Fjodor Iwanowitsch Uspenski
Fjodor Iwanowitsch Uspenski ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value), auch Fedor I. Uspenskij zitiert; * 7. Februarjul. / 19. Februar 1845greg. bei Galitsch; † 10. September 1928 in Leningrad) war ein führender russischer Byzantinist.
Leben
Uspenski studierte an der Universität Sankt Petersburg, wo er 1872 über Niketas Choniates promovierte. 1879 habilitierte er sich (russischer Doktortitel) über die Gründung des zweiten bulgarischen Reichs. Anfangs beschäftigte er sich vor allem mit den Beziehungen von Byzanz zu Bulgarien einschließlich der Wirtschaftsbeziehungen von Byzanz nach Russland. Er widmete sich aber auch intensiv den Kreuzzügen. Ab 1874 lehrte er an der Neurussischen Universität in Odessa (der Istanbul am nächsten gelegenen russischen Universität), war aber häufig auf Reisen und ging 1894 ganz nach Istanbul, wo er das Russische Archäologische Institut (Русский археологический институт в Константинополе) gründete (auf dem Gelände des ehemaligen Studion-Klosters) und sich für den Erhalt byzantinischer Denkmäler und Bibliotheken in der Türkei einsetzte. Er führte Ausgrabungen in Istanbul, Kleinasien, Makedonien und Bulgarien durch, wo er u. a. die große Basilika von Pliska entdeckte. 1893 wurde er als korrespondierendes Mitglied in die Russische Akademie der Wissenschaften gewählt, 1916 wurde er ordentliches Mitglied.<ref>Mitglieder der Russischen Akademie der Wissenschaften seit 1724: Успенский, Федор Иванович. Russische Akademie der Wissenschaften, abgerufen am 24. Januar 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Im Ersten Weltkrieg musste er die Türkei verlassen und gab in Sankt Petersburg die Zeitschrift Wisantiski Wremenik heraus. 1922 bis 1927 lehrte er an der Universität Sankt Petersburg und bereitete die Herausgabe seines Opus magnum, einer dreibändigen Geschichte von Byzanz, vor, die posthum erschien, ebenso wie seine Geschichte des Reiches von Trapezunt.
Er gilt mit Wassili Wassilewski (1838–1898) als Begründer der russischen Byzantinistik<ref>Peter Schreiner: Byzanz 565-1453, Oldenbourg, 2008, S. 126</ref> und hat bereits 1886, das heißt, mehr als sechzig Jahre vor der Gründung der Association Internationale des Études Byzantines, die Schaffung einer internationalen byzantinistischen Gesellschaft und die Herausgabe einer philologischen Zeitschrift für die Byzantinistik vorgeschlagen.<ref>Marie Nystazopoulou-Pélékidou: L’Histoire des Congrès internationaux des Études Byzantines. Première partie, in: Byzantina Symmeikta 18 (2008) 11-34, dort S. 19 <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Archivierte Kopie ( des Vorlage:IconExternal vom 2. Juni 2016 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. (PDF)</ref> Er war korrespondierendes Mitglied der Bayerischen Akademie der Wissenschaften.
Literatur
- Louis Petit: Découverte archéologique de M. Ouspensky. In: Les Echos d’Orient. Band 3, Nr. 4, 1900, S. 209–211 (persee.fr).
Einzelnachweise
<references />
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Uspenski, Fjodor Iwanowitsch |
| ALTERNATIVNAMEN | Успенский, Фёдор Иванович (russisch) |
| KURZBESCHREIBUNG | russischer Byzantinist |
| GEBURTSDATUM | 19. Februar 1845 |
| GEBURTSORT | bei Galitsch |
| STERBEDATUM | 10. September 1928 |
| STERBEORT | Leningrad |
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- Byzantinist
- Hochschullehrer (Staatliche Universität Sankt Petersburg)
- Mitglied der Russischen Akademie der Wissenschaften
- Mitglied der Bayerischen Akademie der Wissenschaften
- Absolvent der Universität Sankt Petersburg
- Russe
- Geboren 1845
- Gestorben 1928
- Mann