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Ewa Kłobukowska

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Ewa Kłobukowska

Ewa Janina Kłobukowska<ref>Fałszywe oskarżenia złamały jej karierę. Abgerufen am 26. März 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> (* 1. Oktober 1946 in Warschau) ist eine ehemalige polnische Leichtathletin und Olympiasiegerin.

Karriere

Ewa Kłobukowska von Skra Warschau ging auf die gleiche Warschauer Schule wie die fünf Monate ältere Irena Kirszenstein. Beide stießen bereits 1963 in die nationale Spitze der Sprinterinnen vor. Im September 1964 verbesserte Kłobukowska den polnischen Rekord im 100-Meter-Lauf auf 11,3 Sekunden. Im Oktober 1964 fanden die Olympischen Spiele in Tokio statt. Dort gewann sie die Bronzemedaille im 100-Meter-Lauf hinter den beiden US-Amerikanerinnen Wyomia Tyus (Gold) und Edith McGuire (Silber). Die polnische 4-mal-100-Meter-Staffel in der Besetzung Teresa Ciepły, Irena Kirszenstein und Halina Górecka mit Ewa Kłobukowska als Schlussläuferin unterbot ihren eigenen Weltrekord um sechs Zehntelsekunden auf die neue Marke von 43,6 Sekunden. Mit dieser Leistung gewann die Staffel sicher Gold vor den US-Amerikanerinnen, die ihren Kontinentalrekord von 44,3 Sekunden auf 43,9 Sekunden verbesserten.

Irena Kirszenstein und Ewa Kłobukowska lieferten sich 1965 bei mehreren Sportfesten packende Duelle. Am 9. Juli traten die beiden beim Prager Rošický-Memorial an. Bei einem Rückenwind von gerade noch zulässigen zwei Meter pro Sekunde liefen die beiden in 11,1 Sekunden über die Ziellinie, wobei Kłobukowska das Rennen nach Fotoentscheid gewann. Damit hatten die beiden jungen Polinnen den von Wilma Rudolph und Wyomia Tyus gehaltenen Weltrekord um eine Zehntelsekunde verbessert. Zweieinhalb Wochen später verbesserten beide Polinnen den Europarekord über 100 Yards auf 10,5 Sekunden und erneut gewann Kłobukowska das Rennen. Am 7. August 1965 fand in Warschau ein Länderkampf Polen gegen die Vereinigten Staaten statt, bei dem Irena Kirszenstein beide Sprintstrecken, den Weitsprung und die Staffel gewann. Kłobukowska belegte über 100 Meter den dritten Platz hinter Kirszenstein und Tyus, konnte aber über 200 Meter in 23,0 Sekunden den zweiten Platz hinter Kirszenstein halten, die in 22,7 Sekunden den Weltrekord verbesserte. Im September 1965 fand in Kassel der erste Leichtathletik-Europacup statt. Ewa Kłobukowska siegte in 11,3 Sekunden und in 23,0 Sekunden auf beiden Sprintstrecken. Die polnische Staffel mit Kirszenstein und Kłobukowska siegte in 44,9 Sekunden.

Saisonhöhepunkt des Jahres 1966 waren die Europameisterschaften in Budapest. Über 100 Meter siegte Ewa Kłobukowska in 11,5 Sekunden vor der zeitgleichen Irena Kirszenstein. Auf der 200-Meter-Strecke gewann Kirszenstein in 23,1 Sekunden vor Kłobukowska in 23,4 Sekunden. Die polnische Staffel trat in der Besetzung Elżbieta Bednarek, Danuta Straszyńska, Irena Kirszenstein und Ewa Kłobukowska an und siegte in 44,4 Sekunden. Kłobukowskas Sieg bot der Sowjetunion die Möglichkeit, im Kontext des Kalten Krieges die Überlegenheit des eigenen politischen Systems zu demonstrieren.<ref>Arié Malz, Stefan Rohdewald, Stefan Wiederkehr: Sport zwischen Ost und West, Beiträge zur Sportgeschichte Osteuropas im 19. und 20. Jahrhundert. fibre, Osnabrück 2007, ISBN 978-3-938400-15-9.</ref>

Disqualifikation

Bereits bei den Europameisterschaften 1966 hatte es für alle Leichtathletinnen einen Geschlechtstest gegeben, den Ewa Kłobukowska unbeanstandet passiert hatte. Vor dem Europacup 1967 war erneut ein Geschlechtstest angesetzt. Bei Ewa Kłobukowska wurde bei der Vorrunde in Wuppertal ein Chromosomensatz festgestellt,<ref>Laut Holzhausen (S. 37) wurde XXY gefunden.</ref> der von dem normalen weiblichen XX-Satz abweicht; daraufhin wurde sie als Hermaphrodit eingestuft (intergeschlechtlich). Sie durfte gleichwohl in Wuppertal starten. Der Europäische Leichtathletikverband versuchte auf den polnischen Verband dahingehend einzuwirken, dass dieser Ewa Kłobukowska nicht mehr antreten ließ. Nachdem der polnische Verband dies verweigerte und Kłobukowska für das Europacupfinale in Kiew meldete, machte der europäische Verband das Testergebnis öffentlich.<ref>Volker Kluge: Olympische Sommerspiele. Die Chronik II. S. 797, Anmerkung 144.</ref> Nach ihrer Disqualifikation versuchte Ewa Kłobukowska ihren Chromosomenbefund durch Medikamente zu ändern, was aber keine Änderung brachte.

