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Ernst Scherzer (Skirennläufer)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Ernst Scherzer Vorlage:SportPicto
Nation Deutschland Demokratische Republik 1949Datei:Flag of East Germany.svg Deutsche Demokratische Republik
Geburtstag 5. Oktober 1937 (88 Jahre)
Geburtsort Schöneck/Vogtl.Deutsches Reich NSDatei:Flag of the German Reich (1935–1945).svg Deutsches Reich
Größe 170 cm
Gewicht 65 kg
Karriere
Disziplin Abfahrt, Riesenslalom
Slalom, Alpine Kombination
Verein SC Traktor Oberwiesenthal
Trainer Joachim Loos
Status zurückgetreten
Karriereende 1969
letzte Änderung: 20. September 2024

Ernst Scherzer (* 5. Oktober 1937 in Schöneck/Vogtl.) ist ein ehemaliger deutscher Skirennläufer. Neben Eberhard Riedel gehört er zu den erfolgreichsten alpinen Skisportlern der DDR.

Biografie

Scherzer startete seit 1955 für den Verein SC Traktor Oberwiesenthal, wo er von Joachim Loos trainiert wurde. 1958 gewann er im Riesenslalom den ersten seiner insgesamt elf Titel als DDR-Meister.<ref name="ND1960">ND v. 8. Februar 1960, S. 4.</ref> Bei seinem internationalen Debüt stürzte er im Januar 1958 im Abfahrtslauf von Kitzbühel 150 Meter nach dem Start.<ref name="KCGS">Scherzer, Ernst. In: Günter Weigel: Kleine Chronik großer Sportler - Erzgebirger auf die wir stolz sind. Auer Beschäftigungsinitiative (Hrsg.), Rockstroh: Aue, 2004, S. 102.</ref> Er startete bei den Weltmeisterschaften in Bad Gastein, wo er in der Abfahrt den 34. Platz, im Slalom den 42. Platz und in der Kombination den 24. Platz belegte.<ref name="ASC">Die Chronik der Alpinen vom Fichtelberg</ref> In der Kombination in Wengen 1959 belegte er den 14. Platz und beim Kandaharrennen in Garmisch-Partenkirchen den 7. Platz. Durch seine Leistungen im Winter 1959/60 in den Rennen in Adelboden, Wengen und Kitzbühel gelang ihm die Qualifikation für die gemeinsame deutsche Mannschaft für die Olympischen Winterspiele in Squaw Valley,<ref name="ND1960"/> wo er jedoch als Ersatzmann ohne Einsatz blieb.

Seine besten Platzierungen in internationalen Rennen waren der dritte Platz in einem FIS-A-Slalom im Kleinwalsertal 1963 und ein zweiter Platz bei einem Riesenslalom in Lanersbach im Zillertal 1965. Bei den Olympischen Winterspielen 1964 in Innsbruck erreichte er im Slalom den 13. Platz.<ref name="KCGS"/>

Scherzers Karriere als aktiver Skirennfahrer endete abrupt, als 1969 aufgrund eines Grundsatzbeschlusses in der DDR die Förderung des alpinen Rennsports eingestellt wurde. In der Folge wurde er Trainer und war ab 1976 als Wachs-Experte der DDR-Skisprung-Nationalmannschaft tätig. Von Juli 1977 bis 1989 lieferte er als „IM Berg“ Informationen über Athleten und Funktionärskollegen an das Ministerium für Staatssicherheit der DDR.<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig "Das war damals geheim und das soll auch heute geheim bleiben".] www.dradio.de, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 3. November 2012.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> Er lebt in Oberwiesenthal.

Er war mit Heidi Schuffenhauer (1940–2017),<ref>Traueranzeigen Heidi Scherzer, in: Freie Presse, Lokalausgabe Annaberg.</ref> einer ehemaligen Rennrodlerin verheiratet, die im Juniorenbereich gemeinsam mit dem späteren Olympiasieger Thomas Köhler im Mixed-Doppel startete.<ref>Thomas Köhler: Zwei Seiten der Medaille. Thomas Köhler erinnert sich. Neues Leben, Berlin 2010, ISBN 978-3-355-01779-4, S. 14.</ref>

Literatur

  • Scherzer, Ernst. In: Günter Weigel: Kleine Chronik großer Sportler - Erzgebirger auf die wir stolz sind. Auer Beschäftigungsinitiative (Hrsg.), Rockstroh: Aue, 2004, S. 102.

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

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