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Mangan(VII)-oxid

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Vorlage:Infobox Chemikalie

Mangan(VII)-oxid (engl. Manganese heptoxide) ist eine chemische Verbindung mit der Summenformel Mn2O7. Die ölige Flüssigkeit ist als starkes Oxidationsmittel hochreaktiv. Die erste Beschreibung erfolgte 1860.<ref>Vorlage:Literatur</ref>

Gewinnung und Darstellung

Mangan(VII)-oxid wird durch die Reaktion von Schwefelsäure mit Kaliumpermanganat gewonnen.<ref name="brauer">Georg Brauer (Hrsg.) u. a.: Handbuch der Präparativen Anorganischen Chemie. 3., umgearbeitete Auflage. Band III, Ferdinand Enke, Stuttgart 1981, ISBN 3-432-87823-0, S. 1583.</ref>

<math>\mathrm{2 \ KMnO_4 + 2 \ H_2SO_4 \longrightarrow}</math> <math>\mathrm{Mn_2O_7 + H_2O + 2 \ KHSO_4}</math>

Eigenschaften

Datei:Manganese heptoxide.jpg
Mangan(VII)-oxid in einer Petrischale; man erkennt die beiden Farben der Substanz

Bei niedrigen Temperaturen liegt die Verbindung als kristalliner Feststoff vor, der grünes Licht reflektiert und im Durchlicht rot aussieht.<ref name="GESTIS" /> Die Verbindung besteht aus einem Paar Tetraeder, die über ein Sauerstoffatom verbunden sind, was mit der Strukturformel O3Mn–O–MnO3 beschrieben werden kann. Die außenliegenden Mn–O–Bindungen haben eine Länge von 158,5 pm, die zentrale Bindung von 177 pm. Die zentrale Mn–O–Mn-Bindung hat einen Winkel von 120,7°.<ref>Vorlage:Literatur</ref> Diese Eigenschaften ähneln Pyrosulfaten, Pyrophosphaten, Dichromaten und anderen R2O7–Verbindungen (wobei R für Chlor oder Metalle wie Technetium oder Rhenium<ref>Vorlage:Literatur</ref> steht).

Sicherheitshinweise

Mangan(VII)-oxid ist eine hochreaktive Verbindung. Sie zersetzt sich ab −10 °C langsam und ab 95 °C explosionsartig<ref name="Holleman-Wiberg">Vorlage:Holleman-Wiberg</ref>, wobei die Explosion auch durch Schlag oder Verunreinigungen ausgelöst werden kann. Zwischen diesen Temperaturen wird Verpuffung beobachtet.<ref name="GESTIS" /> Es entstehen dabei Mangan(IV)-oxid (Braunstein), Sauerstoff sowie geringe Mengen an Ozon, was der Verbindung einen starken Geruch verleiht.<ref name="riedel">Vorlage:Literatur</ref>

<math>\mathrm{2 \ Mn_2O_7 \longrightarrow 4 \ MnO_2 + 3 \ O_2 }</math>

Sie verkohlt die meisten organischen Stoffe, wie etwa Holz, in zum Teil explosionsartiger Reaktion und ist damit stark ätzend. Mit Aceton oder anderen Lösungsmitteln erfolgt Selbstentzündung. In Tetrachlorkohlenstoff ist es relativ stabil.<ref name="riedel" />

Einzelnachweise

<references />

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