Stickstoff(II)-fluorid
| Strukturformel | ||||||||||||||||
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| Struktur von Stickstoff(II)-fluorid | ||||||||||||||||
| Allgemeines | ||||||||||||||||
| Name | Stickstoff(II)-fluorid | |||||||||||||||
| Andere Namen |
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| Summenformel | N2F4 | |||||||||||||||
| Kurzbeschreibung |
farbloses Gas<ref name="howi">A. F. Holleman, E. Wiberg, N. Wiberg: Lehrbuch der Anorganischen Chemie. 101. Auflage. Walter de Gruyter, Berlin 1995, ISBN 3-11-012641-9.</ref> | |||||||||||||||
| Externe Identifikatoren/Datenbanken | ||||||||||||||||
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| Eigenschaften | ||||||||||||||||
| Molare Masse | 104,01 g·mol−1 | |||||||||||||||
| Aggregatzustand |
gasförmig | |||||||||||||||
| Dichte |
4,6 kg·m−3<ref name="webelements">webelements.com: Stickstoff(II)-fluorid, abgerufen am 3. Januar 2026.</ref> | |||||||||||||||
| Schmelzpunkt |
−164,5 °C<ref name="howi" /> | |||||||||||||||
| Siedepunkt |
−73 °C<ref name="howi" /> | |||||||||||||||
| Dampfdruck |
2,40 MPa (20 °C)<ref name="GESTIS">Eintrag zu Vorlage:Linktext-Check in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFAVorlage:Abrufdatum (JavaScript erforderlich)</ref> | |||||||||||||||
| Sicherheitshinweise | ||||||||||||||||
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| Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa). | ||||||||||||||||
Stickstoff(II)-fluorid, auch Distickstofftetrafluorid, ist eine chemische Verbindung der Elemente Stickstoff und Fluor mit der Summenformel N2F4. Stickstoff hat hier die Oxidationsstufe +2. Die Verbindung zählt zur Gruppe der Stickstoffhalogenide.
Darstellung
Stickstoff(II)-fluorid kann durch Reduktion von Stickstofftrifluorid synthetisiert werden. Hierzu wird es in einer Redox-Reaktion bei erhöhter Temperatur mit einem Metall, beispielsweise Kupfer, das zu Kupfer(I)-fluorid oxidiert wird, umgesetzt.<ref name="howi" />
- <math>\mathrm{2\ NF_3\ + \ 2\ M\ \xrightarrow {375 \cdot C}\ N_2F_4\ + \ 2\ MF}</math>
Eigenschaften
Es handelt sich bei Raumtemperatur um ein farbloses Gas, das bei −73 °C kondensiert und bei −164,5 °C erstarrt.
Zwei Konformere liegen im Gleichgewicht vor, die gauche- und die trans-Form. Analog zu Hydrazin ist die trans-Form, bei der die Fluoratome auf Lücke stehen, energetisch – in diesem Fall um etwa 2 kJ·mol−1 – günstiger. Die Inversionsbarriere zwischen beiden Konformationen beträgt 12,5 kJ·mol−1.<ref name="howi" /> Vorlage:Formel
Die Bindungslänge zwischen den Stickstoffatomen beträgt 148 pm, die N-F-Bindungslänge 139 pm.<ref name="howi" />
Stickstoff(II)-fluorid ist sehr reaktiv und ein starkes Fluorierungsmittel. Die N-N-Einfachbindung ist infolge der −I-Effekte durch die Fluorsubstituenten leicht radikalisch spaltbar. Mit brennbaren Stoffen wie Wasserstoff kann es heftig reagieren. Hydrolytisch ist es weniger stabil als Stickstofftrifluorid.
Verwendung
Stickstoff(II)-fluorid oxidiert elementares Lithium zu Lithiumfluorid und -nitrid.
- <math>\mathrm{10\ Li\ + \ N_2F_4\longrightarrow\ 4\ LiF\ + \ 2\ Li_3N}</math>
Einzelnachweise
<references /> Vorlage:Klappleiste/Anfang Oxidationsstufe (III): Stickstofftrifluorid | Stickstofftrichlorid | Stickstofftribromid | Iodstickstoff
Andere Oxidationsstufen: Stickstoff(II)-fluorid | Distickstofftetrachlorid | Stickstoff(I)-fluorid | Distickstoffdichlorid
Halogenamine: Monofluoramin | Difluoramin | Monochloramin | Dichloramin | Monobromamin | Dibromamin | Monoiodamin | Diiodamin
Halogenazide: Fluorazid | Chlorazid | Bromazid | Iodazid Vorlage:Klappleiste/Ende
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