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Durbe

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Durbe (dt. Durben)
Wappen von Durbe
Durbe (Lettland)
Durbe (Lettland)
Einwohner Zahlenformat
Basisdaten
Staat: Lettland Lettland
Verwaltungsbezirk: Bezirk Dienvidkurzeme
Koordinaten: Vorlage:Infobox Ort in Lettland/Region zu ISO-Code_type:city 56° 35′ N, 21° 22′ O keine Zahl: Vorlage:Metadaten Einwohnerzahl LVKoordinaten: Vorlage:Infobox Ort in Lettland/Region zu ISO-Code_type:city 56° 35′ 20″ N, 21° 22′ 10″ O
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Einwohner: Vorlage:Metadaten Einwohnerzahl LV (Fehler im Ausdruck: Nicht erkanntes Satzzeichen „[“)
Fläche: 2,22 km²
Bevölkerungsdichte: Fehler im Ausdruck: Nicht erkanntes Satzzeichen „[“ Einwohner je km²
Stadtrecht: seit 1893
Webseite: www.durbe.lv
Datei:Durbe castle ruins.jpg
Ruinen der Ordensburg Durben
Datei:Durbe church.jpg
Evangelisch-lutherische Kirche zu Durbe
Datei:Durbe muzeum.jpg
Haus der Familie von Zigfrīds Anna Meierovics, heute Stadtmuseum

Durbe (deutsch Durben) ist eine Stadt im Bezirk Dienvidkurzeme im Westen Lettlands.

Geschichte

Erstmals urkundlich erwähnt wurde die Stadt im Jahre 1230<ref name="BHO">Der BibISBN-Eintrag Vorlage:BibISBN/3412068896 ist nicht vorhanden. Bitte prüfe die ISBN und lege ggf. einen neuen Eintrag an.</ref>, es gehörte damals zur kurischen Region Esestua. 1260 besiegte nahe der heutigen Stadt in der Schlacht an der Durbe ein litauisches Heer ein Heer des Deutschen Ordens. Die Herrschaft des Deutschen Ordens über die Gegend (seit 1253) dauerte jedoch fort; seit der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts sicherte der Orden sie durch die Burg Durben.<ref name="BHO" /> Im 15. Jahrhundert bildete sich um die Burg eine durch Hakelwerk geschützte Ortschaft.<ref name="BHO" />

Seit 1561 gehörte Durbe zum Herzogtum Kurland und Semgallen. Es erhielt den Status eines Fleckens und war Sitz eines Beamten mit dem Titel „Hauptmann“.<ref>Erwin Oberländer: Das Herzogtum Kurland 1561–1795. Verfassung, Wirtschaft, Gesellschaft, Bd. 2. Verlag Nordostdeutsches Kulturwerk, Lüneburg 2001, ISBN 3-932267-33-8, S. 82.</ref> 1651 wurde – als Ersatz für eine erst 1599 gebaute Kirche – eine steinerne Kirche errichtet. Während des Großen Nordischen Krieges wurden 1701 die Burg und ein Großteil des Ortes zerstört.<ref name="BHO" /> Mit dem Ende des Herzogtums Kurland 1795 fiel Durbe an das Russische Kaiserreich.

Von 1820 bis 1823 ließ Graf Christoph Johann von Medem das aus dem Jahre 1671 stammende Schloss Durben vollständig umbauen.<ref>Art. Schloss Durben. In: Umkreis Tukums. Reiseführer für Touristen. Informations- und Touristikzentrum von Tukums, Tukums 2011, S. 10.</ref> Die Pläne für die Umgestaltung hatte der Architekt Johann Gottfried Adam Berlitz entworfen.<ref>Jānis Krastiņš: Tausend Jahre Nachbarschaft: Verbindungen zwischen Lettland und den Deutschen auf dem Gebiet der bildenden Kunst und der Architektur. In: Aina Balaško (Hrsg.): Deutsche Architekten in Lettland. Latvijas Vācu Savienība, Riga 2013, ISBN 978-9984-49-671-9, S. 26–37, hier S. 37.</ref>

Während des Ersten Weltkrieges wurde Durbe 1915 von deutschen Truppen besetzt. Seit 1918 gehört Durbe zur Republik Lettland. Seit 1929 gab es einen Bahnhof an der Bahnstrecke Jelgava–Liepāja.

Stadtrechte gemäß der russischen Städteordnung wurden Durbe 1893 eingeräumt.<ref name="BHO" /> Sie wurden 1917 von der deutschen Militärverwaltung und 1938 von der Republik Lettland bestätigt.<ref name="BHO" />

2000 bildete die Stadt mit zwei umliegenden Gemeinden den Bezirk Durbe (Durbes novads). 2009 traten zwei weitere Gemeinden bei. 2021 wurden die Gemeinden Teil des damals eingerichteten Bezirks Dienvidkurzeme. Das Verwaltungszentrum des Bezirks Durbe befand sich im Dorf Lieģi. Im Bezirk lebten 3401 Einwohner (Stand 1. Juli 2010).

Wappen

1925 wurde Durbe das Wappen verliehen. Darauf ist ein silberner Apfelbaum zu sehen, der in lettischer Folklore als eine Quelle für Jugend und Mitgefühl gesehen wird.

Sehenswürdigkeiten

  • Evangelische Kirche, 1651 fertiggestellt, mit einem barocken Altar und einer barocken Kanzel sowie einer Orgel von 1834
  • Pietà von Valdis Albergs (1924–1984) als Mahnmal zum Gedenken an die Opfer der Deportationen lettischer Bürger 1941 und 1949 (vor der Kirche)<ref>Sigurds Rusmanis, Ivars Vīks: Kurzeme. Izdevniecība Latvijas Enciklopēdija, Rīga, ISBN 5-89960-030-6, S. 22.</ref>
  • Mauerreste der 1701 zerstörten Ordensburg Durben aus dem 14. Jahrhundert
  • Stadtmuseum im Haus der Familie von Zigfrīds Anna Meierovics<ref>Donnerstags und sonntags jeweils von 11 bis 14 Uhr geöffnet (Stand: 2025).</ref>

Söhne und Töchter der Stadt

Literatur

Weblinks

Commons: Durbe – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Fußnoten

<references />

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