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Diphenylarsincyanid

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Strukturformel
Datei:Clark 2.svg
Allgemeines
Name Diphenylarsincyanid
Andere Namen
  • Diphenylarsancarbonitril
  • Blaukreuz (mehrdeutig)
  • Clark 2
Summenformel C13H10AsN
Kurzbeschreibung

farbloser Feststoff<ref name="RÖMPP">RÖMPP Lexikon Chemie, 10. Auflage, 1996-1999, Band 2: Cm - G. Thieme, 2014, ISBN 978-3-13-199981-8, S. 121 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref>

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer Vorlage:CASRN
EG-Nummer 245-716-6
ECHA-InfoCard 100.041.545
PubChem 64506
ChemSpider 58070
Wikidata [[:d:Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)|Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)]]
Eigenschaften
Molare Masse 255,14 g·mol−1
Aggregatzustand

fest<ref name="RÖMPP" />

Dichte

1,45 g·cm−3<ref name="Ferdinand Flury" />

Schmelzpunkt

30–35 °C<ref name="RÖMPP" />

Siedepunkt

290–350 °C<ref name="RÖMPP" />

Löslichkeit

schwer löslich in Wasser<ref name="Ferdinand Flury" />

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung aus Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 (CLP),<ref name="CLP_100.240.769">Nicht explizit in Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 (CLP) gelistet, fällt aber mit der angegebenen Kennzeichnung unter die Gruppeneinträge zu Vorlage:Linktext-Check und Vorlage:Linktext-Check in der Datenbank ECHA CHEM der Europäischen Chemikalienagentur (ECHA)Vorlage:Abrufdatum Hersteller bzw. Inverkehrbringer können die harmonisierte Einstufung und Kennzeichnung erweitern.</ref> ggf. erweitert<ref name="GESTIS">Eintrag zu Vorlage:Linktext-Check in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFAVorlage:Abrufdatum (JavaScript erforderlich)</ref>
Gefahrensymbol Gefahrensymbol

Gefahr

H- und P-Sätze H: 330​‐​310​‐​300​‐​410
EUH: 032
P: ?
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa).

Diphenylarsincyanid, auch CLARK 2 (Cyanid-Arsen-Kampfstoff) genannt, wurde 1918 von G. Sturniolo und G. Bellinzoni<ref>Sturniolo, G. und Bellinzoni, G. (1919); Bull. chim. pharm., 58, 409–410.</ref> entwickelt und bereits kurze Zeit später wie das verwandte Clark 1 (Diphenylarsinchlorid) im Ersten Weltkrieg eingesetzt. Eine weitere verwandte Verbindung ist das Clark 3 (Diphenylaminarsincyanid).

Gewinnung und Darstellung

Diphenylarsincyanid kann durch Umsetzung von Diphenylarsinchlorid mit Natriumcyanid gewonnen werden.<ref name="Ferdinand Flury">Ferdinand Flury, Franz Zernik: Schädliche Gase. Springer Berlin Heidelberg, 1969, ISBN 978-3-642-49863-3, S. 191 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref>

Eigenschaften

Der Stoff bildet farblose, knoblauchartig oder nach bitteren Mandeln riechende, schwer flüchtige Kristalle und verursacht Übelkeit, Erbrechen und Kopfschmerzen. Es greift Augen, Haut und Atemtrakt stark an. Spätfolgen sind zum Beispiel Lungenödeme.<ref name="RÖMPP" />

Siehe auch

Literatur

  • Haas, R. et al. (1998): Chemisch-analytische Untersuchung von Arsenkampfstoffen und ihren Metaboliten. UWSF – Z Umweltchem Ökotox; 10, 289–293; PDF (freier Volltextzugriff)

Einzelnachweise

<references/>