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Flugplatz St. Michaelisdonn

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St. Michaelisdonn
Datei:Aerial image of the St. Michaelisdonn airfield (view from the northwest).jpg
St. Michaelisdonn (Schleswig-Holstein)
St. Michaelisdonn (Schleswig-Holstein)
St. Michaelisdonn
Lokalisierung von Schleswig-Holstein in Deutschland
Kenndaten
ICAO-Code EDXM
Flugplatztyp Verkehrslandeplatz
Koordinaten 53° 58′ 42″ N, 9° 8′ 36″ OKoordinaten: 53° 58′ 42″ N, 9° 8′ 36″ O
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Höhe über MSL 38 m (124 ft)
Verkehrsanbindung
Entfernung vom Stadtzentrum 2,2 km südöstlich von Sankt Michaelisdonn<ref name="Website Koordinaten" />,
8 km nördlich von Brunsbüttel
Basisdaten
Eröffnung 13. Oktober 1952<ref name="Website Geschichte Verein" />
Betreiber Dithmarscher Luftsportverein e. V.
Fläche 30 ha
Start- und Landebahn
07/25 700 m × 18 m Asphalt

Der Flugplatz St. Michaelisdonn Vorlage:Flughafen-Codes<ref name="ICAO" /> ist ein Verkehrslandeplatz bei Sankt Michaelisdonn im Kreis Dithmarschen in Schleswig-Holstein. Er wird umgangssprachlich nach dem nahegelegenen Ortsteil auch Flugplatz Hopen genannt.<ref name="Hopen" /> Betreiber ist der Dithmarscher Luftsportverein.<ref name="Website Platzinfo" />

Lage

Datei:Flugplatz St. Michaelisdonn – right base RWY 07 01.jpg
Das NSG Kleve, Blickrichtung Nord. Rechts auf der Anhöhe der Flugplatz, im Hintergrund Sankt Michaelisdonn

Der Flugplatz liegt oberhalb des Marschlandes auf dem Klevrücken<ref name="Website Platzinfo" /> auf einer Höhe von 38 m AMSL,<ref name="Website Koordinaten" /> etwa 2 km südöstlich von Sankt Michaelisdonn und etwa 1 km nördlich von Dingerdonn. Nördlich des Platzes verläuft die Marschbahn. Im Westen grenzt das Flugplatzgelände an das Naturschutzgebiet Kleve an, im Süden befindet sich ein Campingplatz, direkt nördlich der örtliche Golfplatz.

Infrastruktur

Der Flugplatz verfügt über eine 700 m lange, 18 m breite Asphaltpiste mit der Ausrichtung 07/25. Nördlich davon verläuft parallel eine ca. 1000 m lange Schleppstrecke für den Windenstart, die auch als Landebahn für Segelflugzeuge dient. Durch die Befeuerung von Landebahn und Landeschwelle (RL/THRL) ist Nachtflug möglich. Als Navigationshilfe steht ein VDF-Peiler (vgl. QDM) zur Verfügung. Eine Tankstelle mit AvGas 100 LL und Jet A-1 ist ebenfalls vorhanden.<ref name="Website Koordinaten" />

Neben Flugzeughallen und Tower befinden sich am Platz auch das Restaurant Fliegerklause, sowie das Vereinsheim und eine Motorflugschule. Diese ist Teil der FIN – Flugschule im Norden (DE.SH.ATO.003), einer nach EASA Teil-FCL zertifizierten Approved Training Organisation des Landesverbandes Luftsport Schleswig-Holstein.

Flugbetrieb

Datei:Flugplatz St. Michaelisdonn – tower 01.jpg
Der Kontrollturm des Flugplatzes

Der Flugplatz dient heute vorwiegend der Allgemeinen Luftfahrt, Linienflüge finden nicht mehr statt. Hauptnutzer ist der örtliche Luftsportverein, die Infrastruktur ist jedoch darauf ausgelegt, auch gewerbliche Flüge abfertigen zu können.<ref name="Website Platzinfo" /> Die Zulassung gilt für Flugzeuge, Hubschrauber, Motorsegler, Segelflugzeuge und Ultraleichtflugzeuge bis 5,7 t.

Als Verkehrslandeplatz unterliegt der Flugplatz der Betriebspflicht: Er ist im Sommer von 10 Uhr Ortszeit bis Sonnenuntergang (jedoch spätestens 19:30 Uhr) geöffnet. Im Winter wird er an Werktagen bereits um 16 Uhr geschlossen. Für Starts und Landungen außerhalb der regulären Öffnungszeiten ist eine vorherige Anmeldung erforderlich (PPR). Im Flugfunk wird der Name des Platzes abgekürzt, das offizielle Rufzeichen der Flugleitung ist daher Sankt Michel Radio.<ref name="Website Koordinaten" />

Luftsportverein

Datei:Flugplatz St. Michaelisdonn – Clubheim 01.jpg
Das Clubheim des DLV

Der Dithmarscher Luftsportverein e. V. (DLV) ist Betreiber und seit 1997 alleiniger Eigentümer des Flugplatzes. Er betreibt Luftsport mit Leicht- und Segelflugzeugen.<ref name="Website Verein" />

