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Pivalinsäure

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
(Weitergeleitet von Dimethylpropansäure)
Strukturformel
Struktur von Pivalinsäure
Allgemeines
Name Pivalinsäure
Andere Namen
  • 2,2-Dimethylpropansäure
  • Dimethylpropionsäure
  • Neopentansäure
  • Trimethylessigsäure (veraltet)<ref name="Roempp" />
Summenformel C5H10O2
Kurzbeschreibung

farblose Kristalle mit unangenehmem Geruch<ref name="GESTIS" />

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer Vorlage:CASRN
EG-Nummer 200-922-5
ECHA-InfoCard 100.000.839
PubChem 6417
ChemSpider 6177
Wikidata [[:d:Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)|Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)]]
Eigenschaften
Molare Masse 102,13 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Dichte

0,91 g·cm−3 (20 °C)<ref name="GESTIS">Eintrag zu Vorlage:Linktext-Check in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFAVorlage:Abrufdatum (JavaScript erforderlich)</ref>

Schmelzpunkt

33–35 °C<ref name="Roempp">Eintrag zu Pivalinsäure. In: Römpp Online. Georg Thieme VerlagVorlage:Abrufdatum</ref><ref>W. M. Haynes (Hrsg.): CRC Handbook of Chemistry and Physics. 97. Auflage. (Internet-Version: 2016), CRC Press / Taylor and Francis, Boca Raton FL, Physical Constants of Organic Compounds, S. 3-220.</ref>

Siedepunkt

163–164 °C<ref name="GESTIS" /><ref name="Roempp" />

Dampfdruck
  • 7,3 hPa (50 °C)<ref name="GESTIS" />
  • 18,6 hPa (70 °C)<ref name="GESTIS" />
pKS-Wert

5,03 (20 °C)<ref name="CRC90_8_44">David R. Lide (Hrsg.): CRC Handbook of Chemistry and Physics. 90. Auflage. (Internet-Version: 2010), CRC Press / Taylor and Francis, Boca Raton FL, Dissociation Constants of Organic Acids and Bases, S. 8-44.</ref>

Löslichkeit

wenig in Wasser (27,9 g·l−1 bei 20 °C)<ref name="GESTIS" />, sehr gut löslich in Ethanol und Diethylether<ref name="Roempp" />

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung<ref name="GESTIS" />
Gefahrensymbol Gefahrensymbol

Gefahr

H- und P-Sätze H: 302​‐​312​‐​315​‐​318
P: 280​‐​302+352​‐​305+351+338​‐​313<ref name="GESTIS" />
Toxikologische Daten

900 mg·kg−1 (LD50Ratteoral)<ref name="GESTIS" />

Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa).

Pivalinsäure ist eine verzweigte, kurzkettige Carbonsäure aus der Gruppe der vier isomeren Pentansäuren, sowie die einfachste Koch-Säure (tertiäre gesättigte Monocarbonsäuren).

Darstellung

Synthetisch kann Pivalinsäure durch Oxidation von Pinacolon, durch Grignard-Reaktion aus tert-Butylchlorid (untere Darstellung) oder durch die Koch-Reaktion aus 2-Methylpropen (Isobuten), Kohlenstoffmonoxid und Wasser erhalten werden:

Datei:Carboxylation of alkyl magnesium halides.svg
Reaktion von t-Butylmagnesiumbromid mit Kohlendioxid zu Pivalinsäure
Datei:Schemata-der-Koch-Reaktion V.svg
Herstellung von Pivalinsäure durch die Koch-Reaktion. R1, R2 = CH3

Eigenschaften

Die Pivalinsäure bildet farblose, nadelförmige Kristalle von stechendem Geruch, die sich wenig in Wasser, aber gut in Ethanol und Diethylether lösen. Durch sterische Effekte auf das Molekül weist Pivalinsäure im Vergleich zu anderen Valeriansäuren einige besondere Eigenschaften auf, z. B. ist die Esterbildung bzw. die Hydrolyse der Pivalinsäureester erheblich erschwert.

Verwendung

Pivalinsäure wird zur Herstellung von Polyvinylestern (Vinylpivalat) und pharmazeutischen Präparaten verwendet. Dabei nutzt man den Effekt der sterischen Hemmung durch Einsatz von Estern medizinisch wirksamer Substanzen aus, die dann im Organismus nur langsam gespalten und resorbiert werden, wie z. B. Testosteronpivalat.<ref name="GESTIS" /> Weiterhin wird Pivalinsäure als Co-Katalysator in Palladium-katalysierten Reaktionen (zumeist C-H Aktivierungsreaktionen) verwendet.<ref>Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2</ref><ref>Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2</ref>

Sicherheitshinweise

Pivalinsäure ist brennbar. Der Flammpunkt im geschlossenen Tiegel liegt bei 64 °C, die untere Explosionsgrenze (UEG) bei ca. 1,6 Vol.‑% (ca. 68 g/m³) und die Zündtemperatur oberhalb von 500 °C. Die Säure reizt Augen, Atemwege, Schleimhäute und Haut und kann auch über die Haut resorbiert werden.<ref name="GESTIS" />

Weblinks

Commons: Pivalinsäure – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />