Zum Inhalt springen

Dinoterb

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Strukturformel
Strukturformel von Dinoterb
Allgemeines
Name Dinoterb
Andere Namen
  • 2-tert-Butyl-4,6-dinitrophenol
  • Tolkan
  • Herbogil
  • 2-(1,1-Dimethylethyl)-4,6-dinitrophenol
Summenformel C10H12N2O5
Kurzbeschreibung

gelblicher Feststoff mit phenolartigem Geruch<ref name="GESTIS">Eintrag zu Vorlage:Linktext-Check in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFAVorlage:Abrufdatum (JavaScript erforderlich)</ref><ref name="PPDB">Eintrag zu Vorlage:Linktext-Check in der Pesticide Properties DataBase (PPDB) der University of HertfordshireVorlage:Abrufdatum</ref>

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer
EG-Nummer 215-813-8
ECHA-InfoCard 100.014.376
PubChem 14994
Wikidata [[:d:Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)|Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)]]
Eigenschaften
Molare Masse 240,22 g·mol−1
Aggregatzustand

fest<ref name="GESTIS" />

Schmelzpunkt

125,5–126,5 °C (Zersetzung)<ref name="GESTIS" />

Löslichkeit

sehr schwer in Wasser (0,45 mg·l−1 bei pH 5 bei 20 °C)<ref name="GESTIS" />

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung aus Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 (CLP),<ref name="CLP_100.014.376">Eintrag zu Vorlage:Linktext-Check in der Datenbank ECHA CHEM der Europäischen Chemikalienagentur (ECHA)Vorlage:Abrufdatum Hersteller bzw. Inverkehrbringer können die harmonisierte Einstufung und Kennzeichnung erweitern.</ref> ggf. erweitert<ref name="GESTIS" />
Gefahrensymbol Gefahrensymbol Gefahrensymbol

Gefahr

H- und P-Sätze H: 300​‐​311​‐​360D​‐​410
EUH: 044
P: 201​‐​273​‐​280​‐​301+310+330​‐​302+352+312<ref name="GESTIS" />
Toxikologische Daten

26 mg·kg−1 (LD50Ratteoral)<ref name="GESTIS" />

Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa).

Dinoterb ist eine chemische Verbindung aus der Gruppe der Dinitrophenole.

Eigenschaften

Dinoterb ist ein brennbarer Feststoff, welcher in Wasser schlecht löslich ist. Er zersetzt sich beim Erhitzen vor dem Erreichen seines Siedepunktes.<ref name="GESTIS" />

Verwendung

Dinoterb wurde als Herbizid und Rodentizid eingesetzt.<ref>noaa: Dinoterp</ref> Es wurde 1963 von Pepro (später Teil der Firma Rhône-Poulenc) entwickelt und eingeführt.<ref name="buch">György Matolcsy,Miklós Nádasy,Viktor Andriska,Sándor Terényi: Pesticide chemistry, Band 3. Elsevier Science, 1989, ISBN 978-0-444-98903-1 (Seite 580 in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref>

Zulassung

Der Einsatz von Dinoterb wurde basierend auf einer Entscheidung der EU im Jahr 1997 verboten.<ref name="EU">European Commission - Directorate General for Agriculture: Review report for the active substance dinoterb. (PDF; 14 kB).</ref> In den EU-Staaten wie Deutschland und Österreich sowie in der Schweiz ist kein Pflanzenschutzmittel mit diesem Wirkstoff zugelassen.<ref name="PSM">Generaldirektion Gesundheit und Lebensmittelsicherheit der Europäischen Kommission: Eintrag zu Vorlage:Linktext-Check in der EU-Pestiziddatenbank; Eintrag in den nationalen Pflanzenschutzmittelverzeichnissen der Schweiz, Österreichs und DeutschlandsVorlage:Abrufdatum</ref>

Einzelnachweise

<references />