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Dreihörniges Labkraut

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

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Dreihörniges Labkraut
Datei:Galium tricornutum sl9.jpg

Dreihörniges Labkraut (Galium tricornutum)

Systematik
Asteriden
Euasteriden I
Ordnung: Enzianartige (Gentianales)
Familie: Rötegewächse (Rubiaceae)
Gattung: Labkräuter (Galium)
Art: Dreihörniges Labkraut
Wissenschaftlicher Name
Galium tricornutum
Dandy

Das Dreihörnige Labkraut<ref name="FloraWeb" /> (Galium tricornutum) ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Labkräuter (Galium) innerhalb der Familie der Rötegewächse (Rubiaceae).

Beschreibung

Datei:Galium tricornutum sl40.jpg
Stängel und Laubblattränder mit nach unten gerichteten Stacheln
Datei:Galium tricornutum sl35.jpg
Die Fruchtstiele sind gleich nach dem Verblühen herabgekrümmt. Die Teilblütenstände sind kürzer als die Laubblätter.
Datei:Galium tricornutum sl42.jpg
Frucht mit kleinen, spitzen Papillen
Datei:Galium tricornutum BB-1913.jpg
Illustration

Vegetative Merkmale

Das Dreihörnige Labkraut ist eine einjährige krautige Pflanze und erreicht Wuchshöhen von 10 bis 80 Zentimetern. Die Stängel sind liegend oder klimmend, sind vierkantig und haben abwärts gerichtete Stachelborsten.

Die Blätter sind einaderig oder nur undeutlich aderig und stehen zu sechst oder acht in Wirteln. Sie haben eine Stachelspitze, sind an der Oberseite kahl, am Blattrand sitzen rückwärts gerichtete Stacheln.

Generative Merkmale

Die Blüten stehen in dreiblütigen Teil-Blütenständen. Sie überragen das Tragblatt nicht und sind etagenförmig angeordnet. Die Krone ist grünlich-weiß, hat keine deutlich ausgeprägte Röhre und ist schmäler als die reife Frucht. Die Fruchtstiele sind zurückgekrümmt.

Die trockenen Früchte zerfallen in zwei je einsamige Teilfrüchte. Die Teilfrüchte sind bei einer Länge von 3 bis 5 Millimetern eiförmig. Die Oberfläche der Frucht ist mit kurzen Stachel-Warzen besetzt.

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 44.<ref name="Oberdorfer2001" />

Vorkommen

Das Verbreitungsgebiet des Dreihörnigen Labkrauts reicht von Europa und Nordafrika bis Indien und China.<ref name="POWO" /> Eingeschleppt kommt es in Australien, in Nord- und Südamerika vor.<ref name="POWO" /> In Mitteleuropa ist das Dreihörnige Labkraut ein Archäophyt. In Deutschland kommt es zerstreut bis selten vor in Süd- und Mitteldeutschland.<ref name="Schmeil und Fitschen2024" /> In Österreich ist das Dreihörnige Labkraut „vom Aussterben bedroht“; in der Schweiz ist es „stark bedroht“.<ref name="InfoFlora" /> In Südtirol ist das Dreihörnige Labkraut „ausgestorben“.

Das Dreihörnige Labkraut wächst auf Äckern und Schuttplätzen, meist auf mäßig trockenen, nährstoffreichen, eher kalkhaltigen Böden. Das Dreihörnige Labkraut steigt bis in die submontane Höhenstufe. Das Dreihörnige Labkraut ist in Mitteleuropa eine Charakterart des Caucalidion lappulae-Verbands.<ref name="Oberdorfer2001" /> Die ökologischen Zeigerwerte nach Landolt et al. 2010 sind in der Schweiz: Feuchtezahl F = 2+ (frisch), Lichtzahl L = 4 (hell), Reaktionszahl R = 4 (neutral bis basisch), Temperaturzahl T = 4+ (warm-kollin), Nährstoffzahl N = 4 (nährstoffreich), Kontinentalitätszahl K = 4 (subkontinental), Salztoleranz = 1 (tolerant).<ref name="InfoFlora" />

Taxonomie

Das Dreihörnige Labkraut wurde zuerst 1957 von James Edgar Dandy in Watsonia, Band 4 Seite 47 mit dem korrekten Namen Galium tricornutum versehen. Die frühere Bezeichnung als Galium tricorne <templatestyles src="Person/styles.css" />Stokes von 1787 war aus verschiedenen Gründen nicht korrekt und konnte nicht weiter verwendet werden.<ref name="IPNI"/><ref name="Dandy1957" />

Literatur

Einzelnachweise

<references> <ref name="POWO"> Galium tricornutum. In: POWO = Plants of the World Online von Board of Trustees of the Royal Botanic Gardens, Kew: Kew ScienceVorlage:Abrufdatum </ref> <ref name="FloraWeb"> Galium tricornutum Dandy, Dreihörniges Labkraut. auf FloraWeb.deVorlage:Abrufdatum </ref> <ref name="Oberdorfer2001"> </ref> <ref name="InfoFlora">Galium tricornutum Dandy In: Info Flora, dem nationalen Daten- und Informationszentrum der Schweizer Flora. Abgerufen am Vorlage:FormatDateSimple.</ref> <ref name="IPNI"> The International Plant Names Index. [1]</ref> <ref name="Dandy1957">J.E. Dandy: Some new names in the british flora. In: Watsonia Band 4 Seite 41–48, 1957 S. 47f.</ref> <ref name="Schmeil und Fitschen2024">Jens G. Rohwer: Rubiaceae. In: Schmeil-Fitschen: Die Flora Deutschlands und angrenzender Länder. 98. Auflage. Verlag Quelle & Meyer, Wiebelsheim 2024. ISBN 978-3-494-01943-7. S. 631.</ref> </references>

Weblinks