Eichenbergtunnel
Der Eichenbergtunnel ist ein 1.157 m langer Eisenbahntunnel der Schnellfahrstrecke Hannover–Würzburg. Er durchquert den Hildesheimer Wald und ist der zweitnördlichste Tunnel der Strecke.
Der Tunnel liegt zwischen den Gemarkungen Hönze (Entfernung ca. 1.500 m), Möllensen (ca. 800 m), Sibbesse (ca. 500 m) und Petze (ca. 600 m).<ref name="nbs-1982-105201"/>
Verlauf
Die Gradiente steigt im Tunnel in Richtung Süden durchgehend mit 12,482 Promille an. Die Trasse verläuft im Tunnel zunächst in einer Geraden und in südlicher Richtung in eine Linkskurve über.<ref name="db-nord-1987-9">Deutsche Bundesbahn, Bundesbahndirektion Hannover, Projektgruppe Hannover–Würzburg Nord der Bahnbauzentrale: Tunnelbau im Nordabschnitt der Neubaustrecke Hannover–Würzburg, Broschüre (22 Seiten), Stand: Januar 1987, S. 9.</ref>
Das nördliche Tunnelportal befindet sich im Beustertal (Streckenkilometer 34,9 ({{Coordinate{{#ifeq:|y|Simple|Complex}}|NS=52/5/21.54/N|EW=9/53/19.29/E|type=landmark|region=DE-NI|globe=|dim=|elevation=|pop=|lw=|name={{#invoke:Coordinates/kml|kmlTitle|1=Nordportal Eichenbergtunnel}}|article=|text=/|sortkey=|tooltip=|tooltipformat=|map=|mapsize=|maplevel=|maptype=|maplabel=|maplayer=|mapcaption=}}{{#if:|{{#switch:5
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Die Röhre durchfährt Schichten des Mittleren und Unteren Buntsandsteins und liegt auf fast ihrer gesamten Länge unterhalb des Grundwasserspiegels. Die maximale Firstüberdeckung liegt bei 56 m.<ref name="db-nord-1987-9"/>
Dem Nordportal ist ein rund 650 langer Einschnitt vorgelagert. Nach einem Damm folgt in nördlicher Richtung der Escherbergtunnel.<ref name="nbs-1984-104">DB Projektgruppe Hannover-Würzburg (Nord) (Hrsg.): Hildesheimer Wald, Broschüre (16 Seiten, gefaltet) mit Stand vom 1. März 1984</ref> Nach einem rund 220 m langen Einschnitt<ref name="nbs-1982-105201"/>, einem kurzen Damm und einem weiteren Einschnitt folgt südlich der 332 m lange Eggebergtunnel.
Auf einer Länge von rund 800 m liegt das Bauwerk im Bereich der Gemeinde Diekholzen.<ref name="nbs-1.4-1982">DB Projektgruppe Hannover-Würzburg (Nord) (Hrsg.): Neubaustrecke Hannover–Würzburg: Sarstedt. Leporello (16 Seiten) mit Stand vom 1. Oktober 1982.</ref>
Geschichte
Planung
Die heutige Linienführung zwischen Hannover und Kassel wurde 1976 beschlossen (so genannte Variante III). In den Jahren 1976 und 1977 war dabei zeitweise eine Variante IV erwogen, nachdem Geologen die Durchführbarkeit der Variante III im Hildesheimer Wald in Frage stellten. Diese Variante IV wäre bei Sarstedt von der Trasse in westlicher Richtung abgeschwenkt und hätte den Hildesheimer Wald parallel zur heutigen Strecke in einem etwa vier Kilometer langen Tunnel zwischen Nordstemmen im Norden und Eddinghausen im Süden umfahren. Anschließend wäre die realisierte Strecke angenähert und diese nördlich von Sibbesse erreicht worden. Nachdem Erkundungsbohrungen 1976 und 1977 die Durchführbarkeit der Variante III bestätigten, wurde diese 1977 von der Bundesbahn in die Raumplanung eingebracht.<ref name="etr-10-725">Helmut Weber, Walter Engels, Helmut Maak: Die Neubaustrecke Hannover–Würzburg. In: Eisenbahntechnische Rundschau. 28, Nr. 10, 1979, S. 725–734.</ref>
In der Planungsphase lag der Nordabschnitt des Tunnels (km 35,720 – Gemarkungsgrenze Diekholzen/Sibbesse – nordwärts) im Planfeststellungsabschnitt 1.4 der Neubaustrecke. Der südliche Teil des Tunnels war dem Abschnitt 1.5 zugeordnet.<ref name="nbs-1984-104" /> Die südlichen 360 m des Tunnels liegen auf dem Gebiet der Gemarkung Hönze (Gemeinde Sibbesse).<ref name="nbs-1982-105201">DB Projektgruppe Hannover-Würzburg (Nord) (Hrsg.): Neubaustrecke Hannover–Würzburg: Samtgemeinde Sibbesse. Broschüre (18 Seiten, gefaltet) mit Stand vom 1. August 1982.</ref> Bereits Ende 1982 war der Tunnel mit einer Länge von 1157 m geplant.<ref name="nbs-1982-13">DB Projektgruppe Hannover-Würzburg (Nord) (Hrsg.): Neubaustrecke Hannover–Würzburg: Sorsum, Klein Escherde, Groß Escherde. Leporello (14 Seiten) mit Stand vom 1. Dezember 1982.</ref>
Bau
Der Tunnel wurde vom Nordportal beginnend in südlicher Richtung aufgefahren. Zunächst wurde dabei die Kalotte vollständig hergestellt, bevor der Strossen- und Sohlvortrieb begann. Im Juli 1986 waren die Ausbruchsarbeiten abgeschlossen. Die Innenschale ist auf der gesamte Länge 35 cm dick ausgeführt. Die Bausumme, einschließlich des benachbarten Eggebergtunnels, beträgt 45 Mio. D-Mark (23 Millionen Euro).<ref name="db-nord-1987-9"/>
Die Rohbauarbeiten wurden im Juli 1987 beendet.<ref name="db-1987-11-11">Projektgruppe NBS Hannover der Bahnbauzentrale, Bundesbahndirektion Hannover (Hrsg.): Tunnelbau im Nordabschnitt der Neubaustrecke Hannover – Würzburg. Broschüre mit Stand von November 1987, S. 11.</ref>
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Nordportal des Eichenbergtunnels von der Üst Diekholzen
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ICE aus Würzburg kommend zwischen Eichenberg- und Escherbergtunnel
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Südportal
Betrieb
Am Morgen des 2. Februar 2025 geriet im Tunnel ein Wagen eines Schienenschleifzuges in Brand. Er konnte nicht mehr aus dem Tunnel gefahren werden, so dass dort gelöscht werden musste. 85 Einsatzkräfte der Feuerwehren waren beteiligt.<ref>hörs: Schleifzugbrand im Eichenbergtunnel, umgeleiteter ICE liegengeblieben. In: Eisenbahn-Revue International 2/2025, S. 100.</ref>
Einzelnachweise
<references />
- Wikipedia:Maximale Gesamtgröße der Vorlagenparameter überschritten
- Wikipedia:Maximale Seitengröße durch Vorlageneinbindungen überschritten
- Wikipedia:Koordinaten-Parameterfehler
- Eisenbahntunnel in Niedersachsen
- Schnellfahrstrecke Hannover–Würzburg
- Diekholzen
- Verkehrsbauwerk im Landkreis Hildesheim
- Tunnel in Europa