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Emsa (Unternehmen)

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Emsa GmbH

colspan="2" class="notheme" style="background:#Vorlage:Standardfarbe; color:#Vorlage:Standardfarbe; padding:1em 0;" | EMSA-logo.svg
Rechtsform GmbH
Gründung 1. April 1949
Sitz Emsdetten, DeutschlandDatei:Flag of Germany.svg Deutschland
Leitung Joël Autran
Pierre-Armand Lemoine<ref>Impressum. Emsa, abgerufen am 21. Juni 2024.</ref>
Mitarbeiterzahl 767 (Durchschnitt 2015)<ref name="Jahresabschluss 2015">Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2015 bis zum 31.12.2015. Konzernbilanz zum 31.12.2015. Bundesanzeiger, 3. März 2017, abgerufen am 21. Juni 2024.</ref>
Umsatz 92,3 Mio. Euro<ref name="Jahresabschluss 2015"/>
Branche Konsumgüter
Website www.emsa.com
Stand: 31. Dezember 2015

Die Emsa GmbH ist ein Hersteller von Haushaltswaren mit Sitz in Emsdetten, Nordrhein-Westfalen, und gehört seit 2016 zur französischen Groupe SEB.

Geschichte

Die Wurzeln des Unternehmens liegen in der am 1. April 1949 von Franz Wulf gegründeten „Franz Wulf & Co Plasticwarenfabrik“ in Greven bei Münster. Sie nahm 1953 den Produktionsbetrieb auf. Das erste Produkt des Unternehmens war ein Schmetterling aus Kunststoff, der als Tropfenfänger für Kaffeekannen verwendet wurde. Daneben stellte das Unternehmen in den frühen 1950er-Jahren auch von Hand genähte Spritzbeutel mit Metalltüllen und Teigrädchen her.

Am 1. Oktober 1956 bezog das Unternehmen größere Räumlichkeiten in Emsdetten und nahm Artikel zur Garten- und Blumenpflege in das Sortiment auf.

1958 wurde „EMSA Plastic“ als Warenzeichen eingetragen.<ref>Jörg Bohn: EMSA-Plastic. Wirtschaftswundermuseum, 1. Oktober 2012, abgerufen am 29. Mai 2015.</ref> In der Weimarer Republik und noch im NS-Staat gab es die Emsa-Schuhartikelfabrik in Rostock des jüdischen Inhabers Max-Samuel, die 1939 enteignet wurde. Eine Beziehung besteht dazu nicht.

Am 29. Dezember 1964 erfolgte die Umfirmung in Emsa-Werk; die Namensgebung lehnte sich an die Region um Emsdetten und an die durchfließende Ems an.

Die Produktion wurde in den 1960er und 1970er Jahren auf Pflanzgefäße, Tisch- und Küchenserien sowie Frischhaltedosen erweitert. 1971 wurde das Firmen-Logo – ein weißer Schriftzug mit Minuskeln auf einem roten Kreis – eingeführt, welches bis heute als Markenzeichen verwendet wird.<ref>Auskunft zur Marke emsa im Register des Deutschen Patent- und Markenamtes (DPMA)</ref>

Datei:Emsa Clip & Close Frischhaltedose in der Produktion.jpg
Frischhaltedose Clip & Close in der Produktion

Ab 1982 nahm das Emsa-Werk Kunststoff-Isolierkannen in die Produktion auf, die heute eines der größten Geschäftsfelder sind. Mit der Quick-Tip-Isolierkanne folgte die zweite Generation der Kunststoff-Isolierkanne im Jahr 1995.

2004 kam die erste Frischhaltedose mit der so genannten Clip-Deckel-Technologie auf den Markt. Ab 2011 wurde die Dichtung der Frischhaltedosen direkt in den Deckel eingespritzt.<ref>Gebrauchsmuster DE20320088U: Deckel für einen Aufbewahrungsbehälter. Angemeldet am 23. Dezember 2003, veröffentlicht am 12. Mai 2005, Anmelder: Emsa Werke Wulf GmbH.</ref>

Das Garten-Sortiment wurde 2008 um handgefertigte Pflanzgefäße und Brunnen aus Fiberglas erweitert, die seither unter der Marke Esteras vertrieben werden.

Unter anderem für die Weiterentwicklung der Produkte mit Clip-Deckel-Technologie investierte Emsa zwischen 2008 und 2012 am Standort Emsdetten einen zweistelligen Millionenbetrag in neue Herstellungsverfahren.<ref>Deutscher Fachverlag GmbH (Hrsg.): „Alles so schön bunt hier“ In: LZ Nonfood Trends, Ausgabe 1/2012, S. 42/43.</ref>

Im Mai 2016 wurde Emsa mit wirtschaftlicher Wirkung zum 31. Dezember 2015 vom französischen Konzern SEB übernommen.<ref>Christian Busch: Französischer Konzern übernimmt Emsa. In: wn.de. 19. Mai 2016, abgerufen am 1. März 2024.</ref>

Neben dem Hauptsitz in Emsdetten hatte das Unternehmen bei der Übernahme Produktionsstandorte in Taicang (China) und Ho-Chi-Minh-Stadt (Vietnam).<ref>Emsa, Design and Expertise. Groupe SEB, abgerufen am 21. Juni 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Heute (2024) produziert Emsa noch in Emsdetten und Taicang.<ref>Über uns. Unsere Standorte. Emsa, abgerufen am 21. Juni 2024.</ref>

Zum 30. Juni 2020 veräußerte Emsa die Gartensparte an das französische Unternehmen Poétic SAS.<ref>SEB verkauft die Emsa-Gartensparte. Abgerufen am 11. Februar 2022.</ref>

Auszeichnungen

Wiederholt wurden Emsa-Produkte in der Kategorie „Product Design“ mit dem Red Dot Design Award ausgezeichnet.<ref>Preisträger Product Design. red-dot.de, abgerufen am 11. Juni 2015.</ref> Darüber hinaus wurde der Emsa GmbH nach 2014 und 2015 für ihre Produktentwicklung im Jahr 2016 zum dritten Mal in Folge der Top-100-Innovationspreis verliehen.<ref>Emsa gehört zum dritten Mal in Folge zu den TOP 100. Emsa Presse, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 13. Oktober 2016; abgerufen am 10. Oktober 2016.</ref><ref>Die TOP 100 Innovatoren 2016. TOP 100, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 13. Oktober 2016; abgerufen am 13. Oktober 2016.</ref>

Weblinks

Einzelnachweise

<references />