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Mars Incorporated

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Mars Incorporated

colspan="2" class="notheme" style="background:#Vorlage:Standardfarbe; color:#Vorlage:Standardfarbe; padding:1em 0;" | Mars Incorporated 2019 logo.svg
Rechtsform Corporation
Gründung 1911 in Tacoma, Washington,
Vereinigte Staaten[[Hilfe:Cache|Fehler beim Thumbnail-Erstellen]]:  Vereinigte Staaten
Sitz McLean, Virginia,
Vereinigte Staaten[[Hilfe:Cache|Fehler beim Thumbnail-Erstellen]]:  Vereinigte Staaten
Leitung Poul Weihrauch (President und CEO)<ref>CEO Poul Weihrauch talks to TIME about growing responsibly. Abgerufen am 26. Dezember 2023.</ref>
Mitarbeiterzahl 150.000 (2024)<ref>All About Mars. Abgerufen am 15. August 2024.</ref>
Umsatz 50 Mrd. US-Dollar (2023)<ref>Mars’ Strategy Aims to Double Snacking Revenue. 4. Januar 2024, abgerufen am 15. August 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Branche Lebensmittelindustrie
Website mars.com

Mars Inc. ist ein US-amerikanischer Nahrungsmittelkonzern mit Sitz in McLean (Virginia), der Schokoriegel, Lebensmittel, Getränke, Tierfutter und Pflanzenpflegeprodukte produziert.

Geschichte

1911 gründeten Frank und Ethel Mars in Tacoma, Washington das Unternehmen. 1923 änderte ihr Sohn Forrest die Rezeptur eines Milchshakes und erfand Milky Way. 1930 folgte Snickers, benannt nach dem Lieblingspferd der Familie, und 1932 entstand durch Forrest Mars der Mars-Schokoriegel.<ref>The story of Mars. Abgerufen am 15. August 2024.</ref> 1941 erfand dieser auch M&M’s, welche anfangs für das Militär entwickelt wurden.

1935 übernahm Mars den britischen Hundefutter-Hersteller Chappi und in den folgenden Jahrzehnten sämtliche bekannte Tierfuttermarken wie Kitekat, Sheba, Whiskas, Frolic, Cesar und Pedigree.

1942 erwarb Mars die Rechte für den einfach zu kochenden Parboiled-Reis. Mit diesem Unternehmen stieg man 1947 mit der Marke Uncle Ben’s in das Reisgeschäft ein.

Bis zum 1. September 2007 firmierten die europäischen Tochtergesellschaften unter dem Namen Masterfoods. Der Bereich für Tiernahrung hieß Effem (nach den Initialen „F. M.“ des Firmengründers). 2007 wurden die Namen der Tochterunternehmen von Mars Incorporated weltweit vereinheitlicht. Am 6. Oktober 2008 übernahm Mars The Wrigley Company für 23 Milliarden Dollar,<ref>Mars Pressemitteilung: Mars announces merger agreement with Wm. Wrigley, abgerufen am 25. November 2013 (englisch).</ref> im Jahre 2012 die Marke Mirácoli vom Nahrungsmittelkonzern Kraft Foods.

Im Januar 2017 unterbreitete das Unternehmen ein Übernahmeangebot an den Tierklinikbetreiber VCA Inc. (Veterinary Centres of America). Inklusive Schulden will Mars 9,1 Milliarden US-Dollar (8,6 Milliarden Euro) ausgeben. Das entspricht 93 Dollar je Aktie.<ref>Mars-Konzern kauft amerikanischen Tierklinikbetreiber. In: Kurier.at, Online-Ausgabe vom 9. Januar 2017, abgerufen am 9. Januar 2017.</ref> Im Juni 2018 erwarb Mars die auf dem europäischen Markt tätige Tierarztkette Anicura und baut damit das Geschäftsfeld Tiergesundheit weiter aus.<ref>Mars Petcare übernimmt AniCura zur strategischen Erschließung des europäischen Markts für Veterinärmedizin. Abgerufen am 26. Dezember 2023.</ref>

Im April 2023 übernahm Mars die Firma Heska, einem Anbieter von veterinärmedizinischer Diagnostika und Spezialprodukte, für 1,3 Milliarden Dollar.<ref>Bundeskartellamt - Laufende Verfahren. Abgerufen am 30. Mai 2023.</ref><ref>Reuters: Mars to buy veterinary diagnostics firm Heska for $1.3 bln. In: Reuters. 3. April 2023 (reuters.com [abgerufen am 30. Mai 2023]).</ref>

Im August 2024 vereinbarte Mars die Übernahme von Kellanova für rund 36 Milliarden US-Dollar. Sie sollte in der ersten Jahreshälfte 2025 vollzogen werden, erfolgte jedoch aufgrund von Bedenken der EU-Kommission erst im Dezember 2025.<ref>Mars to Acquire Kellanova. Abgerufen am 2. September 2024.</ref><ref>Roland Lindner, Felix Schwarz: Mars zahlt 30 Milliarden Dollar für Pringles-Hersteller Kellanova. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung. 14. August 2024, abgerufen am 14. August 2024.</ref><ref>EU-Kommission stimmt zu: Mars darf Pringles kaufen. In: Der Spiegel. 8. Dezember 2025, ISSN 2195-1349 (spiegel.de [abgerufen am 31. März 2026]).</ref><ref>Mars Completes Acquisition of Kellanova. In: Mars Incorporated. Abgerufen am 31. März 2026.</ref>

