Federalnaja Sluschba Ochrany
| Federalnaja Sluschba Ochrany (Föderaler Dienst für Bewachung) — FSO — | |
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| class="notheme" colspan="2" style="padding: 1em 0; text-align: center; background-color:#Vorlage:Standardfarbe" | | |
| Staatliche Ebene | Bundesbehörde |
| Stellung der Behörde | Schutz hochrangiger Staatsbeamter |
| Aufsichtsbehörde(n) | Russische Präsidialverwaltung |
| Bestehen | seit 27. Mai 1996 |
| Entstanden aus | Glawnoje Uprawlenije Ochrany (GUO) |
| Hauptsitz | Moskauer Kreml |
| Behördenleitung | General Dmitry Kochnev, Direktor |
| Mitarbeiter | 50.000 (geschätzt)<ref name=":0" /> |
| Website | http://www.fso.gov.ru/ |
Der Federalnaja Sluschba Ochrany Rossijskoi Federazii (FSO, {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) ist ein russischer Schutzdienst, dessen Hauptaufgabe die Sicherheit hochrangiger Staatsbeamter ist und den präsidialen Sicherheitsdienst (SBP) – und damit den Schutz des russischen Präsidenten – einschließt.<ref name=":0">Holly Ellyatt: Putin might be seen as a 'mad dictator' — but he has built powerful barriers to prevent a coup. In: CNBC. 30. März 2022, abgerufen am 24. Januar 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Geschichte
Ab Dezember 1993 wurde mit dem Glawnoje Uprawlenije Ochrany (GUO) ein eigener besonderer Sicherheitsdienst zum Schutz des damaligen russischen Präsidenten Boris Jelzin, des Ministerpräsidenten und der Regierungsmitglieder aus dem KGB-Personal aufgestellt. Geführt wurde dieser von General Alexander Korschakow, einem engen Vertrauten Jelzins, dessen Schutz er auch im KGB seit 1985 übernahm. Am 27. Mai 1996 wurde durch das Gesetz „Über den Staatsschutz“ der GUO in den FSO umgewandelt. Gemäß Artikel 7 des Gesetzes darf „der Präsident der Russischen Föderation während seiner Amtszeit nicht auf den staatlichen Schutz verzichten“.<ref name=":1">Федеральная служба охраны Российской Федерации. Russische Regierung, 5. Juni 2019, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 5. Juni 2019; abgerufen am 24. Januar 2024.</ref>
Im Oktober 2022 floh vor dem Hintergrund des russischen Angriffs auf die Ukraine erstmals in der Geschichte ein Offizier des FSO ins Ausland und berichtete in einem Interview ausführlich von seiner Flucht, über seine Arbeit beim FSO und zur Lebensweise des russischen Präsidenten Wladimir Putin.<ref name=":2">Russland: Überläufer der Kreml-Präsidentengarde spricht über Wladimir Putins Ängste. In: Der Spiegel. 6. April 2023, ISSN 2195-1349 (spiegel.de [abgerufen am 6. April 2023]).</ref><ref>"The Russian President is a war criminal". In: Досье. 6. April 2023, abgerufen am 6. April 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Aufgaben
Die gegenwärtige Struktur und die Aufgaben des FSO sind in einem Gesetz vom 27. Mai 1996 festgeschrieben.<ref name=":1" /> Neben dem Personenschutz der Staatsspitze kann dieser auf Anweisung auch geheimdienstliche Aktivitäten zur Abwehr und Aufklärung übernehmen.<ref name=":2" /> Auch das Kremlregiment ist dem FSO unterstellt. Daneben unterhält der Dienst eine Abteilung zur soziologischen Erforschung der Stimmung der russischen Bevölkerung.<ref>Roland Bathon: In der Sackgasse: Wie die Russen zu ihrer Führung stehen. In: Moskauer Deutsche Zeitung, mdz-moskau.eu. 5. Januar 2021, abgerufen am 12. Mai 2023.</ref> Es wird berichtet, dass der FSO für den sicheren Transport des Atomkoffers des russischen Präsidenten verantwortlich ist, mit dem der Einsatz von Atomwaffen genehmigt wird.<ref name=":0" />
Präsidialer Sicherheitsdienst
Der präsidiale Sicherheitsdienst (SBP, {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) ist eine föderale Regierungsbehörde, die mit den Aufgaben des Schutzes des russischen Präsidenten und des russischen Premierministers und ihrer jeweiligen Familien und Residenzen betraut ist. Sie wurde im November 1993 von Boris Jelzin gegründet.<ref>Vasily Andreev: Elections and the Russian Secret Services. 1. Februar 1997, abgerufen am 25. Januar 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Laut einer Veröffentlichung in der westlichen Presse hatte die Agentur im Jahr 2007 rund 2.500 Mitarbeiter.<ref>Julian Cooper: The Funding of the Power Agencies of the Russian State. In: The Journal of power institutions in post-soviet societies. Issue 6/7, 20. Dezember 2007, ISSN 1769-7069, doi:10.4000/pipss.562 (openedition.org [abgerufen am 25. Januar 2024]).</ref>
Literatur
- Maximilian Grieb: Putins Prätorianer. FSO - Russlands elitärster Geheimdienst. In: Österreichische Militärische Zeitschrift. Band 61, Heft 4, 2023, ISSN 0048-1440, S. 478–484.
Weblinks
- Website des FSO (russisch)
Einzelnachweise
<references />