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Emmanuel Carrère

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Emmanuel Carrère (2025)

Emmanuel Carrère (* 9. Dezember 1957 in Paris) ist ein französischer Schriftsteller, Drehbuchautor, Filmproduzent und Filmregisseur.

Leben

Carrère ist der Sohn der französischen Historikerin Hélène Carrère d’Encausse, geborene Zourabichvili, und des Louis Carrère d’Encausse, der in der Versicherungsbranche tätig war. Die Cousine seiner Mutter ist die französisch-georgische Politikerin, frühere Außenministerin und amtierende Staatspräsidentin Georgiens, Salome Surabischwili.

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Emmanuel Carrère (2012)

Carrère hat seit den frühen 1980er Jahren rund ein Dutzend Bücher geschrieben, die zum Teil preisgekrönt wurden. Ferner war er Drehbuchautor und Produzent einer Reihe von Filmen für Kino und Fernsehen. 2010 war er Jurymitglied bei der Auswahl der Spielfilme bei den 63. Filmfestspielen von Cannes und 2015 Jurymitglied bei den 72. Internationalen Filmfestspielen von Venedig.

Carrère tritt gelegentlich auch als Regisseur in Erscheinung, zuerst 2003 mit der Dokumentation Retour à Kotelnitch. Zwei Spielfilme folgten.

Werk

Die Frankfurter Allgemeine Zeitung beschrieb sein Yoga (2020, dt. 2022) als „ein ebenso virtuoses wie umstrittenes Beispiel der Autofiktion, das mit vielem abrechnet“.<ref>Niklas Bender: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Skriptfehler: Ein solches Modul „DateTime“ ist nicht vorhanden.; ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar);.Vorlage:Toter Link/Core (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive )</ref>

Kolkhoze (P.O.L., 2025) ist ein Familien- und Geschichtsepos, das über vier Generationen von Carrères Familie hinweg autobiographische Reflexion, Genealogie und politische Philosophie verbindet und die Spannungen zwischen Erinnerung und Verschweigen, Intimität und historischer Katastrophe literarisch verhandelt. Ausgehend von der Metapher der Kolchose als Symbol kollektiver Narrative verknüpft der Roman die Familiengeschichte mit den Mechanismen totalitärer Geschichtsverfälschung und thematisiert deren Fortleben im heutigen Russland bis hin zum Angriffskrieg gegen die Ukraine.<ref>Kai Nonnenmacher: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Skriptfehler: Ein solches Modul „DateTime“ ist nicht vorhanden.; ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar);.Vorlage:Toter Link/Core (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive )</ref>

Zitat

„Dann gibt es die Aufrichtigkeit. Das ist nicht dasselbe wie Wahrheit. Ich kann aufrichtig sein und mich irren. Und dann gibt es die Wahrheit als solche. Was ist das? Das Stärkste, was mir dazu einfällt, ist von Kafka: ‚Unwissend bin ich, die Wahrheit bleibt jedenfalls bestehen.‘“

– <templatestyles src="Person/styles.css" />Emmanuel Carrère: Interview von Johanna Adorján: Ich glaube, es gibt eine grosse Nachfrage nach der Wahrheit. In: Süddeutsche Zeitung Magazin, Nummer 51 vom 18. Dezember 2020, S. 40.

