huguenots und Le prophète wurden wichtige Werke von Giacomo Meyerbeer an der Deutschen Oper präsentiert. Gemeinsam mit Generalmusikdirektor Donald Runnicles verfolgte Dietmar Schwarz saisonübergreifend die Präsentation von Werken Benjamin Brittens.

Die im November 2012 eröffnete Spielstätte Tischlerei wurde unter Schwarz ein Raum für Experimente mit neuen Formen des Musiktheaters und Uraufführungen von Kinderopern sowie für Projekte des Jugendprogramms. 2015 schrieb Schwarz einen Zusatzpreis zum Götz-Friedrich-Preis aus: den Sonderpreis Tischlerei Deutsche Oper Berlin.

Dietmar Schwarz wurde zum Mitglied der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste ernannt und gehört der Intendanten-Jury des Ring Awards an, dem Internationalen Wettbewerb für Regie und Bühnengestaltung in Graz.

Literatur

Einzelnachweise

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