Eberhard Schulte-Wissermann
Eberhard Schulte-Wissermann (* 6. Oktober 1942 in Krakau; † 14. September 2024) war ein deutscher Rechtsanwalt und Politiker (SPD). Von 1994 bis 2010 war er Oberbürgermeister von Koblenz.
Leben und Beruf
Schulte-Wissermann wurde im Oktober 1942 mit Zwillingsbruder Hermann geboren und stammte aus einer alten Koblenzer Familie. Sein Vater war als Oberregierungsrat Leiter des Amtes für Preisbildung in Krakau. Schulte-Wissermann begann im Jahr 1961 nach seinem Abitur am Koblenzer Görres-Gymnasium mit dem Studium der Rechtswissenschaft. 1964 nahm er noch das Studium der Volkswirtschaft auf. 1969 schloss er sein Studium mit einem Diplom in Volkswirtschaft ab und 1972 promovierte er zum Dr. jur. Im Jahr 1973 baute er eine Rechtsanwaltskanzlei in Koblenz auf. Seit 1969 war er mit Ehefrau Gunhild verheiratet, sie hatten zwei Söhne.
Eberhard Schulte-Wissermann starb in der Nacht zum 14. September 2024.<ref>Koblenz trauert um Eberhard Schulte-Wissermann. In: koblenz.de. Abgerufen am 15. September 2024.</ref><ref>Traueranzeige von Eberhard Schulte-Wissermann. In: rz-trauer.de. 21. September 2024, abgerufen am 13. September 2025.</ref>
Politik
Im Jahr 1973 wurde er Vorsitzender der Moselweißer SPD und übernahm 1991 den Vorsitz der SPD Koblenz. 1974 trat er in den Rat der Stadt Koblenz ein.
Wirken als Koblenzer Oberbürgermeister
Die erste direkte Wahl zum Oberbürgermeister der Stadt Koblenz gewann Schulte-Wissermann bei der Stichwahl vom 26. Juni 1994 mit einem knappen Vorsprung von 28 Stimmen gegen Peter Knüpper (CDU).<ref>Stadtchronik 1994. Abgerufen am 16. September 2024. (PDF; 320 kB) in: www.koblenz.de</ref> Am 26. Mai 2002 wurde er in der Wahl gegen Michael Hörter (CDU) in diesem Amt mit 57,7 % der Stimmen bestätigt.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Eberhard Schulte-Wissermann bleibt Koblenzer OB – Hörter tief enttäuscht – Beifallsstürme nach Schuwis Sieg ( vom 5. März 2016 im Internet Archive) in: Rhein-Zeitung, 27. Mai 2002</ref>
In seine Amtszeit fielen die Planungen zur Ausrichtung der Bundesgartenschau 2011 in Koblenz, die Eröffnung des Glockenbergtunnels (2003) und die Entscheidung zur Umgestaltung des Zentralplatzes sowie die Begründung der Städtepartnerschaften mit Petach Tikwa (2000) und Varaždin (2007). In seiner Funktion als Oberbürgermeister war er während seiner Amtszeit 1. Vorsitzender des Vereins der Freunde und Förderer der Wehrtechnischen Studiensammlung Koblenz e.V., einem Verein der die museale Präsentation der Sammlungsobjekte der Bundeswehrdienststelle unterstützt. Von den Koblenzer Bürgern wird er respektvoll und salopp zugleich „Schuwi“ genannt. Er bekleidete das Amt des Oberbürgermeisters bis zum 1. Mai 2010, dann wurde er von Joachim Hofmann-Göttig abgelöst.
Ehrungen
- 2019: Ehrenbürgerschaft der Stadt Koblenz (10. Dezember 2019)
Literatur
- Wolfgang Schütz: Koblenzer Köpfe. Personen der Stadtgeschichte – Namensgeber für Straßen und Plätze. Verlag für Anzeigenblätter GmbH Mülheim-Kärlich, Hrsg.: Bernd Weber, 2005 (2. überarb. u. erw. Aufl.).
Weblinks
Einzelnachweise
<references />
Johann Josef Mazza | Abundius Maehler | Friedrich Wilhelm Alexander Bachem | Hubert Josef Cadenbach | Karl Heinrich Lottner | Emil Schüller | Karl Ortmann | Bernhard Clostermann | Karl Russell | Hugo Rosendahl | Otto Wittgen | Theodor Habicht | Nikolaus Simmer | Konrad Gorges | Franz Lanters | Wilhelm Kurth | Wilhelm Guske | Josef Schnorbach | Willi Werner Macke | Willi Hörter | Eberhard Schulte-Wissermann | Joachim Hofmann-Göttig | David Langner
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Schulte-Wissermann, Eberhard |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Politiker (SPD), Oberbürgermeister von Koblenz |
| GEBURTSDATUM | 6. Oktober 1942 |
| GEBURTSORT | Krakau |
| STERBEDATUM | 14. September 2024 |
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