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Ephraim Chambers

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Ephraim Chambers (* um 1680 in Kendal; † 15. Mai 1740 in Islington (heute London)) war ein englischer Schriftsteller der Frühaufklärung. Er war der Herausgeber und größtenteils auch Verfasser eines der ersten enzyklopädischen Wörterbücher der Künste und Wissenschaften im Zeitalter der Aufklärung. Nach diesem Aufklärer ist das populäre englische Wörterbuch Chambers Dictionary benannt.

Leben

Datei:Chambers Cyclopaedia 1728.jpg
Titel von Ephraim Chambers „Cyclopaedia“ von 1728

Ephraim Chambers wurde in Kendal, Westmorland geboren und besuchte die Heversham Grammar School. Er absolvierte von 1714 bis 1721 eine Lehre zum Globus-Macher bei John Senex (1678–1740) einem Kartographen und Graveur aus London. Chambers fasste schon als Handwerkslehrling den Plan zu seiner {{#invoke:Vorlage:lang|flat}}, die zuerst zu London in 2 Bänden erschien und Geografie und Geschichte ausschloss. Die Cyclopædia basiert auf John HarrisLexicon technicum von 1704 und war ihrerseits Vorbild und erst Grundlage für die von Diderot und d'Alembert geschaffene Encyclopédie. Er veröffentlichte sie 1728; sie gilt als eine der ersten englischsprachigen Enzyklopädien.

Nach Beginn an der Cyclopædia verließ er John Senex und widmete sich ganz dem Enzyklopädie-Projekt. Er nahm Unterkunft in Gray’s Inn, wo er für den Rest seines Lebens blieb.

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(Robert Collison: Encyclopaedias: Their history throughout the ages. London/New York 1966, S. 103)
"[...] Chambers ist eindeutig der weltweite Vater der modernen Enzyklopädie. [...] Chambers' Cyclopaedia ist insbesondere bemerkenswert aufgrund ihres ausgearbeiteten Systems von Querverweisen und ihrer im Vergleich zu Harris erweiterten Darstellung der Geisteswissenschaften."

Chambers fand Anerkennung, man ernannte ihn zum Mitglied der Royal Society of London, und er erlebte noch drei Auflagen seines Buches.

Außerdem hatte er an dem Literary Magazine teil und an der abgekürzten Übersetzung der Memoiren der Akademie der Wissenschaften zu Paris: Philosophical history and memoirs of the Royal Academy of Sciences at Paris (1742, 5 Bde.).

Chambers starb 1740 im Canonbury House bei Islington. Er wurde im Nordkloster der Westminster Abbey begraben.<ref>Francis Espinasse: Chambers, Ephraim (1680?–1740). rev. Michael Harris. In: Oxford Dictionary of National Biography. Oxford University Press, Oxford 2004.</ref>

In Anbetracht der Schwierigkeiten, welche Chambers damals bei der alphabetischen Zusammenstellung aller Gegenstände des menschlichen Wissens zu überwinden hatte, ist sein Verdienst nicht gering anzuschlagen. (Meyers)

Werke (Auswahl)

Literatur

  • Die kleine Enzyklopädie. Band 1, Encyclios-Verlag, Zürich 1950, S. 282.

Weblinks

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Einzelnachweise

<references />

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