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Dziećmorowice

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Dziećmorowice
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Dziećmorowice (Polen)
Dziećmorowice (Polen)
Dziećmorowice
Basisdaten
Staat: PolenDatei:Flag of Poland.svg Polen

Woiwodschaft: Niederschlesien
Powiat: Wałbrzych
Geographische Lage: 50° 46′ N, 16° 21′ OKoordinaten: 50° 46′ 12″ N, 16° 21′ 18″ O
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Höhe: 400–440 m n.p.m.
Einwohner:
Postleitzahl: 58-308
Telefonvorwahl: (+48) 74
Kfz-Kennzeichen: DBA
Wirtschaft und Verkehr
Nächster int. Flughafen: Breslau
Verwaltung
Webpräsenz: dziecmorowice.pl
Datei:Cmentarz i kościół w Dziećmorowicach.JPG
Pfarrkirche St. Johannes und Friedhof in Dziećmorowice
Datei:Epitafia w ścianie kościoła.JPG
Grabepitaphe an der Kirchenaußenwand

Dziećmorowice (deutsch Dittmannsdorf) ist ein Ort in der Landgemeinde Walim im Powiat Wałbrzyski der Woiwodschaft Niederschlesien in Polen. Es liegt elf Kilometer nordwestlich von Walim (Wüstewaltersdorf) im Osten des Waldenburger Berglandes.

Nachbarorte sind Stary Julianów (Alt Juliansdorf) im Norden, Modliszów (Hochgiersdorf) und Niesułów (Goldene Wiesen) im Nordosten, Lubachów (Breitenhain) im Osten, Myslecin (Schenkendorf) und Zagórze Śląskie (Kynau) im Südosten, Podlesie (Wäldchen) und Jedlina-Zdrój (Bad Charlottenbrunn) im Süden und Rusinowa (Reußendorf) im Südwesten. Nordöstlich liegt der Goldene Wald (Złoty Las) und südöstlich erhebt sich die 831 m hohe Münsterhöhe (Klasztorzysko).

Geschichte

Dittmannsdorf wurde erstmals 1311 mit der Nennung eines „Heinrich von Dythmarstorph“ schriftlich erwähnt. Für das Jahr 1368 ist ein Schultheiß und für das Jahr 1376 eine Pfarrkirche belegt. Es gehörte zum Burgbezirk der Kynsburg im Herzogtum Schweidnitz und gelangte mit diesem zusammen nach dem Tod des Herzogs Bolko II. 1368 an Böhmen, wobei Bolkos Witwe Agnes von Habsburg bis zu ihrem Tod 1392 die Nutznießung zustand. Während der Hussitenkriege wurde Dittmannsdorf vermutlich zerstört und anschließend wieder aufgebaut. Ab der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts gehörte es den Adelsgeschlecht Czettritz. Für das Jahr 1547 ist ein Erzbergbau belegt und für das Jahr 1576 ein Bauer. Während des Dreißigjährigen Kriegs fiel Dittmannsdorf weitgehend wüst. Die während der Reformation als evangelisches Gotteshaus genutzte Kirche wurde 1654 den Katholiken zurückgegeben und diente wiederum als Pfarrkirche für die umliegenden Ortschaften. Um 1712 wurde Kupferbergbau betrieben.

Nach dem Ersten Schlesischen Krieg 1742 fiel Dittmannsdorf zusammen mit fast ganz Schlesien an Preußen. Im selben Jahr wurde ein evangelisches Bethaus errichtet. Die Glocke stiftete die Ehefrau des Reußendorfer Gutsherrn Crauß, der die Kolonie „Neu-Craußendorf“ (Kozice) begründet hatte. Im Siebenjährigen Krieg (1756–1763) wurde bei Dittmannsdorf ein Gefecht zwischen der Habsburgermonarchie und Preußen ausgetragen. Nach der Neugliederung Preußens gehörte Dittmannsdorf ab 1815 zur Provinz Schlesien und war ab 1816 dem Landkreis Waldenburg eingegliedert, mit dem es bis 1945 verbunden blieb. 1818 lebten 1103 Bewohner in Dittmannsdorf, das 1820 eine neue katholische Kirche erhielt. Bedeutung erlangte im 19. Jahrhundert die Weberei. 1840 waren 385 Hauswebstühle in Betrieb. Nach der Mitte des 19. Jahrhunderts wurden erneute Versuche mit dem Erzbergbau begonnen, der sich vermutlich wegen mangelnder Rentabilität nicht entwickeln konnte. Seit 1874 war die Landgemeinde Dittmannsdorf Sitz des gleichnamigen Amtsbezirks.<ref>Dittmannsdorf</ref> 1939 wurden 1384 Einwohner gezählt.

Als Folge des Zweiten Weltkriegs fiel Dittmannsdorf 1945 mit dem größten Teil Schlesiens an Polen. Nachfolgend wurde es in Dziećmorowice umbenannt und der Woiwodschaft Niederschlesien eingegliedert. Die einheimische deutsche Bevölkerung wurde, soweit sie nicht vorher geflohen war, weitgehend vertrieben. Die neu angesiedelten Bewohner waren teilweise Zwangsumgesiedelte aus Ostpolen, das an die Sowjetunion gefallen war.

Von 1975 bis 1998 gehörte Dziećmorowice zur Woiwodschaft Wałbrzych (Waldenburg).

Sehenswürdigkeiten

Persönlichkeiten

Literatur

  • Heinrich Bartsch: Unvergessene Waldenburger Heimat. Norden (Ostfriesland) 1969, S. 127 u. 342–343.

Weblinks

Commons: Dziećmorowice – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

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