Diphenylarsincyanid
| Strukturformel | |||||||||||||||||||
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| Datei:Clark 2.svg | |||||||||||||||||||
| Allgemeines | |||||||||||||||||||
| Name | Diphenylarsincyanid | ||||||||||||||||||
| Andere Namen |
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| Summenformel | C13H10AsN | ||||||||||||||||||
| Kurzbeschreibung |
farbloser Feststoff<ref name="RÖMPP">RÖMPP Lexikon Chemie, 10. Auflage, 1996-1999, Band 2: Cm - G. Thieme, 2014, ISBN 978-3-13-199981-8, S. 121 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref> | ||||||||||||||||||
| Externe Identifikatoren/Datenbanken | |||||||||||||||||||
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| Eigenschaften | |||||||||||||||||||
| Molare Masse | 255,14 g·mol−1 | ||||||||||||||||||
| Aggregatzustand |
fest<ref name="RÖMPP" /> | ||||||||||||||||||
| Dichte |
1,45 g·cm−3<ref name="Ferdinand Flury" /> | ||||||||||||||||||
| Schmelzpunkt |
30–35 °C<ref name="RÖMPP" /> | ||||||||||||||||||
| Siedepunkt |
290–350 °C<ref name="RÖMPP" /> | ||||||||||||||||||
| Löslichkeit |
schwer löslich in Wasser<ref name="Ferdinand Flury" /> | ||||||||||||||||||
| Sicherheitshinweise | |||||||||||||||||||
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| Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa). | |||||||||||||||||||
Diphenylarsincyanid, auch CLARK 2 (Cyanid-Arsen-Kampfstoff) genannt, wurde 1918 von G. Sturniolo und G. Bellinzoni<ref>Sturniolo, G. und Bellinzoni, G. (1919); Bull. chim. pharm., 58, 409–410.</ref> entwickelt und bereits kurze Zeit später wie das verwandte Clark 1 (Diphenylarsinchlorid) im Ersten Weltkrieg eingesetzt. Eine weitere verwandte Verbindung ist das Clark 3 (Diphenylaminarsincyanid).
Gewinnung und Darstellung
Diphenylarsincyanid kann durch Umsetzung von Diphenylarsinchlorid mit Natriumcyanid gewonnen werden.<ref name="Ferdinand Flury">Ferdinand Flury, Franz Zernik: Schädliche Gase. Springer Berlin Heidelberg, 1969, ISBN 978-3-642-49863-3, S. 191 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref>
Eigenschaften
Der Stoff bildet farblose, knoblauchartig oder nach bitteren Mandeln riechende, schwer flüchtige Kristalle und verursacht Übelkeit, Erbrechen und Kopfschmerzen. Es greift Augen, Haut und Atemtrakt stark an. Spätfolgen sind zum Beispiel Lungenödeme.<ref name="RÖMPP" />
Siehe auch
Literatur
- Haas, R. et al. (1998): Chemisch-analytische Untersuchung von Arsenkampfstoffen und ihren Metaboliten. UWSF – Z Umweltchem Ökotox; 10, 289–293; PDF (freier Volltextzugriff)
Einzelnachweise
<references/>
- Seiten mit Skriptfehlern
- Wikipedia:Defekter Dateilink
- Wikipedia:Wikidata-Wartung:EG-Nummer abweichend
- Wikipedia:Wikidata-Wartung:ECHA-InfoCard-ID abweichend
- Wikipedia:Wikidata-Wartung:PubChem abweichend
- Wikipedia:Wikidata-Wartung:ChemSpider abweichend
- Wikipedia:Wikidata-Wartung:DrugBank fehlt lokal
- Gehört zu einer als gefährlich eingestuften Stoffgruppe (CLP-Verordnung)
- Giftiger Stoff bei Einatmen
- Giftiger Stoff bei Hautkontakt
- Giftiger Stoff bei Verschlucken
- Umweltgefährlicher Stoff (chronisch wassergefährdend)
- Wikipedia:P-Sätze fehlen
- Wikipedia:Wikidata-Wartung:CAS-Nummer fehlt lokal
- Chemische Waffe
- Arsenorganische Verbindung
- Cyanoverbindung
- Phenylsubstituierte Verbindung
- Beschränkter Stoff nach REACH-Anhang XVII, Eintrag 19
- Beschränkter Stoff nach REACH-Anhang XVII, Eintrag 72
- Beschränkter Stoff nach REACH-Anhang XVII, Eintrag 75