Dornhausen (Geslau)
Dornhausen Gemeinde Geslau
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| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(76)&title=Dornhausen 49° 21′ N, 10° 21′ O
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dim=10000 | globe= | name=Dornhausen | region=DE-Vorlage:Deutsches Bundesland/Code | type=city
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| Höhe: | 434 m ü. NHN | |||||
| Einwohner: | 76 (25. Mai 1987)<ref name="OV 1987"/> | |||||
| Eingemeindung: | 1. Januar 1972 | |||||
| Postleitzahl: | 91608 | |||||
| Vorwahl: | 09867 | |||||
Dornhausen ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Geslau im Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern).<ref>Vorlage:BayernPortal Ortsteile</ref> Die Gemarkung Dornhausen hat eine Fläche von 9,324 km². Sie ist in 708 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 13.169,57 m² haben.<ref>Gemarkung Dornhausen (092933). In: geoindex.io. Geoindex Aktiengesellschaft, abgerufen am 26. September 2024.</ref> In ihr liegen neben dem namensgebenden Ort die Gemeindeteile Hürbel und Kreuth.<ref>Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen - Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 6. Oktober 2024.</ref>
Geografie
Das Dorf liegt am Kreuthbach, einem rechten Zufluss der Altmühl. Es münden dort der Hubfeldgraben als linker und die Sulzach als rechter Zufluss in den Kreuthbach. Im Südwesten liegt das Weihersfeld, 0,5 km im Südwesten das Lachfeld. Im Westen liegen das Hubfeld und die Eggerten. 1 km nördlich zwischen dem Hochfeld, Seefeld und Weilhof liegt der Dornhauser Weiher.
Die Kreisstraße AN 5 führt nach Hürbel (1 km südlich) bzw. zur Staatsstraße 2250 und von da an weiter als Gemeindeverbindungsstraße nach Binzwangen (3 km nördlich). Eine Gemeindeverbindungsstraße verläuft nach Kreuth (1,3 km westlich).<ref>Ortskarte 1:10.000. Darstellung mit Schummerung. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 29. Juli 2023 (Entfernungsangaben entsprechen Luftlinie).</ref>
Geschichte
Im 16-Punkte-Bericht des brandenburg-ansbachischen Oberamts Colmberg von 1608 wurden für Dornhausen 12 Mannschaften verzeichnet, die alle das Kastenamt Colmberg als Grundherrn hatten. Das Hochgericht übte das Vogtamt Colmberg aus.<ref>Staatsarchiv Nürnberg, 16-Punkte-Berichte 6/1, 8v. Zitiert nach M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 703.</ref> Im 16-Punkte-Bericht des Oberamts Colmberg von 1681 hat sich die Zahl der Mannschaften auf 13 erhöht. Es wurden zusätzlich noch eine Schmiede und ein Hirtenhaus erwähnt.<ref>Staatsarchiv Nürnberg, 16-Punkte-Berichte 6/2, 22. Zitiert nach M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 707.</ref>
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Dornhausen 19 Anwesen (2 Höfe, 12 Halbhöfe, 4 Köblergüter, 1 Köblergut mit Schmiede; die Abgaben eines Köblergutes gingen an die Pfarrpfründe Colmberg). Das Hochgericht, die Dorf- und Gemeindeherrschaft und Grundherrschaft über alle Anwesen übte weiterhin das Vogtamt Colmberg aus. Neben den Anwesen gab es noch kommunale Gebäude (Hirtenhaus, Schmiede).<ref name="J849">M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 849.</ref><ref>Johann Bernhard Fischer: Dornhausen. In: Statistische und topographische Beschreibung des Burggraftums Nürnberg, unterhalb des Gebürgs, oder des Fürstentums Brandenburg-Anspach. Zweyter Theil. Enthaltend den ökonomischen, statistischen und sittlichen Zustand dieser Lande nach den funfzehen Oberämtern. Benedict Friedrich Haueisen, Ansbach 1790, OCLC 159872968, S. 102 (Digitalisat). (= J. K. Bundschuh, Bd. 1, Sp. 636). Hiernach gab es nur 15 Untertansfamilien.</ref> Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justizamt Leutershausen und Kammeramt Colmberg.<ref name="J984"/>