Flugschule

Am Platz wird unter dem Dach der FIN – Flugschule im Norden (DE.SH.ATO.003) Pilotenausbildung für die Privatpilotenlizenz PPL(A) und die Light Aircraft Pilot Licence LAPL(A) nach EASA Teil-FCL angeboten. Die ATO ist eine zertifizierte Ausbildungseinrichtung des Landesverbandes Luftsport Schleswig-Holstein; der Schulungsbetrieb am Verkehrslandeplatz wird vom Dithmarscher Luftsportverein durchgeführt.<ref name="Website FIN" />

Geschichte

Bereits vor dem Zweiten Weltkrieg existierte in Sankt Michaelisdonn ein Segelflugplatz, der nach Kriegsende jedoch zunächst landwirtschaftlich genutzt wurde.<ref name="Website Geschichte Platz" /> Obwohl in Deutschland nach dem Krieg die Fliegerei noch verboten war, wurde 1950 in Heide der Sparclub Meise gegründet, dessen Ziel es war, Geld für den Wiederaufbau des Geländes und die Anschaffung von Fluggerät zu beschaffen. Am 13. Oktober 1952 konnte der inzwischen in Dithmarscher Luftsportverein umbenannte Club mit einem SG 38 die ersten Gummiseilstarts auf dem Hopener Gelände durchführen. Um 1956 wurde der Platz vergrößert, sodass er auch für Windenstarts und den inzwischen wieder genehmigten Motorflug genutzt werden konnte. Im Jahr 1958 folgte der Bau einer neuen Flugzeughalle.<ref name="Website Geschichte Verein" />

Im Jahr 1960 wurde der Platz durch den Kreis Dithmarschen auf eine Fläche von 54 Hektar erweitert. Am 1. März des gleichen Jahres wurde das bisherige Segelfluggelände als „öffentlicher Landeplatz“ zugelassen und die Flugschule St. Michaelisdonn eröffnet.<ref name="Website Geschichte Verein" /><ref name="Website Geschichte Platz" /> Zusätzlich zur Piste 08/26 wurde später eine 525 m lange Querbahn (14/32) eingerichtet. 1965 konnte der Flugplatz 31.000 Flugbewegungen vorweisen.<ref name="Website Geschichte Platz" />

Ab 1967 wurde Michaelisdonn regelmäßig von den Fluggesellschaften General Air und Westküstenflug angeflogen. Ziele waren Büsum, Sankt Peter-Ording, Wyk auf Föhr, Pellworm, Westerland und Helgoland.<ref name="Website Geschichte Platz" />

Datei:Flugplatz St. Michaelisdonn – final RWY 07 02.jpg
Die asphaltierte Start- und Landebahn, heute wegen geänderter Ortsmissweisung als 07/25 bezeichnet

In den 1970er Jahren wurde die Haupt-Landebahn – damals noch als 08/26 bezeichnet – asphaltiert<ref name="Website Geschichte Platz" /> und das Vereinsheim errichtet.<ref name="Website Geschichte Verein" />

Im Jahr 1997 entschloss sich der Kreis, die bisherige Flugplatz-Betriebsgesellschaft aufzulösen. Der Flugplatz wurde auf eine Fläche von 30 ha verkleinert und ist seitdem im alleinigen Besitz des Luftsportvereins.<ref name="Website Geschichte Platz" />

Siehe auch

Weblinks

Commons: Flugplatz St. Michaelisdonn – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references> <ref name="Hopen"> Hopen. In: st-michaelisdonn.de. Gemeinde Sankt Michaelisdonn, abgerufen am 26. Juli 2011 (Informationen über den Stadtteil Hopen). </ref> <ref name="ICAO"> ICAO (Hrsg.): Doc 7910: Location Indicators. Nr. 133, 2009, ISBN 978-92-9231-383-8, ISSN 1727-2610. </ref> <ref name="Website Geschichte Platz">Geschichte des Verkehrslandeplatzes St. Michaelisdonn. In: dithmarscher-luftsportverein.de. Dithmarscher Luftsportverein, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 10. Dezember 2010; abgerufen am 26. Juli 2011.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.dithmarscher-luftsportverein.de</ref> <ref name="Website Geschichte Verein">Dithmarscher Luftsportverein e. V. – 1950–2008. In: dithmarscher-luftsportverein.de. Dithmarscher Luftsportverein, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 20. August 2015; abgerufen am 26. Juli 2011.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.dithmarscher-luftsportverein.de</ref> <ref name="Website Koordinaten">Koordinaten EDXM. In: dithmarscher-luftsportverein.de. Dithmarscher Luftsportverein, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 13. Mai 2011; abgerufen am 25. Juli 2011 (Flugplatzinformationen).  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.dithmarscher-luftsportverein.de</ref> <ref name="Website Platzinfo">EDXM - Verkehrslandeplatz St. Michaelisdonn. In: dithmarscher-luftsportverein.de. Dithmarscher Luftsportverein, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 16. Oktober 2011; abgerufen am 26. Juli 2011.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.dithmarscher-luftsportverein.de</ref> <ref name="Website Verein">Willkommen beim DLV. In: dithmarscher-luftsportverein.de. Dithmarscher Luftsportverein, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 16. Oktober 2011; abgerufen am 26. Juli 2011.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.dithmarscher-luftsportverein.de</ref> <ref name="Website FIN">Motorflugschule am Flugplatz EDXM – FIN Flugschule im Norden. In: fin.dlv.aero. Dithmarscher Luftsportverein e. V., abgerufen am 25. April 2026.</ref> </references>

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