Flumioxazin
Flumioxazin ist eine chemische Verbindung aus der Gruppe der N-Phenylphthalimid-Derivate und N-Phenylimide. Sie wird als Herbizid verwendet.
Gewinnung und Darstellung
Flumioxazin kann durch eine mehrstufige Reaktion ausgehend von 3-Fluorphenol mit Chloressigsäure, Salpetersäure, Ethanol, Propargylchlorid und 3,4,5,6-Tetrahydrophthalsäureanhydrid gewonnen werden.<ref name="unger">Vorlage:Literatur</ref>
Eigenschaften
Flumioxazin ist ein gelber bis leicht brauner Feststoff, der praktisch unlöslich in Wasser ist.<ref name="SIGMA" /><ref name="PSM" />
Verwendung
Das Herbizid Flumioxazin<ref name="GESTIS" /> wurde von Sumitomo Chemical entwickelt und ist in Kanada für den Einsatz bei Obst-, Gemüse- und Zierpflanzenbau sowie zur Unkrautbekämpfung in Industrieanlagen gegen Ambrosien, Löwenzahn und Nachtschattengewächse zugelassen.<ref name="engageagro">Engageagro: Vorlage:Webarchiv (PDF; 113 kB).</ref> In den USA wurde es 2001 für den Einsatz bei Erdnüssen und Sojabohnen eingeführt.<ref name="Sweetpotato">Vorlage:Literatur</ref> Dort wurden 2011 knapp 500 Tonnen eingesetzt.
Die Wirkungsweise beruht auf der Hemmung der Protoporphyrinogen-Oxidase (PPO), einem Enzym, das für die Synthese von Chlorophyll wichtig ist.<ref>Vorlage:Literatur</ref><ref>Vorlage:RömppOnline</ref> Flumioxazin hat in Wasser eine Halbwertszeit von etwa 2 bis 10 Stunden<ref>Vorlage:Literatur</ref> und in Böden von 12 bis 17 Tagen.<ref>Vorlage:Literatur</ref>
In Deutschland, Österreich und der Schweiz sind Pflanzenschutzmittel (zum Beispiel Nozomi, Sumimax, Vorox F) zugelassen, die Flumioxazin als Wirkstoff enthalten.<ref name="PSM">Vorlage:PSM-Verz</ref> Vorlage:Absatz
Einzelnachweise
<references />