1806 kam Dornhausen an das Königreich Bayern. Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Dornhausen dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Geslau und der 1810 gegründeten Ruralgemeinde Geslau zugeordnet.<ref>Staatsarchiv Nürnberg, Regierung von Mittelfranken, Kammer des Inneren, Abgabe 1952, 3863: Formation der Municapial- und Ruralgemeinden im Landgericht Leutershausen 1810. Zitiert nach M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 964.</ref> Mit dem Zweiten Gemeindeedikt (1818) entstand die Ruralgemeinde Dornhausen, zu der Kreuth gehörte. Sie war in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Leutershausen zugeordnet und in der Finanzverwaltung dem Rentamt Colmberg.<ref name="J984"/>
1843 beantragten die Bewohner von Kreuth die Bildung einer eigenen Ruralgemeinde, was jedoch abgelehnt wurde. Weitere Eingaben 1844 und 1847 wurden ebenfalls abgelehnt.<ref>M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 950.</ref> Von 1862 bis 1879 gehörte die Gemeinde Dornhausen zum Bezirksamt Ansbach, ab 1880 zum Bezirksamt Rothenburg ob der Tauber (1939 in Landkreis Rothenburg ob der Tauber umbenannt). Die Gerichtsbarkeit blieb beim Landgericht Leutershausen, von 1880 bis 1973 war das Amtsgericht Rothenburg ob der Tauber zuständig, das seit 1973 eine Zweigstelle des Amtsgerichts Ansbach ist. Die Finanzverwaltung wurde 1880 vom Rentamt Rothenburg ob der Tauber übernommen (1919 in Finanzamt Rothenburg ob der Tauber umbenannt, seit 1973 Zweigstelle des Finanzamts Ansbach).<ref name="J984">M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 984f.</ref> Die Gemeinde hatte 1964 eine Gebietsfläche von 7,083 km².<ref name="OV 1961"/>
Am 1. Januar 1972 wurde Dornhausen im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Geslau eingemeindet.<ref> </ref><ref>Geslau > Politische Einteilung. In: wiki.genealogy.net. Verein für Computergenealogie, abgerufen am 26. April 2025.</ref>
Baudenkmäler
- Haus Nr. 3: Schmiedeeiserner Ausleger, spätes 18. Jahrhundert<ref name="Denkmalliste">Denkmalliste für Geslau (PDF) beim Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege</ref>
- zwei Steinkreuze: mittelalterlich; an der Straße neben Haus Nr. 3<ref name="Denkmalliste"/>
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Einwohnerentwicklung
Gemeinde Dornhausen
Ort Dornhausen
| Jahr | 1818 | 1840 | 1861 | 1871 | 1885 | 1900 | 1925 | 1950 | 1961 | 1970 | 1987 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Einwohner | 102 | 91 | 97 | 110 | 90 | 110 | 81 | 91 | 72 | 78 | 76 |
| Häuser<ref name="Häuser"/> | 19 | 19 | 17 | 18 | 19 | 16 | 17 | 18 | |||
| Quelle | <ref name="OV 1818"/> | <ref name="OV 1846"/> | <ref name="OV 1861"/> | <ref name="OV 1875"/> | <ref name="OV 1885"/> | <ref name="OV 1900"/> | <ref name="OV 1925"/> | <ref name="OV 1950"/> | <ref name="OV 1961"/> | <ref name="OV 1970"/> | <ref name="OV 1987">Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand: 25. Mai 1987. Heft 450 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München November 1991, DNB 94240937X, OCLC 231287364, S. 327 (Digitalisat).</ref> |
Religion
Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Kilian (Geslau) gepfarrt.<ref name="J849"/> Die Einwohner römisch-katholischer Konfession sind nach St. Johannis (Rothenburg ob der Tauber) gepfarrt.<ref name="OV 1961"/>
Literatur
- Johann Kaspar Bundschuh: Dornhausen. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 1: A–Ei. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1799, DNB 790364298, OCLC 833753073, Sp. 636 (Digitalisat).
- Vorlage:Hönn Lexicon Topographicum
- Manfred Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 35). Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 2009, ISBN 978-3-7696-6856-8.
- Hans Karlmann Ramisch: Landkreis Rothenburg ob der Tauber (= Bayerische Kunstdenkmale. Band 25). Deutscher Kunstverlag, München 1967, DNB 457879254, S. 27.
Weblinks
- Vorlage:Bavarikon Ort
- Dornhausen in der Topographia Franconiae der Uni WürzburgVorlage:Abrufdatum
- Dornhausen im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für ComputergenealogieVorlage:Abrufdatum
Fußnoten
<references responsive />
Aidenau | Dornhausen | Geslau | Gunzendorf | Hürbel | Kreuth | Lauterbach | Oberbreitenau | Oberndorf | Reinswinden | Schwabsroth | Steinach am Wald | Stettberg | Unterbreitenau
Sonstiger Wohnplatz: Neumühle