Eigentümer

Laut Handelsblatt vom 8. September 2022 sind die Nachfahren von Franklin Clarence Mars, die derzeit Besitzer des Konzerns sind, mit einem Vermögen von 141,9 Milliarden US-Dollar die zweitreichste Familie der Welt.<ref>Das sind die reichsten Familien der Welt. handelsblatt.com, 8. September 2022, abgerufen am 17. September 2022.</ref>

Tochterunternehmen

Produkte

Unternehmenszweige und Marken von Mars:

Ehemalige Marken von Mars:

Kritik

Mars Inc. hielt ab 1995 ein (inzwischen abgelaufenes) Patent zum Einsatz von umstrittenen Nanoteilchen in der Lebensmittelverarbeitung (United States Patent 5741505, 1995). Die beschriebene Technologie ermöglicht es, mittels einer Beschichtung aus Titandioxid zu verhindern, dass Schokolade nach längerer Aufbewahrung Reif entwickelt. Die Beschichtungen können auch auf Keksen, Kartoffelchips und Frühstücksmüsli verwendet werden. Das Unternehmen erklärte, es setze die Technologie nicht ein.<ref>Aus dem Labor auf den Teller – Die Nutzung der Nanotechnologie im Lebensmittelsektor, Seite 20, online unter <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Nanotechnologie_lebensmittel_studie.pdf, dort bund.net (Memento vom 24. November 2009 im Internet Archive).</ref>

2007 beschuldigte die Tierrechtsorganisation PETA die Mars Inc., entgegen anderslautenden Aussagen des Konzerns, Tierversuche an Ratten finanziert zu haben, um die Wirkung von Schokolade auf die Blutgefäße zu ermitteln.<ref name="PETA" />

Im Schwarzbuch Markenfirmen werden den Kakao-Zulieferern der Elfenbeinküste schwere Menschenrechtsverletzungen wie Ausbeutung und Kindersklaverei vorgeworfen.<ref>Klaus Werner Lobo, Hans Weiss: Das neue Schwarzbuch Markenfirmen – Die Machenschaften der Weltkonzerne. Ullstein, Berlin 2010, ISBN 978-3-548-37314-0, S. 162.</ref> Reportagen der ARD aus den Jahren 2010 und 2012 kamen zu dem Schluss, dass große Firmen wie Mars Inc., Kraft Foods oder Nestlé Kindersklaverei „zumindest dulden“.<ref>Schmutzige Schokolade. Reportage/Dokumentation von Miki Mistrati im Auftrag des NDR, 43:23 Minuten, deutsche Erstausstrahlung am 6. Oktober 2010 in Das Erste, abrufbar unter <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Schmutzige Schokolade (Memento vom 5. März 2016 im Internet Archive), Stelle: 40:02-41:30.</ref><ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Schmutzige Schokolade II (2012) von Miki Mistrati (Memento vom 11. Januar 2013 im Internet Archive)</ref>

Laut der 2017 veröffentlichten Studie Chocolate's Dark Secret der globalen Umweltschutzorganisation Mighty Earth stammt ein Großteil des von Mars und anderen großen Schokoladenproduzenten verarbeiteten Kakaos aus illegalen Kakaoplantagen in Nationalparks und anderen eigentlich unter Schutz stehenden Gebieten in der Elfenbeinküste und in Ghana. Mighty Earth wirft den Schokoladenproduzenten vor, durch Nachlässigkeit bei ihrer Rohstoffbeschaffung für das Verschwinden großer Waldflächen in diesen Ländern und somit für schwindende Bestände von Tierarten wie Schimpansen und Elefanten mitverantwortlich zu sein.<ref>Mighty Earth: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Investigation Links Chocolate to Destruction of National Parks (Memento vom 15. September 2017 im Internet Archive)</ref><ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig CHOCOLATE’SDARK SECRET.] (PDF) Mighty Earth, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 6. September 2019 (englisch).Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref>

Im Februar 2024 wurde durch Zufall bekannt, dass Verkaufsautomaten mit Mars-Produkten der global operierenden Schweizer Invenda Group AG in ihren Verkaufskiosken Algorithmen zur Gesichtserkennung der Kunden einsetzen, ohne darauf aufmerksam zu machen.<ref>heise online: Fehlermeldung offenbart: Mars-Verkaufsautomat scannt Gesichter von Kunden. 24. Februar 2024, abgerufen am 25. Februar 2024.</ref><ref>Ashley Belanger, Ars Technica: A Vending Machine Error Revealed Secret Face Recognition Tech. In: Wired. ISSN 1059-1028 (arstechnica.com [abgerufen am 25. Februar 2024]).</ref>

Produktrückrufe

Im Februar 2016 startete Mars in 59 Ländern eine Rückrufaktion der Marken Mars und Snickers, nachdem in einem Mars-Produkt Kunststoffteilchen gefunden worden waren.<ref name="Handelsblatt" />

Mitte 2021 wurde in ganz Europa Speiseeis der Marken Snickers, Bounty, Twix und M&M’s aufgrund von Verunreinigungen mit dem krebserregenden Stoff Ethylenoxid (ETO) zurückgerufen.<ref>RedaktionsNetzwerk Deutschland: Mars ruf Eis zurück: Diese Produkte von Snickers, Bounty, Twix und M&M's sind betroffen. 11. August 2021, abgerufen am 15. August 2024.</ref>

Weblinks

Commons: Mars Incorporated – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references> <ref name="Handelsblatt">Mars, Snickers, Milky Way: US-Konzern startet riesigen Schoko-Rückruf, Handelsblatt, 23. Februar 2016.</ref> <ref name="PETA">Tödliche Tierversuche bei MARS. Die grausame Wahrheit über den Schokoriegel-Hersteller. In: PETA.de. Dezember 2007, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 24. März 2015; abgerufen am 4. April 2016.</ref> </references>

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