Elben (Gerbstedt)
Elben Stadt Gerbstedt
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| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city&title=Elben 51° 36′ N, 11° 41′ O
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| Höhe: | 127 m ü. NHN | |||||
| Eingemeindung: | 1. Juli 1950 | |||||
| Eingemeindet nach: | Freist | |||||
| Postleitzahl: | 06347 | |||||
| Vorwahl: | 034783 | |||||
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Elben ist ein Dorf im Stadtteil Freist der Stadt Gerbstedt im Landkreis Mansfeld-Südharz in Sachsen-Anhalt, Deutschland. Das Dorf liegt im Tal des Fleischbachs auf einer geografischen Höhe von 113 m über NN, an der Straße von Freist nach Bösenburg, 6 Kilometer südlich von Gerbstedt.
Geschichte
Der Ort wird 1304 als Elbelle, 1336 als Ellebelle und 1501 als Elbel erwähnt. Hermann Größler vermutet darin eine wendische Herkunft und verweist auf die slawische Form ilowo polje, die so viel wie toniges, schlammiges Feld bedeutet. Diese soll „entstellt“ worden sein, so dass daraus der spätere Ortsname entstand.<ref name="bkd">Hermann Größler, Adolf Brinkmann, Gustav Sommer: Beschreibende Darstellung der älteren Bau- und Kunstdenkmäler des Mansfelder Seekreis (=Beschreibende Darstellung der älteren Bau- und Kunstdenkmäler der Provinz Sachsen, XIX. Heft). Otto Hendel, Halle 1895 (archive.org). Gemeint ist vermutlich eine Verkürzung zu Ilpolje, aus der dann Elbelle wurde.</ref> Johann Christoph Schulze, der von 1770 bis 1789 Pfarrer von Freist war, schrieb Berichte über Elben und seine Umgebung, unter anderem über den Bierberg bei der Kirche, der eine alte Wallburg beherbergte. Diese wurde aber durch die Zeit stark abgeböscht. Südlich von Elben an der Flurgrenze zu Bösenburg wird die Lage eines untergegangenen Dorfes vermutet, das 992 als Husiani erwähnt wurde. Die Flurstelle heißt heute die Hosen. Insgesamt gab es in Elben drei Wassermühlen, die vom Fleischbach angetrieben wurden.
Am 1. Juli 1950 wurde Elben in die Gemeinde Freist eingemeindet, bis zum 24. Januar 2010 gehörte Elben zu ihr und wurde nach deren Eingemeindung zum Ortsteil der Gerbstedter Ortschaft Freist. Elben befand sich in der Grafschaft Mansfeld im Unteramt Friedeburg, das seit 1501 den Grafen von Mansfeld-Vorderort gehörte.<ref name="bkd" /> Diese starben 1780 aus. Von 1780 bis 1806 gehörte Elben zum Mansfelder Kreis im preußischen Herzogtum Magdeburg, von 1807 bis 1815 zum Kanton Polleben im französischen Königreich Westphalen, 1816 bis 1945 zum Mansfelder Seekreis im Regierungsbezirk Merseburg der preußischen Provinz Sachsen, in der DDR im Bezirk Halle zum Kreis Hettstedt, der von 1990 bis 1994 Landkreis Hettstedt hieß und dann mit anderen Gebieten zum Landkreis Mansfelder Land vereinigt wurde, welcher wiederum 2010 zum Landkreis Mansfeld-Südharz vergrößert wurde.
Literatur
- Erich Neuß: Wanderungen durch die Grafschaft Mansfeld. Band 2. Saalisches Mansfeld. Fliegenkopf Verlag, Halle (Saale) 1999.
Weblinks
Einzelnachweise
<references />
Ortschaften: Augsdorf | Freist | Friedeburg (Saale) | Friedeburgerhütte | Gerbstedt (Ortschaft) | Heiligenthal | Hübitz | Ihlewitz | Rottelsdorf | Siersleben | Welfesholz | Zabenstedt
Ortsteile: Adendorf | Bösenburg | Elben | Helmsdorf | Lochwitz | Oeste | Pfeiffhausen (zu Ihlewitz) | Straußhof (zu Ihlewitz) | Thaldorf (zu Ihlewitz) | Thondorf | Zabitz