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Fara in Sabina

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Vorlage:Infobox Gemeinde in Italien

Fara in Sabina ist eine Gemeinde mit Vorlage:EWZ Einwohnern (Stand Vorlage:EWD) in der Provinz Rieti in der italienischen Region Latium.

Geographie

Fara liegt 48 km nördlich von Rom und 37 km südlich von Rieti. Die Altstadt befindet sich auf dem Monte Buzio, einem Hügel in den Sabiner Bergen über dem Tibertal. Es ist Mitglied der Comunità Montana Sabina. Das Gemeindegebiet wird im Norden und Westen von den Flüssen Farfa und Tiber begrenzt.

Die Ortsteile sind Borgo Quinzio, Canneto Sabino, Coltodino, Corese Terra, Fara, Farfa, Passo Corese, Pomonte, Prime Case und Talocci. Passo Corese im Tibertal, mit dem Bahnhof von Fara, ist der mit Abstand größte Ortsteil.<ref>farainsabina.gov.it: Vorlage:Webarchiv (italienisch)</ref>

Das Gemeindegebiet erstreckt sich über eine Höhe von 23 bis 600 m s. l. m.<ref>Fara auf www.comuni-italiani.it</ref>

Die Gemeinde liegt in der Erdbebenzone 2 (mittel gefährdet).<ref>protezionecivile.it: Vorlage:Webarchiv (italienisch)</ref>

Die Nachbarorte sind Castelnuovo di Farfa, Montelibretti (RM), Montopoli di Sabina, Nerola (RM), Toffia.

Verkehr

Fara liegt 18 km von der Ausfahrt Roma Nord an der Autobahn A1 Autostrada del Sole von Rom nach Mailand entfernt. Sein Bahnhof an der Regionalbahnstrecke FR1 vom Flughafen Rom-Fiumicino über Rom-Tiburtina nach Orte, liegt 12 km vom Ortszentrum im Ortsteil Passo Corese.

Geschichte

Fara liegt im Zentrum des antiken Siedlungsgebiets der Sabiner. Eine ihrer wichtigen Städte, Cures, befand sich beim heutigen Ortsteil Talocci. Der Ort Fara in Sabina wurde im 8. Jahrhundert von den Langobarden gegründet. Der Name Fara leitet sich vom langobardischen Wort fâra („Schar“) ab. Danach war er im Besitz der Abtei Farfa. Im Jahre 1084 eroberte König Heinrich IV. ihn und gab ihn der Abtei zurück. 1461 wurde er von Graf Federico da Montefeltro erobert, welcher die damaligen Besitzer aus der Familie Savelli vertrieb. Schließlich erwarb Pierangelo Orsini aus der Linie Mugnano den Ort, den seine Familie bis 1641 besaß, als der Streit um das Erbe von Enrico, Marchese di Stimigliano, mit einem Vergleich endete, durch den Fara zur Apostolischen Kammer gelangte.

Bevölkerungsentwicklung

Jahr 1861 1881 1901 1921 1936 1951 1971 1991 2001
Einwohner 1.660 2.349 3.637 4.218 5.425 6.203 7.046 9.319 10.810

Quelle: ISTAT

Politik

Davide Basilicata (Lista Civica: Noi Fara) wurde am 5. Juni 2016 zum neuen Bürgermeister gewählt.

Partnerstädte

Sehenswürdigkeiten

Datei:ItalyAbbaziaFarfaVistaChiesa.jpg
Benediktinerabtei Farfa
Datei:ItalyFaraSabinaPalazzoOrsini.jpg
Palazzo Orsini
  • Im Gemeindegebiet liegt das bedeutende Benediktiner-Kloster Farfa, das im 6. Jahrhundert gegründet wurde und im Mittelalter als Reichsabtei zu den reichsten und einflussreichsten Klöstern Europas zählte. Die Abtei wurde 1860/61 säkularisiert und 1928 zum italienischen Nationaldenkmal erklärt. Seit 1919/20 ist sie wieder Benediktinerkloster.
  • Im Kloster der Klarissen-Eremitinnen von Fara in Sabina werden 17 unversehrte Leiber von ehemaligen Nonnen aufbewahrt.<ref>Vorlage:Internetquelle</ref>
  • Von der antiken Stadt Cures, der Heimatstadt des zweiten legendären römischen Königs Numa Pompilius, wurde ein Teil des Forums ausgegraben.
  • Vom Castello di Postmontem aus dem 10. Jahrhundert blieb nur die Torre Baccelli.
  • Der Palazzo Orsini stammt aus dem 15. Jahrhundert.

Töchter und Söhne der Gemeinde

Literatur

  • Christoph Henning: Latium. Das Land um Rom. Mit Spaziergängen in der Ewigen Stadt (= DuMont-Kunst-Reiseführer). 3. aktualisierte Auflage. DuMont-Reiseverlag, Ostfildern 2006, ISBN 3-7701-6031-2.
  • Anton Henze, Kunibert Bering, Gerhard Wiedmann: Kunstführer Rom. 5. neu bearbeitete Auflage. Philipp Reclam GmbH, Stuttgart 1994, ISBN 3-15-010402-5.

Weblinks

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Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Navigationsleiste Gemeinden Provinz Rieti

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