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Esfandiar Rahim Maschaie

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Datei:Mashai Russia June 2009.jpg
Esfandiar Rahim Maschaie
Unterschrift von Maschaie
Unterschrift von Maschaie

Esfandiar Rahim Maschaie, auch Esfandiar Rahim Maschai (* 25. Ābān 1399 h. š. (16. November 1960) im Dorf Maschā Kalāyeh, bei Ramsar) (persisch اسفندیار رحیم مشایی, DMG {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)), ist ein iranischer Politiker. Im Kabinett Ahmadineschad I war er Vizepräsident für Kultur und Tourismus. Im Juli 2009 wurde er kurzfristig als Erster Vizepräsident der Islamischen Republik Iran vorgeschlagen. Er gilt als enger Mitarbeiter, Freund und Berater von Mahmud Ahmadineschad.

Leben

Maschaie studierte Elektrotechnik bis zum Bachelor an der Technischen Hochschule Isfahan. Anfang der 1980er-Jahre begann Maschaie seine Karriere als Mitarbeiter des Geheimdienstes Sepah in der Provinz Mazandaran.<ref name="payvand">Payvand Iran News, 23. Januar 2011: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Chronology of Controversy: Who is Esfandiar Mashaei? (Memento vom 18. Februar 2011 im Internet Archive)</ref> Er wechselte in die Provinz Kordestān, wo er an der Niederschlagung kurdischer Rebellionen beteiligt war. Allerdings wird ihm attestiert, die Politik der Eisernen Faust durch eine mehr an Kultur orientierte Politik bei allen sicherheitspolitischen Fragen der multikulturellen Region ersetzt haben zu wollen. Bei den Arbeiten in Kordestān ist er erstmals in Kontakt mit dem späteren Präsidenten Mahmud Ahmadineschad gekommen.

Am 31. Dezember 2007 wurde er zum Leiter des neu gegründeten nationalen Zentrums für Globalisierungsforschung ernannt.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Iranian Film Week (Memento vom 29. Juli 2009 im Internet Archive)</ref> Seine Tochter ist mit dem Sohn von Mahmud Ahmadineschad verheiratet.<ref name="sueddeutsche_24_481494"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Konfrontation mit dem Ayatollah (Memento vom 26. Juli 2009 im Internet Archive) Süddeutsche.de vom 22. Juli 2009.</ref>

Vizepräsident für Kultur und Tourismus

Maschaie wurde als Minister vorgeworfen, er zerstöre mutwillig kulturelles Erbe im Iran, namentlich durch den Bau des Sivand-Staudammes in der Provinz Fars, der die Altertümer von Pasargadae bedrohe, so unter anderem das Grab von Großkönig Kyros II.<ref>Stausee soll Kulturerbe bedrohen. Spiegel, 14. Mai 2007, abgerufen am 30. August 2025.</ref><ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Rettet die archäologischen Stätte Pasargads im Iran! (Memento vom 14. Februar 2009 im Internet Archive)</ref><ref>VOA-Beitrag über die mutwillige Zerstörung von kulturellem Erbe im Iran</ref><ref>https://www.youtube.com/watch?v=AbXyImU-uw0&list=PLAF08771DDF76C157</ref> Iranische Kulturschaffende und Archäologen richteten in dieser Angelegenheit mehrfach Appelle an die UNESCO.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Pasargad Heritage Foundation takes legal action against Mr. Rahim Mashai and criticizes UNESCO’s inaction (Memento vom 25. April 2009 im Internet Archive)</ref>

Maschaie stellte mehrfach die Beziehungen des Irans zum israelischen Volk als positiv dar. So sagte er gemäß der Zeitung Kargozaran:

“I had said this before that we do not have any hostility against the Israeli people and I still say the same thing proudly”

„Ich hatte bereits gesagt, dass unsere Beziehungen zum israelischen Volk nicht feindselig sind, und stolz sage ich noch immer dasselbe.“<ref>@1@2Vorlage:Toter Link/english.farsnews.irhttp://english.farsnews.ir/newstext.php?nn=8705221294 (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im April 2018. Suche im Internet Archive )Vorlage:Toter Link/archivebot</ref>

Zudem stellte er klar: „Not all the Israeli people are wearing (military) boots on the street“<ref>@1@2Vorlage:Toter Link/english.farsnews.irhttp://english.farsnews.ir/newstext.php?nn=8705221294 (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im April 2018. Suche im Internet Archive )Vorlage:Toter Link/archivebot</ref> („Nicht das ganze israelische Volk trägt (militärische) Stiefel auf der Straße“). Maschaie weigerte sich, die Aussagen zurückzunehmen, obwohl der Oberste Rechtsgelehrte Ali Chamenei die Aussagen als „unlogisch“ bezeichnet hatte.<ref>Nasser Karimi: Ahmadinejad Criticized By Hard-Liners Over Vice President Choice. In: The Huffington Post, 20. Juli 2009 (englisch)</ref>

Erster Vizepräsident

Am 17. Juli 2009 wurde Maschaie von Präsident Mahmud Ahmadineschad zum Ersten Vizepräsidenten ernannt. Er ersetzte Parwiz Dawudi.<ref>@1@2Vorlage:Toter Link/www.ilna.irhttp://www.ilna.ir/fullstory.aspx?ID=65965 (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im April 2018. Suche im Internet Archive )Vorlage:Toter Link/archivebot</ref> Die Ernennung löste große Proteste im konservativen Lager aus.

Nach tagelangen Auseinandersetzungen innerhalb der Staatsführung wies Ali Chamenei Ahmadineschad an, Maschaie unverzüglich zu entlassen.<ref name="sueddeutsche_24_481494"/> Nachdem am 24. Juli 2009 ein Schreiben Chameneis veröffentlicht wurde, in dem er die Ernennung Maschaies als „gegen die Interessen der Regierung“ laufend bezeichnet hatte,<ref>Chamenei ordnet Entlassung von Ahmadineschads Vize an Spiegel online vom 24. Juli 2009.</ref> beugte sich Ahmadineschad der Anweisung und entließ seinen Stellvertreter.<ref>Unter Druck: Ahmadinejad entlässt seinen Vize Die Presse vom 24. Juli 2009.</ref> Anschließend ernannte er ihn zu seinem Bürochef und Berater.<ref>Vom Vizepräsidenten zum Bürochef faz.net vom 26. Juli 2009.</ref> Sein Nachfolger als Erster Vizepräsident wurde Mohammad Reza Rahimi. Am 1. Dezember 2012 wurde Maschaie von Präsident Ahmadineschad zum „Leiter des Sekretariats der Blockfreien Staaten“ ernannt, der Iran hatte den damaligen Vorsitz der Blockfreien Staaten inne. Dies wurde von Analysten als Vorbereitung für die Kandidatur Maschaies für die Präsidentschaftswahlen 2013 gewertet.<ref>@1@2Vorlage:Toter Link/www.montrealgazette.comMontreal Gazette: Irans President Promotes his preferred successor (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im April 2018. Suche im Internet Archive )Vorlage:Toter Link/archivebot abgerufen am 10. Dezember 2012.</ref> Zu dieser wurde er aber dann nicht als Kandidat zugelassen.

Weblinks

Einzelnachweise

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