Echinocereus reichenbachii
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| Echinocereus reichenbachii | ||||||||||||
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| Datei:Echinocereus reichenbachii.jpg
Echinocereus reichenbachii | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Echinocereus reichenbachii | ||||||||||||
| (Terscheck ex Walp.) F.Haage |
Echinocereus reichenbachii ist eine Pflanzenart aus der Gattung Echinocereus in der Familie der Kakteengewächse (Cactaceae). Englische Trivialnamen sind „Black Lace Cactus“, „Lace Cactus“, „Merry Widow Cactus“ und „Purple Candle Cactus“.
Beschreibung
Echinocereus reichenbachii wächst einzeln oder verzweigt mit 12 oder mehr Trieben. Die kugelförmigen bis zylindrischen, zur Spitze verjüngten Triebe wachsen aufrecht, sind hell- bis dunkelgrün und von Dornen verdeckt. Sie erreichen bei Durchmessern von bis zu 10 Zentimetern Wuchshöhen von bis zu 40 Zentimetern. Die 10 bis 19 schmalen Rippen haben niedrige Höcker. Die bis zu 7 schmalen Zentraldornen sind verschieden gefärbt und werden 1 bis 20 Millimeter lang. Die kammförmig angeordneten 12 bis 36 Randdornen sind 3 bis 25 Millimeter lang.
Die trichterförmigen, duftenden, rosa- bis magentafarbenen Blüten erscheinen nah der Triebspitzen. Sie haben einen dunkleren oder weißen Schlund, werden 5 bis 12 Zentimeter lang und erreichen einen Durchmesser von bis zu 12 Zentimeter. Die kugel- bis eiförmigen, grünen Früchte enthalten ein weißes Fruchtfleisch und reißen der Länge nach auf.
Verbreitung, Systematik und Gefährdung
Echinocereus reichenbachii ist im Südwesten der Vereinigten Staaten und im Nordosten von Mexiko verbreitet.
Die Erstbeschreibung als Echinocactus reichenbachii erfolgte 1843 durch Wilhelm Gerhard Walpers.<ref>Wilhelm Gerhard Walpers: Repertorium Botanices Systematicae. Band 2, 1843, S. 320 (online).</ref> Friedrich Ferdinand Haage stellte die Art 1883 in die Gattung Echinocereus.<ref>Index Kewensis: an enumeration of the genera and species of flowering plants from the time of Linnaeus to the year 1885 inclusive… Band 1, Faszikel 2, Oxford 1883, S. 813 (online).</ref> Ein nomenklatorisches Synonym ist Echinopsis pectinata var. reichenbachii <templatestyles src="Person/styles.css" />(Terscheck ex Walp.) Salm-Dyck (1845).
Es werden folgende Unterarten unterschieden:<ref>Nadja Korotkova, David Aquino, Salvador Arias, Urs Eggli, Alan Franck, Carlos Gómez-Hinostrosa, Pablo C. Guerrero, Héctor M. Hernández, Andreas Kohlbecker, Matias Köhler, Katja Luther, Lucas C. Majure, Andreas Müller, Detlev Metzing, Reto Nyffeler, Daniel Sánchez, Boris Schlumpberger, Walter G. Berendsohn: Cactaceae at Caryophyllales.org – a dynamic online species-level taxonomic backbone for the family – Electronic supplement. In: Willdenowia. Band 51, Nr. 2, 2021, S. 98–99 (doi:10.3372/wi.51.51208).</ref>
- Echinocereus reichenbachii subsp. reichenbachii
- Echinocereus reichenbachii subsp. baileyi <templatestyles src="Person/styles.css" />(Rose) N.P.Taylor
- Echinocereus reichenbachii subsp. burrensis <templatestyles src="Person/styles.css" />G.R.W.Frank et al.
- Echinocereus reichenbachii subsp. fitchii <templatestyles src="Person/styles.css" />(Britton & Rose) N.P.Taylor
- Echinocereus reichenbachii subsp. perbellus <templatestyles src="Person/styles.css" />(Britton & Rose) N.P.Taylor
In der Roten Liste gefährdeter Arten der IUCN wird die Art als „{{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)“, d. h. als nicht gefährdet geführt.<ref>[[[:Vorlage:IUCN/Weblink]] Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:IUCN“ ist nicht vorhanden.] in der Roten Liste gefährdeter Arten der IUCN 2021.1. Eingestellt von: Terry, M. & Heil, K., 2017. Abgerufen am Vorlage:FormatDateSimple.</ref>
Etymologie
Das Artepitheton reichenbachii soll den deutschen Ingenieur und Kakteensammler Friedrich Reichenbach aus Dresden ehren.<ref>Walther Haage: Kakteen von A bis Z. 3. Auflage, Quelle & Meyer Verlag: Heidelberg, 1986, ISBN 3-494-01142-7, S. 643.</ref><ref>Urs Eggli, Leonard E. Newton: Etymological Dictionary of Succulent Plant Names. Birkhäuser 2004, ISBN 3-540-00489-0, S. 201.</ref> Karl Moritz Schumann führt im Autoren-Verzeichnis seiner Gesamtbeschreibung der Kakteen (1897) an: „Reichenbach jun., Friedrich, ist Ingenieur in Dresden; er machte eine sehr erfolgreiche Reise nach Mexiko, woher er eine große Menge von Kakteen einführte, darunter die berühmte Grusonia.“<ref>K. Schumann: Gesamtbeschreibung der Kakteen. S. 42 (online).</ref> (gemeint ist Grusonia cereiformis) In seinem Werk behandelt Schumann Echinocactus Reichenbachii jedoch nicht, sondern listet sie als „unsichere Art“ auf.<ref>K. Schumann: Gesamtbeschreibung der Kakteen. S. 452 (online).</ref>
Nachweise
Literatur
- Edward F. Anderson: Das große Kakteen-Lexikon. Eugen Ulmer KG, Stuttgart 2005, ISBN 3-8001-4573-1, S. 205–206.
- Curt Backeberg: Die Cactaceae: Handbuch der Kakteenkunde. 2. Auflage. Band IV. Gustav Fischer Verlag, Stuttgart New York 1984, ISBN 3-437-30383-X, S. 2036–2039.
Einzelnachweise
<references />