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Disulfoton

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Vorlage:Infobox Chemikalie

Disulfoton ist ein Insektizid und gehört zur Klasse der Dithiophosphorsäureester.

Geschichte

Bei einem Chemieunfall 1986 in Schweizerhalle wurde praktisch die gesamte Aalpopulation des Rheins durch in den Fluss gelangendes Disulfoton und andere Chemikalien getötet. In Karlsruhe, nach fast 400 km Fließstrecke, wurde noch eine Spitzenkonzentration von 25 μg/l gemessen.<ref>Walter Giger: Der Rhein rot, die Fische tot. Brandkatastrophe in Schweizerhalle 1986 – Rückblick und Bilanz, UWSF – Z Umweltchem Ökotox 19, Sonderausgabe 1 (2007), Vorlage:DOI.</ref>

Verwendung

Disulfoton ist ein selektives Insektizid und Akarizid, welches insbesondere gegen saugende Insekten wirksam ist. Es wird auf Baumwoll-, Tabak-, Zuckerrüben-, Mais-, Weizen-, Erdnuss- und Kartoffelfeldern gegen Blattläuse, Fransenflügler und Spinnmilben eingesetzt.<ref>Extension Toxicology Network – Pesticide Information Profiles: Disulfoton.</ref><ref>Agency for Toxic Substances and Disease Registry (1995): Toxicological Profile for Disulfoton.</ref>

Zulassung

In den Staaten der EU und in der Schweiz sind keine Pflanzenschutzmittel mit diesem Wirkstoff zugelassen.<ref>Vorlage:PSM-Verz</ref>

Einzelnachweise

<references />