Flammkuchen
Flammkuchen (alemannisch, insbesondere elsässisch Flammekueche oder Flammwaie; lothringisch Flammkuche;<ref>Kuchen. In: Wörterbuch der deutsch-lothringischen Mundarten. Band 1, auf woerterbuchnetz.de</ref> {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) ist eine Spezialität aus dem Elsass sowie der benachbarten Regionen Lothringen, Saarland, Pfalz und Baden.
Grundlage des Flammkuchens ist ein sehr dünn ausgerollter Boden aus Brotteig. Der traditionelle Belag besteht aus rohen Zwiebeln, Speck und einer Creme aus Sauerrahm, die nur leicht mit Salz und Pfeffer gewürzt ist. Der so belegte Fladen wird bei starker Hitze für kurze Zeit im Ofen gebacken.<ref name="Duden-Kochkunst">Eckhard Supp: Duden. Wörterbuch Kochkunst. Von Amuse-Bouche bis Zierschnee. Dudenverlag, Mannheim u. a. 2011, ISBN 978-3-411-70392-0, Kapitel: Regionale Gerichte im deutschsprachigen Raum, S. 88.</ref>
Vermutet wird der Ursprung des Flammkuchen in Kochersberg, als mehrere Haushalte einen Ofen miteinander verwendeten.<ref name=":0">Es ist die Wiege des Flammkuchens. In: Office de Tourisme Le Beau Jardin - Kochersberg. Abgerufen am 3. März 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
In der Gastronomie erwähnt wurde er erstmals 1884, wobei sein Ursprung in der weiter zurückliegenden Vergangenheit vermutet wird. Bis 1955 soll es Flammkuchen nur im Elsass gegeben haben, anschließend verbreitete er sich in die Welt.<ref>Flammkuchen. M&R Feisinger GbR, 2024, abgerufen am 3. März 2026.</ref>
Flammkuchen wurden früher vor dem Brot im Holzbackofen gebacken, um die erste starke Hitze auszunutzen. Sie waren außerdem ein Behelf, um die Temperatur des Ofens einzuschätzen. Wurden sie zu schnell dunkel, musste mit dem Einschießen des Brotes gewartet werden, bis der Ofen etwas abgekühlt war.<ref>Anja Degner-Baxmann: Die elsässische Küche - Schlemmen von Januar bis Dezember. 13. September 2019, abgerufen am 3. März 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Andere Quellen sehen den Flammkuchen als Endprodukt nach dem Backen aller Brote der einzelnen Haushalte, die die restlichen Flammen nutzten, um die Teigreste zu backen und sofort gemeinsam zu konsumieren.<ref name=":0" /><ref>BL205 ‐ Kochersberg, Wiege des Flammkuchens. Alscaceàvélo, online, 2023, abgerufen am 3. März 2026.</ref>
Falls die Flammkuchen eine längere Backzeit benötigten, musste noch einmal geheizt werden. Der Name „Flammkuchen“ kommt daher, dass die Flammen im Ofen noch nicht vollständig ausgelodert waren, wenn er eingeschoben wurde.<ref>duden.de</ref>
Regionale Varianten
Eine verbreitete Variante des klassischen Belags ist die süße Version mit Äpfeln oder Birnen und Zimt. Ähnliche Kuchen aus dünn ausgerolltem Mischbrotteig kennt man auch in anderen Regionen. Im Osten Württembergs sind Flammkuchen als Hitzkuchen bekannt und werden mit Kartoffelpüree, Grieben und Zwiebelringen belegt. In Hohenlohe und Franken werden die Kuchen als Blootz oder Blaatz bezeichnet. So nennt man dort teilweise süße Blechkuchen (beispielsweise Zwetschgenblootz). In Teilen von Hessen werden ähnliche Kuchen Ploatz oder auch Bloads genannt. In Oberschwaben heißen herzhaft belegte dünne Fladen Dinnete. Auf den Fildern sind sie kleiner und länglicher und werden Deie genannt. Im Bayerischen Wald wird die lokale Variante "Sengzelten" genannt.<ref>Eva Krötz: Bayerischer Wald: mit Oberpfälzer Wald und Böhmerwald ; Wandern und Einkehren ; 54 Touren ; [GPS] (= Rother-Wanderbuch). 2., gründlich aktualisierte Auflage. Bergverlag Rother GmbH, München 2018, ISBN 978-3-7633-3124-6.</ref>
Literatur
- Helga Rosemann: Flammkuchen. Ein Streifzug durch das Land der Flammkuchen mit vielen Rezepten und Anregungen. Höma-Verlag, Offenbach 2009, ISBN 978-3-937329-35-2.
Weblinks
- Flammkuchen. Rezept im Koch-Wiki
Einzelnachweise
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