1969 strich der Weltleichtathletikverband Ewa Kłobukowskas Weltrekorde aus den Rekordlisten, ihre Titel blieben ihr aber erhalten. Das führt bei der Staffel zu dem seltsamen Ergebnis, dass die Olympiasiegerstaffel 1964 laut offizieller Ergebnisliste drei Zehntelsekunden schneller im Ziel war als die Weltrekordstaffel auf dem zweiten Platz.

1968 gebar sie einen Sohn.<ref>Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig The Rise and Fall of Gender Testing.] outsports.com, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 21. August 2009.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref><ref>Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Caster Semenya sex row: 'She's my little girl,' says father.] The Guardian, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 21. August 2009.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref>

Siehe auch

Literatur

  • Manfred Holzhausen: Weltrekorde und Weltrekordler: 100m-Lauf – 200m/220y-Lauf. Grevenbroich 2000.
  • Dennis Krämer: Intersexualität im Sport: Mediale und medizinische Körperpolitiken. Transcript, Bielefeld 2020, ISBN 978-3-8376-5035-8, S. 193–296: Ewa Ktobukowska (Doktorarbeit Universität Hamburg 2019).
  • Volker Kluge: Olympische Sommerspiele. Die Chronik II: London 1948 – Tokio 1964. Sportverlag, Berlin 1998, ISBN 3-328-00740-7.

Weblinks

Commons: Ewa Kłobukowska – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

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1928: Kanada 1921Datei:Canadian Red Ensign (1921-1957).svg CAN Smith, Rosenfeld, Cook, Bell
1932: Vereinigte Staaten 48Datei:Flag of the United States (1912-1959).svg USA Carew, Furtsch, Rogers, von Bremen
1936: Vereinigte Staaten 48Datei:Flag of the United States (1912-1959).svg USA Bland, Rogers, Robinson, Stephens
1948: NiederlandeDatei:Flag of the Netherlands.svg NED Stad-de Jong, Witziers-Timmer, van der Kade-Koudijs, Blankers-Koen
1952: Vereinigte Staaten 48Datei:Flag of the United States (1912-1959).svg USA Faggs, Jones, Moreau, Hardy
1956: Australien AUS Strickland, Croker, Mellor, Cuthbert
1960: Vereinigte Staaten[[Hilfe:Cache|Fehler beim Thumbnail-Erstellen]]:  USA Hudson, Williams, Jones, Rudolph
1964: Polen 1944Datei:Flag of Poland (1928-1980).svg POL Ciepły, Kirszenstein, Górecka, Kłobukowska
1968: Vereinigte Staaten[[Hilfe:Cache|Fehler beim Thumbnail-Erstellen]]:  USA Ferrell, Bailes, Netter, Tyus
1972: Deutschland BundesrepublikDatei:Flag of Germany.svg FRG Krause, Becker, Richter, Rosendahl
1976: Deutschland Demokratische Republik 1949Datei:Flag of East Germany.svg DDR Oelsner, Stecher, Bodendorf, Eckert
1980: Deutschland Demokratische Republik 1949Datei:Flag of East Germany.svg DDR Müller, Eckert, Auerswald, Göhr
1984: Vereinigte Staaten[[Hilfe:Cache|Fehler beim Thumbnail-Erstellen]]:  USA Brown, Bolden, Cheeseborough, Ashford
1988: Vereinigte Staaten[[Hilfe:Cache|Fehler beim Thumbnail-Erstellen]]:  USA Brown, Echols, Griffith-Joyner, Ashford, Young*
1992: Vereinigte Staaten[[Hilfe:Cache|Fehler beim Thumbnail-Erstellen]]:  USA Ashford, Jones, Guidry, Torrence, Michelle Finn*
1996: Vereinigte Staaten[[Hilfe:Cache|Fehler beim Thumbnail-Erstellen]]:  USA Devers, Miller, Gaines, Torrence, Guidry*
2000: BahamasDatei:Flag of the Bahamas.svg BAH Fynes, Sturrup, Davis-Thompson, Ferguson, Clarke-Lewis*
2004: JamaikaDatei:Flag of Jamaica.svg JAM Lawrence, Simpson, Bailey, Campbell, McDonald*
2008: BelgienDatei:Flag of Belgium (civil).svg BEL Borlée, Mariën, Ouédraogo, Gevaert
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2020: JamaikaDatei:Flag of Jamaica.svg JAM Williams, Thompson-Herah, Fraser-Pryce, Jackson, Morrison*, Burchell*
2024: Vereinigte Staaten[[Hilfe:Cache|Fehler beim Thumbnail-Erstellen]]:  USA Jefferson, Terry, Thomas, Richardson

* Einsatz im Vorlauf Vorlage:Klappleiste/EndeVorlage:Klappleiste/Anfang 1938: Stanisława Walasiewicz | 1946: Jewgenija Setschenowa | 1950: Fanny Blankers-Koen | 1954: Irina Turowa | 1958: Heather Young | 1962: Dorothy Hyman | 1966: Ewa Kłobukowska | 1969: Petra Vogt | 1971: Renate Stecher | 1974: Irena Szewińska | 1978: Marlies Göhr | 1982: Marlies Göhr | 1986: Marlies Göhr | 1990: Katrin Krabbe | 1994: Irina Priwalowa | 1998: Christine Arron | 2002: Ekaterini Thanou | 2006: Kim Gevaert | 2010: Verena Sailer | 2012: Iwet Lalowa | 2014: Dafne Schippers | 2016: Dafne Schippers | 2018: Dina Asher-Smith | 2022: Gina Lückenkemper | 2024: Dina Asher-Smith Vorlage:Klappleiste/EndeVorlage:Navigationsleiste Europameisterinnen im 4×100-Meter-Staffellauf

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