Veröffentlichungen

  • Werner Herzog. Ediling, Paris 1982, ISBN 2-85601-017-2.
  • L’Amie du jaguar. Flammarion, Paris 1983, ISBN 2-84682-207-7.
  • Bravoure. P.O.L., Paris 1984, ISBN 2-86744-023-8.
  • La Moustache. P.O.L., Paris 1986, ISBN 2-86744-057-2. Deutsche Fassungen:
    • Der Gegenläufer. Übers. Georges Hausemer. Manholt, Bremen 1987, ISBN 3-924903-59-X. Nachauflage als:
    • Der Schnurrbart. Wagenbach, Berlin 1997, ISBN 3-8031-2289-9.
  • Le Détroit de Behring: Introduction a l’uchronie. P.O.L., Paris 1986, ISBN 2-86744-070-X.
    • Kleopatras Nase: Kleine Geschichte der Uchronie. Übers. Lis Künzli.<ref>Künzli in der Übersetzer-Datenbank des VdÜ, 2025.</ref> Gatza, Berlin 1993, ISBN 3-928262-09-2.
  • Hors d’atteinte. P.O.L., Paris 1988, ISBN 2-86744-119-6.
  • Je suis vivant et vous êtes morts.: Philip K. Dick 1928–1982. Le Seuil, Paris 1993, ISBN 2-02-020173-9.
    • Ich lebe und ihr seid tot. Die Parallelwelten des Philip K. Dick. Übers. Claudia Hamm. Matthes & Seitz Berlin, Berlin 2025, ISBN 978-3-95757-881-5.
  • La Classe de neige. P.O.L., Paris 1995, ISBN 2-86744-477-2.
    • Schneetreiben. Übers. Lis Künzli. Berlin Verlag, Berlin 1996, ISBN 3-8270-0198-6.
  • L’Adversaire. P.O.L., Paris 2000, ISBN 2-86744-682-1.
    • Amok. Übers. Irmengard Gabler. Fischer, Frankfurt 2001, ISBN 3-10-010220-7.
    • Der Widersacher. Neuübers. Claudia Hamm. Matthes & Seitz Berlin, Berlin 2018, ISBN 978-3-95757-612-5. (mit einem Interview Carrères mit Claudia Hamm)
  • Un roman russe. P.O.L., Paris 2007, ISBN 978-2-84682-182-7.
    • Ein russischer Roman. Übers. Claudia Hamm. Matthes & Seitz Berlin, Berlin 2017, ISBN 978-3-95757-363-6.
  • D’autres vies que la mienne. P.O.L., Paris 2009, ISBN 978-2-84682-250-3.
    • Alles ist wahr. Übers. Claudia Hamm. Matthes & Seitz Berlin, Berlin 2014, ISBN 978-3-88221-951-7.
  • Limonov. P.O.L., Paris 2011, ISBN 978-2-8180-1405-9.
    • Limonow. Übers. Claudia Hamm. Matthes & Seitz Berlin, Berlin 2012, ISBN 978-3-88221-995-1.<ref>Die Wahrheit über einen Faschisten. In: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung. 26. August 2012, S. 26.</ref><ref>Der Held als Drecksack. In: FAZ. 9. Oktober 2012, S. 28.</ref>
  • Le Royaume. P.O.L., Paris 2014, ISBN 978-2-8180-2118-7.
    • Das Reich Gottes. Übers. Claudia Hamm. Matthes & Seitz Berlin, Berlin 2016, ISBN 978-3-95757-226-4.
  • Family love. Mit Fotografien von Darcy Padilla. La Martinière, Paris 2014, ISBN 978-2-7324-6498-5.
    • Julies Leben. Übers. Claudia Hamm. Matthes & Seitz Berlin, Berlin 2020, ISBN 978-3-95757-885-3.
  • Il est avantageux d’avoir où aller. Reportagen, Artikel u. a. POL, Paris 2016, ISBN 978-2-8180-3876-5.
  • Lettre à une Calaisienne. Revue XXI, April. Drei Zeichnungen von Aline Zalko, 2016.<ref>3 Zeichnungen. <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Skriptfehler: Ein solches Modul „WLink“ ist nicht vorhanden. (Memento vom 20. September 2017 im Internet Archive)</ref>
  • Yoga. P.O.L, Paris 2020, ISBN 978-2-8180-5138-2.
    • Yoga. Übers. Claudia Hamm. Matthes & Seitz Berlin, Berlin 2022, ISBN 978-3-7518-0058-7.
  • V13. P.O.L, Paris 2022, ISBN 978-2-8180-5606-6.
    • V13. Die Terroranschläge von Paris. Gerichtsreportage. Übers. Claudia Hamm. Matthes & Seitz Berlin, Berlin 2023, ISBN 978-3-7518-0942-9
  • Kolkhoze, P.O.L, Paris 2025.

Filme

Eigene Filme

Verfilmungen

Fernsehen

Auszeichnungen und Preise

Weblinks

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Einzelnachweise

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