Zum Inhalt springen

Fieberbrunner Ache

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Vorlage:Österreichbezogen Vorlage:Infobox Fluss

Die Fieberbrunner Ache, früher Pillerseer Achen<ref>Franz K. Zoller (Hrsg.): Alphabetisch-topographisches Taschenbuch von Tirol und Vorarlberg. Innsbruck 1827, S. 198 (Vorlage:Google Buch)</ref>, historisch auch Albm bzw. Albe, im Oberlauf Schwarzache genannt, ist ein rechter Nebenfluss der Großache im Bezirk Kitzbühel in Tirol mit einer Länge von rund 27 km.

Verlauf

Die Schwarzache entspringt am nördlichen Abhang des Spieleckkogels in den Kitzbüheler Alpen im Gemeindegebiet von Aurach bei Kitzbühel. Anschließend fließt sie in nordöstlicher Richtung durch den Hörndlinger Graben, wendet sich dann nach Norden und umfließt in einem weiten Bogen das Wildseelodermassiv. Bei Pfaffenschwendt erreicht sie den Talboden des Pillerseetals und nimmt die von Osten kommende Rotache auf. Sie wendet sich nach Nordwesten, durchfließt Fieberbrunn und mündet nach rund 25 Kilometern nördlich des Ortskerns von St. Johann in Tirol in die Kitzbüheler Ache, die ab hier Großache genannt wird. Im Oberlauf bis zur Einmündung der Rotache beträgt das durchschnittliche Gefälle rund 9 %, von dort bis zur Mündung nur noch rund 1 %.

Wasserführung

Der mittlere Abfluss beim Pegel Almdorf (Gemeinde St. Johann), 1,35 km oberhalb der Mündung, beträgt 6,75 m³/s, was einer relativ hohen Abflussspende von 40,8 l/s·km² entspricht. Die Fieberbrunner Ache weist ein nivales Abflussregime mit moderater Amplitude auf. Das Abflussmaximum im Mai beträgt etwa das Vierfache des Minimums im Jänner.<ref name="hydr_jb" />

Mittlere monatliche Abflüsse der Fieberbrunner Ache (MQ in m³/s) am Pegel Almdorf
Erhebungszeitraum 1956–2009, Quelle:<ref name="hydr_jb" />

<timeline> Colors=

id:lightgrey value:gray(0.8)
id:darkgrey value:gray(0.3)
id:sfondo value:rgb(1,1,1)
id:barra value:rgb(0.6,0.8,0.9)

ImageSize = width:520 height:280 PlotArea = left:40 bottom:40 top:20 right:20 DateFormat = x.y Period = from:0 till:13 TimeAxis = orientation:vertical AlignBars = justify ScaleMajor = gridcolor:lightgrey increment:2 start:0 ScaleMinor = gridcolor:lightgrey increment:1 start:0 BackgroundColors = canvas:sfondo

BarData=

bar:1 text:Jän
bar:2 text:Feb
bar:3 text:Mär
bar:4 text:Apr
bar:5 text:Mai
bar:6 text:Jun
bar:7 text:Jul
bar:8 text:Aug
bar:9 text:Sep
bar:10 text:Okt
bar:11 text:Nov
bar:12 text:Dez

PlotData=

color:barra width:30 align:left
bar:1 from:0 till: 3.17
bar:2 from:0 till: 3.38
bar:3 from:0 till: 6.57
bar:4 from:0 till: 11.4
bar:5 from:0 till: 12.1
bar:6 from:0 till: 9.36
bar:7 from:0 till: 8.30
bar:8 from:0 till: 7.65
bar:9 from:0 till: 6.08
bar:10 from:0 till: 4.69
bar:11 from:0 till: 4.32
bar:12 from:0 till: 3.90

PlotData=

bar:1 at: 3.17 fontsize:S text: 3,17 shift:(-10,5)
bar:2 at: 3.38 fontsize:S text: 3,38 shift:(-10,5)
bar:3 at: 6.57 fontsize:S text: 6,57 shift:(-10,5)
bar:4 at: 11.4 fontsize:S text: 11,4 shift:(-10,5)
bar:5 at: 12.1 fontsize:S text: 12,1 shift:(-10,5)
bar:6 at: 9.36 fontsize:S text: 9,36 shift:(-10,5)
bar:7 at: 8.3 fontsize:S text: 8,30 shift:(-10,5)
bar:8 at: 7.65 fontsize:S text: 7,65 shift:(-10,5)
bar:9 at: 6.08 fontsize:S text: 6,08 shift:(-10,5)
bar:10 at: 4.69 fontsize:S text: 4,69 shift:(-10,5)
bar:11 at: 4.32 fontsize:S text: 4,32 shift:(-10,5)
bar:12 at: 3.9 fontsize:S text: 3,90 shift:(-10,5)

</timeline>

Große Teile von St. Johann waren immer wieder von Überflutungen durch die Fieberbrunner Ache betroffen. In den Jahren 2014 und 2015 wurden daher im Gemeindegebiet Hochwasserschutzbauten errichtet.<ref>Vorlage:Webarchiv</ref>

Wirtschaftliche Nutzung

Das Wasser der Fieberbrunner Ache wird bereits seit Anfang des 20. Jahrhunderts zur Stromerzeugung genutzt. Das Kraftwerk Walchau in Fieberbrunn erbringt heute eine Engpassleistung von 450 kW bei einem Regelarbeitsvermögen von 3,6 GWh pro Jahr.<ref>Vorlage:Webarchiv</ref>

Umwelt

Im Oberlauf ist die Ache weitgehend naturbelassen und in gutem ökologischem Zustand. Ab Pfaffenschwendt sind die Ufer streckenweise verbaut, im Ortsgebiet von Fieberbrunn sogar durchgehend.<ref name="tiris" /> Die Gewässergüteklasse beträgt im Oberlauf II, im Unterlauf I-II.<ref>Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft (Hrsg.): Saprobiologische Gewässergüte der Fließgewässer Österreichs. Stand 2005. (Vorlage:Webarchiv)</ref>

Weblinks

Vorlage:Commonscat

Einzelnachweise

<references />